Donnerstag, 12. Januar 2012

Review: E.T. - Der Außerirdische


E.T. Poster / Artwork Collection
































Plot:

Ein kleines, außerirdisches Wesen, E.T. genannt, verirrt sich auf die Erde. Dort lernt es Elliott, einen zehn Jahre alten Jungen kennen, der ihm vor allem zeigt, dass Freundschaft keine irdischen Grenzen kennt. Doch die Erwachsenen machen den Beiden das Leben schwer. Dabei will doch E.T. nur eines und das schnellstmöglich: Nach Hause. Doch so einfach ist das nicht und das Wesen aus fernen Welten darf vor allem nicht entdeckt werden, was sich als unheimlich schwierig gestaltet – vor allem für Elliott...


Filmkritik:
Ich muss gestehen, dass ich diesen, mittlerweile nostalgischen, Klassiker der Filmgeschichte gestern zum ersten Mal gesehen habe. Wie ich es geschafft habe, so lange, ohne guten Grund, einen Bogen um den Film zu machen, kann ich mir selbst nicht erklaeren. Aehnlich war das mit "Die Goonies", welchen ich ebenfalls erst vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen habe. 
Tja, damit "Super 8" demnaechst noch mehr Spaß auf Blu-Ray macht, hatte ich mir vorgenommen, diverse Filme zu sichten, die J.J. Abrams u.a. als Vorbild und Inspiration dienten.


Von Beginn an wird man reingezogen in diese besondere Atmosphaere, die einen irgendwie nochmal in die Zeit zurueckversetzt und gleichzeitig an eigene Abenteuer erinnert. Vor allem kommt dieses Gefuehl auf, wenn Elliot allein mit seinem Rad in den Wald faehrt. Wenn ein Film sowas beim Zuschauer bewirken kann, hat er im Prinzip schon gewonnen. Es kann natuerlich auch der Fall sein, dass man sich mit keinem der Charaktere identifizieren kann und E.T. eher als einen laecherlichen kleinen, pummeligen Sack sieht. Gluecklicherweise gehoere ich nicht zu dieser Fraktion.


Man kann sich relativ frueh ausmalen, wie der Film in etwa verlaufen wird. Das macht aber gar nichts, da man von dem Film einfach aufgesogen wird und schlichtweg mitfiebert, waehrend man eventuell in eigenen Erinnerungen schwelgt oder diese mit dem Film in Verbindung setzt. Die Charaktere sind beinah alle durch die Bank sympathisch, lediglich die hier noch sehr junge Barrymore hat mich einerseits mit ihrem Gekreische teilweise tierisch genervt und andererseits regten mich ihre Handlungen teilweise auf, was aber auch einfach am Mitfiebern gelegen haben koennte, da sie zeitweise Stolpersteine fuer Elliot und E.T. darstellt.

Elliot (Henry Thomas) und E.T. beim Größenvergleich
E.T. selbst erinnert heute am ehesten an den sogar optisch aehnlichen animierten Roboter Wall-E. E.T. ist ein unbekanntes Wesen mit Herz und Seele. Man ist schnell fasziniert von diesem kleinen Außerirdischen, der sich nach und nach immer mehr entfaltet. Dadurch entstehen noch mehr Emotionen, wenn es zum Klimax kommt und der boese erwachsene Mensch daherkommt, der zu Beginn wie in alten Zeichentrickserien nie ganz gezeigt wird. Man sieht kein Gesicht, aber mein weiß: Er ist eine Bedrohung. Der geneigte Zuschauer schlaegt sich folglich zwingend auf die Seite der Kinder, die neutral mit der Situation umgehen und keinerlei Hintergedanken hegen, weil ihnen sowas ueberhaupt nie in den Sinn kommen wuerde. Es geht also um ein altbekanntes Thema, was hier in einem ungewoehnlichen Szenario behandelt wird: Toleranz. Die Antagonisten wollen E.T. erforschen, ergruenden und das Wesen zuordnen koennen, weil das Unbekannte eine Angst ausloest, die sie nicht dulden koennen, waehrend die Protagonisten noch den Reiz des Unbekannten erkennen koennen und vorbehaltlos mit dem unbekannten Besucher interagieren, um eine Harmonie zu schaffen.
Spielberg bringt all das so simpel wie moeglich, aber doch so unglaublich effektiv auf die Leinwand, was "E.T. - Der Außerirdische" zu einem seiner besten Filme macht.


Fazit:
Mit viel Sympathie fuer die Figuren gewinnt Spielberg das Herz der Zuschauer und ueberzeugt zudem mit Witz und einer genial verpackten Botschaft. Dieses Abenteuer ist zurecht kult und ich bereue es wahrlich den Film nicht schon mit Kinderaugen gesehen zu haben. 8/10


PS: Ich habe die Special Edition gesehen. Auch wenn Ich schon oft gehoert habe die Ur-Fassung sei die Beste, so kann ich sagen, dass mich der CGI-Einsatz nicht sonderlich gestoert hat. Lediglich in der Szene, als man E.T. das erste Mal so richtig sieht (im Maisfeld) wirkt die Computeroptik etwas zu kuenstlich. Ansonsten haette sicher nicht ueberall ein neuer CGI-E.T. hergemusst, aber wie gesagt, stoert mich das nicht so wirklich. Das macht den Kohl eben auch nicht fett. [Hier der Schnittbericht.]

PPS: Ist euch folgendes schonmal in den Sinn gekommen?

Koennte Wall-E aus Johnny Five und E.T. entstanden sein?

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