Montag, 8. September 2008

(Kurz-)Reviews auf die Schnelle

Ein paar Filme, die ich vor kurzem sah...

Charlie und die Schokoladenfabrik
 2005, Tim Burton
Ein herrlich, fantastischer, farbenfroher Burton-Film, wie man sich ihn wuenscht!
Hier wird man in eine Fantasiewelt entfuehrt, die bis in kleinste Detail ausgeschmückt ist und einen tollen Cast vorweisen kann, nicht bloß aufgrund Johnny Depp's
grandioser Schauspielleistung - auch alle anderen Darsteller konnten überzeugen. Der alte Großvater des Charlie Bucket, gespielt von David Kelly ist einem direkt sympathisch. Was die darstellerischen Leistungen der  juengeren Wonka-Fabrikbesucher angeht, so kann hier durchweg ueberzeugt werden.  Die kleinen, singenden und tanzenden Umpa-Lumpas  hat man sowieso sofort lieb gewonnen.

Was fuer einen Kinderfilm vielleicht etwas karg ist, ist der teilweise recht schwarze Humor. Dieser wird von den juengeren Zuschauern vielleicht noch nicht verstanden, so ist es aber doch etwas  bizarr fuer einen Film fuer Kinder.
Ein toller Score wird ebenso geboten, komponiert von Danny Elfman, der schon des oefteren mit Tim Burton zusammenarbeitete. 

8,5 von 10 Punkten.

Ed Wood
 1994, Tim Burton
Schon wieder eine Burton-Depp Kombo - und was fuer eine!Edward D. Wood Jr. wird in diesem Film portraitiert, dieser gilt als der Schlechteste Regiesseur aller Zeiten, was ihm weltweiten Ruhm einbrachte. Wood, hier gespielt von Depp, verstarb 1978 an Herzversagen.
Der Film behandelt die Naivitaet Wood's, der trotz aller Rueckschlaege nicht aufgibt und unnachgibig weiter an seinem Traum festhaelt ein gefeierter Regiesseur zu werden um seiner Leidenschaft so Ausdruck zu verleihen. Diese Naivitaet, welche den Charakter uebrigens von Beginn an sehr sympathisch macht, stellt Johnny Depp perfekt dar, in jeder einzelnen Szene. Wie er langsam ruecksichtsloser gegenueber seinen Mitmenschen wird, um seine Ziele zu verwirklichen, dann aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt wird.

Ebenso grandios spielt Martin Landau den hier alternden und Rauschgift-abhaengigen Bela Lugosi
. Ohne Zweifel hat Landau fuer diese Darbietung den Oscar fuer die beste Nebenrolle verdient. Bela Lugosi wird von Martin Landau mit einer solchen Intensitaet gespielt, dass man nicht schlecht staunt, ueber eine derart realistische Darstellung - die Hilflosigkeit, der Verfall, die Schwäche, die Einsamkeit und die Sehnsucht wieder zurueck zu altem Ruhm zu finden - all das wird einem einfach großartig praesentiert.
Dass der Film in schwarz/weiß gedreht wurde, war eigentlich Pflicht. Allein um die Filme, die Wood dreht besser wirken zu lassen - trashiger eben. So kommt das Feeling optimal rueber.
Begleitet wird der Film von einem durch Howard Shore (Der Herr der Ringe OST) komponierten Soundtrack, der das Geschehen immer perfekt zu untermalen weiß.

Das alles war jetzt nur Positives, aber mir faellt auch nichts Negatives ein und doch mag ich noch keine Hoechstwertung vergeben...sicher kennen sowas viele ;P

9 von 10 Punkten.

Kommentare:

moep0r hat gesagt…

Nicht schlecht, endlich Reviews ;-)

samploo hat gesagt…

Ich weiß, bin da etwas traege ;/