Samstag, 15. Oktober 2011

Review: Monsters (2010)



Monsters ist ein Indie-Katastrophen-Film. Jep, mit einem mickrigen Budget von ca. 500.000 US-Dollar wurde der Film realisiert - beachtlich was man dafür zu sehen bekommt.

Regisseur Gareth Edwards zaubert hier einen höchst unkonventionellen Spielfilm, der sich mit anderen Seiten eines typischen Monster-Films befasst - mit den Menschen. Die beiden Hauptcharaktere, grandios von den beiden relativ unbekannten Scoot McNairy und Whitney Able (welche übrigens verheiratet sind) verkörpert, werden sehr zaghaft und langsam vorgestellt ' man lässt sich bewusst viel Zeit. Die Sympathie zu den Protagonisten wächst somit stetig und vor der dem eigentlichen Katastrophen-Szenario nimmt man sich mitunter der Probleme der Figuren an, wodurch die Beziehung noch inniger wird.

Das Ganze lässt die Atmosphäre immer weiter steigen, auch wenn letztendlich wenig Action zu sehen ist - das stört auch keineswegs. Es ist eben eher eine Art Road-Movie hinter einem gefährlichen, wahrlich monströsem Szenario und das weiß zu gefallen. Allein der optische Part des Films ist bei Berücksichtigung des geringen Budgets herausragend. Fantastische Aufnahmen auf dem Wasser, an Land, in verwüsteten Kleinstädten - in einer Szene fühlt man sich kurzweilig sehr an Werner Herzog's 'Fitzcarraldo' erinnert, wenn ein relativ großer Dampfer auf einer Anhöhe nahe eines Flusses am Dschungelrand liegt.
Die CGI-Effekte, die vom Regisseur selbst erstellt wurden, funktionieren ebenfalls äußerst gut. Hier sieht man wiedermal, dass es kein Monster-Budget benötigt, um eine positive Wirkung zu erzielen.

Wie bereits eingangs erwähnt kann das Schaupieler-Paar durchweg überzeugen, obwohl fast alles im Film auf improvisierten Leistungen zurückzuführen ist. Angesichts dessen haben diese wiederum wirklich Anerkennung verdient. Vor allem habe ich für meinen Teil lange nicht von Beginn an so viel Sympathie für zwei Schauspieler bzw. deren Figuren aufbringen können - das passiert selten, dass diese mich dann auch so packen können.
Für das Ende hat sich Edwards etwas tolles einfallen lassen so viel sei gesagt ohne jetzt etwas spoilern zu wollen. Da wird das Ende nochmal verdammt gut mit dem eigentlichen Anfang kombiniert und man ist etwas baff um nicht zu sagen von den Socken.

Es sei noch gesagt, dass der Film nichts für solche ist, die einen trashigen oder einfach nur bombigen Monster-Actionfilm erwarten. Das sollte nach der Kritik aber bereits klar sein. 8/10.


1 Kommentar:

El Tofu hat gesagt…

Monsters ist vor allem ein echt schöner Film, dazu noch sozialkritisch und sehr eigen, gefällt sehr!