Montag, 18. April 2011

Review: Faster (2010)



Inhalt:
Nach mehreren Jahren Haft und diversen überlebten Mordversuchen im Knast schreitet der ehemalige Fluchtwagenfahrer (Dwayne ’The Rock’ Johnson), dessen Namen man nicht erfährt, endlich aus den Gefängnistoren in die Freiheit. Sein einziges Ziel: Rache an den denjenigen, die seinen Bruder nach jenem Bankraub erschossen, bei dem er den Wagen fuhr und für den er einsaß. Während der Racheengel seine Todesliste abarbeitet, heften sich die Cops Humphries (Billy Bob Thornton) und Cicero (Carla Gugino) genauso an seine Fährte wie ein Killer (Oliver Jackson-Cohen), der den zu allem Entschlossenen von seinen Taten abhalten soll…

So will man Dwayne 'The Rock' Johnson sehen! Als harten Draufgaenger, der sich erbarmungslos durch die Gegend kaempft und ballert! Endlich sieht man ihn als eben diesen wieder anstatt in lieblosen, mehr als halbgaren Komoedien à la Zahnfee auf Bewaehrung. Gute Actionszenen mit annehmbaren Gewaltgrad und ein verdammt cooles Muscle-Car - eigentlich perfekte Voraussetzungen fuer so einen Streifen. Leider gibt es doch ein paar kleine Makel.
Der Film startet direkt aeußerst kompromisslos durch und praesentiert einem, was man zu erwarten hat. Nach dem stimmigen Beginn und einer interessanten ersten Haelfte offenbaren sich leider auch einige Laengen und Erzaehlweise ist teils zu zaghaft. Es koennte alles etwas rasanter zugehen. So verfolgt man den gnadenlosen Muskelberg von Ziel zu Ziel bzw. Opfer zu Opfer und darf nebenher ein paar fragwuerdige Nebenplots um einen laecherlichen und so gar nicht professionell wirkenden Profikiller und dessen Freundin 'genießen' oder viel mehr stirnrunzelnd zusehen. Mehr 'Rock' vom 'Fels' waere hier definitiv besser gewesen!
Dazu laesst sich auch noch erwaehnen, dass die Action manchmal ruhig etwas intensiver aber v.a. einfach groeßer haette sein koennen.. eben testosterongeladener, aber vielleicht reichte das Budget hier auch einfach nicht aus.
Die Nebengeschichte zu Billy Bob Thornton's Charakter ist durchgehend simpel, aber doch noch einigermaßen interessant strukturiert [uebrigens fuehlt man sich kurzweilig an 'Bad Santa' erinnert, wenn Thornton mit seinem kleinen, uebergewichtigen Sohn abhaengt ;)], was aber gegen Ende leider wieder aufgrund von Schwaechen im Drehbuch verfliegen sollte.
Dwayne himself muss hier nicht viel schauspielern, so hat er auch recht wenig Text. Die Actioneinlagen bringt er gut + glaubhaft rueber und es wirkt nichts zu uebertrieben oder gar laecherlich.
Das Ende, ja das war eben auch leider einer der groeßeren Schwachpunkte. Der Twist war zwar einigermaßen vorhersehbar, aber trotzdem bleibt einfach ein fader Beigeschmack, weil alles irgendwie zu plump daherkommt.
Fuer zwischendurch kann man sich diesen soliden Actionthriller aber ruhig ansehen - natuerlich nicht mit zu hohen Erwartungen, aber die Hauptsache ist eigentlich, dass man Dwayne Johnson mal wieder ordentlich austeilen sieht. 6/10.

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