Montag, 18. April 2011

Review: Sucker Punch (2011)



Plot:
Man hat Babydoll gegen ihren Willen eingesperrt. Aber sie gibt nicht auf und kämpft um ihre Freiheit: Sie drängt vier weitere Mädchen – die freimütige Rocket (Jena Malone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens), die treu ergebene Amber (Jamie Chung) und die zurückhaltende Sweet Pea (Abbie Cornish) –, gemeinsam gegen das schreckliche Schicksal aufzubegehren, das ihre Wächter Blue (Oscar Isaac), Madam Gorski (Carla Gugino) und High Roller (Jon Hamm) für sie vorgesehen haben.
Unter Babydolls Führung starten die Girls einen fantastischen Feldzug gegen Widersacher wie Samurais und Feuerdrachen, wobei sie jederzeit über ein virtuelles Waffenarsenal verfügen können. Gemeinsam müssen sie entscheiden, welche Opfer sie bringen wollen, um ihr Leben zu retten. Nur dann haben sie eine Chance, mithilfe eines Weisen (Scott Glenn) ihre Freiheit wiederzuerlangen.

"Sucker Punch" ist -die- Symbiose aus Videospielen und Comics - auf Zelluloid gebannt!
Mit den passenden Erwartungen kann man hier richtig Spaß haben. Audiovisuell ist der Film einfach hervorragend. Atemberaubendes (CGI)-Setting, was man so noch nicht erlebt hat. Die Action wird ungemein von dem tollen Soundtrack unterstuetzt, der sich mehrfach in den Vordergrund draengt und den Zuschauer nachdruecklich in den Sessel pressen laesst.

Was die Story anbelangt, die fuer viele wohl der Kritikpunkt schlechthin zu sein schein, so kann ich dazu sagen, dass diese fuer mich eben mehr als eine Art Geruest diente - mehr war auch einfach nicht noetig. Eine staerkere Bindung zu den Charakteren haette dem Film trotzdem gut getan. So fiebert man bei einigen boesen Schicksalsschlaegen einfach nicht genug mit.

Ferner gibt es natuerlich auch hier und da eine Szene, dessen Gehalt oder Logik man einfach nicht hinterfragen sollte. Der Gesamteindruck wird somit leicht geschmaelert, was aber noch zu verkraften ist. Boese Zungen wuerden darin einen weiteren Kritikpunkt sehen, um den Film niederzumachen – diese saßen aber vermutlich sowieso schon nach 20 Minuten mit ihrem „Facepalm“-Blick im Kinosessel, waehrend ich einen Nerdgasm nach dem anderen hatte.


Dafuer darf man einige Verneigungen vor großen Werken wie "Matrix" oder auch "Der Herr der Ringe" erleben. Ich meine wann wird je wieder ein so großes Spektrum an Genre-spezifischen Figuren in einem einzigen Film abgedeckt werden? Man bekommt deutsche Zombie-Soldaten aus dem Ersten (!) Weltkrieg, Samurais, rebellierende Roboter, Orcs und Drachen geliefert.. und es funktioniert verdammt nochmal!

Fuer mich alles in allem ein Fest mit so viel Eye-Candy, dass ich fast einen Zuckerschock erlitt. 8/10.



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