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Mittwoch, 20. November 2013

Review: After Earth (2013)

Regie: M. Night Shyamalan | Cast: Will Smith, Jaden Smith, Sophie Okonedo, Zoë Kravitz u.a. IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon
 



Plot:
Bei einer Bruchlandung ihres Raumschiffs stürzen Kitai Raige (Jaden Smith) und sein legendärer Vater Cypher (Will Smith) auf die Erde, die aufgrund schwerer Naturkatastrophen seit 1.000 Jahren nicht mehr von Menschen bewohnt wird. Da Cypher verletzt ist, muss sich Kitai allein auf den gefahrvollen Weg machen, um ein Notsignal abzusetzen. Beide müssen lernen, zusammenzuarbeiten und einander zu vertrauen, um nach Hause zurückkehren zu können.

Filmkritik:

[leichte Spoiler enthalten]

Ganz ehrlich... ich tu mich schon fast schwer den Film nicht schlecht zu bewerten. Ich hatte mich auf ziemlichen Murks gefasst gemacht, zumal das der allgemeine Tenor und auch meine MP-Prognose (3.7) sagt. Hinzu kommt, dass mir der alte Smith mit der Zeit zunehmend unsympathisch wird... dessen Spross war mir zudem sowieso noch nie ganz geheuer. Eine weitere Voraussetzung für die Erfüllung meiner niedrigen Erwartungen war natürlich auch Regisseur M. Night Shabalaba, welcher in seinen letzten Jahren ja nicht mehr allzu viel Taugliches zustande gebracht hat (sein mit Abstand bester ist immer noch "Unbreakable", tolles Teil!).

Was soll ich sagen? Trotz allem fand ich den Steifen nicht schlecht. Dass er optisch überdurchschnittlich sein würde, dachte ich mir sowieso, ist aber dennoch hervorzuheben. Sogar die animierten Affen fand ich ganz gut gemacht, ebenso die restlichen Effekte (Monster, Natur, Action).
Die Story ist, nachdem man abgestürzt ist, zwar sehr vorhersehbar, konnte mich allerdings durchweg unterhalten und teilweise sogar packen. Vater-Smith hat mich auch glücklicherweise gar nicht genervt, Ableger-Smith hingegen nur manchmal ein wenig, wenn er mal wieder etwas zu lang wie ein kleiner Teenager-Trauerkloß dreinblickte, dem man am Freitagabend verboten hat auszugehen, aber ansonsten ging es erfreulicherweise. Dass es hier und da noch 'ne Schippe Kitsch (der Raubvogel!) oben drauf gab, störte mich nicht wirklich, hatte ich mich ja eigentlich auf etwas wesentlich Schlechteres eingestellt.

Hätte man eine kompromisslosere, ernstere wie auch düstere Gangart eingeschlagen, dann gäbe es sogar noch mehr Punkte.
Kann allerdings verstehen, dass der Film für die Meisten ein Reinfall war, aber die 100 Minuten hätte ich durchaus schlechter investieren können, daher mal heute Geberlaune. 7/10



Freitag, 16. März 2012

Awesome Short Film zum Freitag [11/12]


Es geht weiter mit dem wöchentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:

Ruin Poster Wes Ball Oddball Animation 

"Ruin"

von Wes Ball aus dem Jahr 2012 | Sprache: - | Laufzeit mit Abspann: 08:29 Min - ohne Abspann: 07:25 Min

Das zweite Mal, dass ich heute dachte “Dafuq did i just see?”, nur diesmal ist es mehr als nur positiv (das erste Mal bezog sich auf den Trailer zu Tim Burton’s “Dark Shadows”).

“Ruin” ist ein Leckerbissen sondergleichen – auf technischer Ebene habe ich im Animationsfilm-Bereich noch nie etwas besseres gesehen! Ernsthaft, mir fehlen hier eigentlich so ziemlich die Worte, ganz getreu dem Motto “Words cannot describe the awesome”.
Wem das postapokalyptische Setting aus “#9” gefiel, der wird sich ebenso an diesem kleinen Meisterwerk (ja, Meisterwerk!) erfreuen können. Ich hoffe nur, dass sich die Geschichte nochmal wiederholt und aus diesem Kurzfilm irgendwann ein abendfüllender Spielfilm entsteht, wie es auch bei “#9” der Fall war. Jedenfalls sollte man den Abspann, der übrigens sehr stylisch daherkommt, durchlaufen lassen, denn nach dem Abspann gibt es noch was zu sehen und den Hinweis “To be continued”. Freude! Ich konnte mich so schon kaum an den genialen Animationen satt sehen.

Ich bin dann mal weg, um mich die nächsten zwei Stunden an diesem visuellem Mindfuck zu ergötzen!

 

Plot:

Angesiedelt in einer weit entfernten Zukunft, in der die Menschheit zu großen Teilen bereits ausgestorben scheint, sucht ein Mann in den Ruinen einer einst lebendigen Stadt nach bestimmten Informationen, bis sich seine Verfolger wieder an ihn heften können…


Der Film:

Have Fun & please watch in HD + full view

 
Einige Einblicke in die Produktion erhält man hier.


Bilder:
slashfilm

Donnerstag, 15. März 2012

Review: The Grey - Unter Wölfen (2012)

Regie: Joe Carnahan | Cast: Liam Neeson, Frank Grillo, Dallas Roberts, Dermot Mulroney u.a.
IMDb | OFDb | Moviepilot
Deutscher Trailer



The Grey Unter Wölfen Poster Deutsch



Plot:
John Ottway (Liam Neeson) ist in Alaska bei einem Ölunternehmen angestellt, um dort die Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Er und ein Trupp Männer befinden sich auf dem Rückflug in die Heimat, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Wildnis abstürzt. Eisige Kälte empfängt die Männer in einer scheinbar unendlichen Schnee-Hölle. Die acht Überlebenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen sich in Richtung Süden durchzuschlagen -- doch Hunger und Kälte sind nicht die größte Gefahr: Die Absturzstelle liegt inmitten eines Jagdreviers von Wölfen. Das Rudel hat die Männer bereits entdeckt und nimmt die unerbittliche Verfolgung auf.

In einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit liefern sich Mann und Wolf ein gnadenloses Duell um Leben und Tod. Nur gemeinsam als Gruppe können die Männer jetzt überleben. Jeder Fehltritt, jede Schwäche eines Einzelnen, kann sie das Leben kosten.

 
Filmkritik:
[kann minimale Spoiler enthalten]
Vor einiger Zeit, als ich das erste Mal etwas über den Film gelesen hatte und kurz darauf einen ersten Trailer sah, war ich doch sehr skeptisch. Der Film schien sich selbst überaus ernst zu nehmen, obwohl mittlerweile jeder wissen sollte, dass Wölfe nicht auf Menschen losgehen, geschweige denn diese jagen, um sie zu verspeisen.

Umzingelt von Wölfen
Nun gut, mit dieser Skepsis im Hinterkopf schaute ich mir den Film dann trotzdem an. Es fängt behäbig an, Liam Neeson's Charakter wird etwas eingeführt und man merkt, dass der Film eindeutig fast komplett nur auf ihn zugeschnitten ist, was ja auch nichts Schlechtes sein soll, ich meine Neeson ist ein verdammt genialer Schauspieler. Wenn es dann irgendwann zur Sache geht und erste Wolfsattacken zu sehen sind und daraufhin sogar das Thema über angreifende Wölfe angesprochen wird und dies mit zwei fadenscheinigen Erklärungssätzen abgetan wird, sollte einem klar sein, dass man den Film absolut nicht ernst nehmen sollte, um hier seinen Spaß zu haben. Alles klar, damit The Grey Unter Wölfen - Astronaut Liam Neesonkonnte ich mich abfinden. Wer das an diesem Punkt noch nicht konnte, dem wird das wohl bewusst werden, wenn Liam Neeson einem Wolf im Kampf gegenüber steht und ihn Motherfucker nennt. Jep, die Wölfe werden hier des öfteren als "Motherfucker" oder wahlweise auch als "Son of a Bitch" personifiziert. Irre gut! Mich hats tierisch amüsiert, auch noch nach dem 10. Mal! In MacGyver-Manier erfindet Liam 'THE MAN' Neeson hier Wolf-Motherfucker-Killing-Gadgets, damit sein Trupp  und er bei einem monströsen Blizzard, der übrigens kein Special Effect ist, wie der gute Liam es in einem Interview verriet (ich glaube er ist hier der wahre bad Motherfucker), unbeschadet weiterwandern können.

Wie man es bei so einem Film erwarten kann, wird die Gruppe immer kleiner und kleiner, aber dabei wird den anderen Gruppenmitgliedern hinter den zu Beginn noch unwichtig erscheinenden Figuren noch ein Gesicht verliehen - Neeson stellt sich dann mal kurz zurück. So wird jedem noch etwas Tiefe verliehen - kommt gut und passt.
Die Spannung bleibt nicht einen Moment auf der Strecke und ist zum zerreißen! Carnahan inszeniert den Film einwandfrei. Nicht mal die sonst so störende Wackelkamera (Grüß dich Paul Greengrass!) hat mich hier stören wollen. Dazu noch atmosphärische von atemberaubender Schönheit gefilmte Landschaftsaufnahmen eines im Schnee versunkenen Kanada mit seinen gleichermaßen faszinierenden wie bedrohlichen Wäldern. Man mag schon fast meinen, dass das zu schön für einen derartigen Film ist, der definitiv etwas von einer B-Movie Prämisse in sich trägt, dafür jedoch ohne Frage mit einem Big Budget ausgestattet ist.


The Grey Unter Wölfen - Schöne Aussichten I


Ein kleiner Makel äußert sich noch in der Darstellung der Wölfe. Nope, ich rede nicht von der moralischen Darstellungsweise, sondern von der rein optischen. Es wurde teilweise mit echten Wölfen gedreht, teils mit Attrappen und auch mit CGI-Effekten. In manch einer Szene erscheinen einem die Bewegungen der Wölfe etwas seltsam und künstlich. Aber hey! Wen interessiert das, wenn es um einen Film geht, in dem Liam Neeson als Pendant zum Alpha-Wolf wird und sich gegen ein Wolfsrudel stellt, um es fertig zu machen? Richtig, niemand!
Ansonsten wird der sehr positive Gesamteindruck gelegentlich leicht gedrückt, wenn durch das ein oder andere Gespräch der Protagonisten eine gewisse Ernsthaftigkeit und Tiefe suggeriert werden soll. Das passt nicht so ganz, da man den Film sowieso nicht ernst nehmen kann/sollte. Etwas deplatziert, aber nicht allzu schlimm.


The Grey Unter Wölfen - Flugzeugabsturz
"Uncharted" lässt grüßen

Was bleibt zu sagen? Der Film hat mich überrascht. Ich bin froh, dass ich mich schnell mit dem Umgangston des Films anfreunden konnte und ich die vorangegangene Skepsis schnell über Bord werfen konnte, denn sonst hätte ich nicht so verflucht viel Spaß mit diesem wahrlich männlichen Survival-Actionthriller haben können. Geiles Teil! 8/10


Bilder:
Cinemaxx.de
Eigene Screenshots


Dienstag, 14. Februar 2012

Review: Wildes Japan (2010)

Regie: Thoralf Grospitz, Jens Westphalen
IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon



Plot:

Mit opulenten Bildern in HD Qualität porträtiert die zweiteilige Naturdokumentation das Kaiserreich mit seinen atemberaubenden Landschaften und seltenen Tieren. Dabei entstanden einzigartige Aufnahmen von teilweise noch nie gefilmtem Verhalten. Eine spektakuläre Reise in das "Wilde Japan".
Ein Inselreich voller Gegensätze. Megastädte wie Tokio auf der einen und abgelegene Bergtäler mit fremd wirkenden Traditionen auf der anderen Seite. Selten sind die Unterschiede innerhalb eines Landes so groß wie in Japan.

Teil 1: Schneeaffen und Vulkane
Teil 2: Tropenstrand und Bärenland


Filmkritik:

Japan - das Land der aufgehenden Sonne. Gerade im vergangenen Jahr traf das vielleicht nicht mehr ganz so zu, wenn man Stichworte wie Fukushima, Kernschmelze, Erdbeben oder Tsunami ins Gedaechtnis zurueckruft. Darum soll es aber keinesfalls gehen, denn abseits davon und bspw. des groeßten Ballungsraums Tokio (hier leben ca. 35 Millionen Menschen, knapp 30% der Einwohner Japans), hat Japan auch eine sagenhafte und vielseitige Flora und Fauna vorzuweisen, die vielen noch gaenzlich unbekannt ist.
Bei dieser deutschen Produktion, die uebrigens fuer einen Emmy nominiert war, handelt es sich um eine klassische Dokumentation mit einem Erzaehler, der viel Infomationen fuer den Zuschauer bietet. Besonders gefreut hat mich, dass es sich bei dem Erzaehler um keinen geringeren als Christian "The Voice" Brückner handelt. Fuer den unbekannten Hund: Der Herr ist der Synchronsprecher von Schauspielgroeßen wie Robert De Niro, Martin Sheen, Harvey Keitel oder Peter Fonda. Aehnlich wie bei Werner Herzog, hoert man hier besonders gerne zu.

Die Doku befasst sich mit verschiedenen Abschnitten Japans und es wird erklaert, um welche Hauptinseln es sich handelt: das winterliche Hokkaidō im Norden, die zentrale Hauptinsel Honshū, die suedlich gelegenen Inseln Shikoku und Kyūshū bis hin zum subtropischen Okinawa.
Junger Japanmakak (Schneeaffe) in Hokkaidō 
Die Hauptbestandteile beziehen sich allerdings auf Hokkaidō und den suedlicheren Gefilden, v.a. Okinawa. Sowohl im Norden als auch im Sueden spielen die Japan-Makaken, auch bekannt als Schneeaffen, eine tragende Rolle und wissen den Zuschauer gleichermaßen zu amuesieren und zu faszinieren, wenn diese z.B. eine Schneeballschlacht veranstalten oder sich ein angenehmes Thermal-Bad goennen. Dazugemengt werden stets einige Fakten des Erzaehlers, die das Ganze noch etwas interessanter machen und auch ausschmuecken koennen. 
Daneben wird auch anderen Tierarten reichlich Spielraum geboten: Man kann Riesenseeadlern oder auch Braunbaeren beim taeglichen Fischfang bestaunen; dem Riesen-Salamander, der noch aus der Urzeit stammt, bei der Jagd beobachten oder auch einer beinah ausgerotteten Eulenart bei der naechtlichen Jagd bewundern. Dazu gesellen sich noch etliche weitere unterschiedliche Arten der Tierwelt, die durch ihr teilweise skurriles Auftreten dem Zuschauer imponieren koennen und somit gelegentlich fuer einen Schmunzler sorgen.
All dies kann man durch wundervolle Aufnahmen bewundern, was besonders in HD ein Fest fuer die Augen ist und einfach Spaß macht. Da bleibt einem das ein oder andere Mal die Kinnlade offen stehen.

Auf der anderen Seite hat man natuerlich noch die beeindruckenden Vulkane, die teilweise noch sehr aktiv sind - bis auf den Fuji, der mit 3776m gleichzeitig der hoechste Berg Japans ist und ebenfalls eines der Wahrzeichen des Landes darstellt. 
Es wird allerdings auch auf andere Wahrzeichen eingegangen - so z.B. auf die Kirschblueten, die fuer Japaner eine besondere Bedeutung haben. Mit diesem Aspekt geht man in der Dokumentation auch teilweise auf die menschliche Bevoelkerung ein. Zwar nur zu kleinen Teilen und nicht gleichermaßen ausfuehrlich wie beispielsweise in der Dokumentation "Wildes China", jedoch ist der Ausgleich durchaus stimmig.

Traditioneller Reisanbau in Japan
Bei der Erzaehlstruktur treten gelgentlich ein paar Probleme auf, da man als Zuschauer nicht immer gleich mitbekommt, wo man sich denn gerade eigentlich befindet, da die Orte des Oefteren sprunghaft gewechselt werden. Hier haette eine schlichte Texteinblendung oder dergleichen sicherlich Abhilfe schaffen koennen.
Weiterhin besteht kein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den winterlichen Aufnahmen und den Aufnahmen in den tropischen Gebieten. Letztere kommen leider etwas kuerzer, was einen kleinen Wermutstropfen darstellt.

Letzten Endes macht "Wildes Japan" definitiv Lust auf mehr, weshalb es etwas schade ist, dass die zwei Episoden zusammen nur eine recht knappe Laufzeit von nur ~90 Minuten umfassen. Dafuer bekommt man in dieser Zeit aber auch hoechste Qualitaet geboten - tolle Bilder gespickt mit interessanten Hintergrundinformationen, die einem hoechstwahrscheinlich noch unbekannt waren. Ein Einblick in die japanische Naturwelt, der sich mit Sicherheit lohnt, vor allem fuer Fans von Naturdokus. 8/10


Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Polyband:

Die Blu-Ray kommt in einem netten Digipak daher, was leider etwas durch den nicht abloesbaren FSK-Flatschen entstellt wird - anonsten aber ansehnlich.

Bild: Eine Augenweide. Mehr braucht man dazu (fast) nicht mehr sagen. In sehr wenigen Szenen tritt teilweise minimales Bildrauschen auf, was aber nicht von besonderer Bedeutung ist. Die Schaerfe ist absolut ueberzeugend, besonders kommt das bei den Nahaufnahmen der Tiere zur Geltung, wenn man sogar die einzelnen Haare erkennen kann. Dass bei den Nachtaufnahmen keine aehnlich geniale Qualitaet erreicht werden konnte, sollte klar sein, weshalb das gelegentlich auftretende Rauschen an dieser Stelle nicht sonderlich ins Gewicht fallen soll. 9/10

Ton: Es gibt nur eine deutsche Tonspur im DTS-HD 5.1 Format. Andere Tonspuren gibt es vermutlich nicht, da es sich ohnehin um eine deutsche Produktion handelt. Untertitel sind ebenfalls keine vorhanden, was aber eigentlich nicht stoeren sollte. 
Die Musik kommt schoen klangvoll rueber und Christian Brückner's Stimme ist ebenso klar verstaendlich. Die Soundkulisse in den Waeldern bietet ebenfalls einige gute Eindruecke. Alles in allem ein recht guter Ton. 8/10

Extras: Leider nur eine Trailershow, schade. 1/10


Mittwoch, 1. Februar 2012

Review: Dark Planet - The Inhabited Island (2008) / Rebellion (2009)


ImageBanana - darkplanetinhabitedislandrebellionpo.png


Plot:
2157 auf Saraksh, dem sternenlosen Planeten: die Bewohner leiden unter den verheerenden Folgen eines jahrelang andauernden Atomkriegs. Der Frieden ist alles andere als stabil und fünf unbekannte brutale Herrscher regieren den Planeten. Als der junge Maxim Kammerer das Weltall auf der Suche nach fremden Zivilisationen durchstreift, macht er eine Bruchlandung auf dem von Terror und Krieg zerstörten Saraksh…



Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]

Vorweg: Natuerlich wird hier die Originalfassung, bestehend aus zwei Teilen, bewertet, da die internationale Fassung tatsaechlich von urspruenglich insgesamt 228 Minuten auf mickrige 120 Minuten (!) komprimiert wurde. Differenzieren werde ich jetzt nicht zwischen den beiden Teilen oder den Fassungen.

Maxim bei seiner Lieblingsbeschaeftigung:
Bloed gucken & grinsen

Was fast jeder an diesem Film bemaengelt, ist, voellig zurecht, der Hauptdarsteller. Beinahe dauergrinsend laeuft er von Szene zu Szene.  
Gunnery Sgt. Hartman (R. Lee Ermey) aus "Full Metal Jacket" waere verbluefft, dass es noch schlimmer geht als bei seinem emehaligen Untergebenen Private Paula (Vincent D'Onofrio) - er haette dem jungen Russen ordentlich Beine gemacht und ihm sein Grinsen mit Sicherheit aus seiner Sunnyboy-Visage gewischt...
Ernst nehmen kann man Vasiliy Stepanov, der uebrigens nur mehr oder weniger durch Zufall zur Profession des Schauspielens kam, wirklich zu keinem Zeitpunkt. Damit sollte man sich so schnell wie moeglich abfinden.
Nach gut 15 Minuten Laufzeit hat man den Film schon fast abgehackt, bis die optischen Schauwerte durchkommen und wirklich eine beeindruckende futuristische und gleichermaßen heruntergekommene Stadtmetropole praesentieren. Nicht nur hier bekommt der Zuschauer wunderschoene Aufnahmen serviert, auch gibt es atemberaubende Naturaufnahmen, die einen nicht schlecht staunen lassen. Das Drumherum bzw. das Setting ist also groeßtenteils durchaus als gelungen zu bezeichnen, auch wenn manche Szenerien wiederum zu sehr durch schwaechere CGI-Technik gezeichnet sind (bspw.: Windpark, Luftschiff).


Abseits des talentfreien Hauptprotagonisten sollte man fairerweise erwaehnen, dass der restliche Cast durchaus zu ueberzeugen weiß und seine Momente hat. Großartige Leistungen lassen sich trotzdem keine finden, eher noch gelegentliches Overacting bei dem zweiten Hauptdarsteller, aber naja... wenigstens geht die deutsche Synchronisation in Ordnung, auch wenn staendig, wirklich in jedem dritten Satz, das Wort "Massaraksh!" faellt. Untertitel bzw. eine deutsche Uebersetzung gibt es dafuer offenbar keine.
Nach kurzer Recherche fand ich folgendes heraus: Es handelt sich offenbar um eine Eigenkreation der Autoren der Romanvorlage und es bedeutet in etwa "The World is inside out!". Es kann sowohl positiv als auch negativ konotiert sein. Im Groben also: "F*ck!" oder eben auch "F*ck, yeah!"... glaube ich.

Was die Story und die Erzaehlweise betrifft ist das auch wieder so eine Sache. Das Konzept ist auf jedenfall interessant und bietet sicher so Einiges, aber im Film wird das teilweise durch sehr holprige Dialoge, den schlechten Hauptdarsteller und der teilweise abgehackt wirkenden Erzaehlweise eindeutig geschmaelert.

Ein Beispiel (unwichtiger Spoiler):

Mak Sim, Maksim oder auch Maxim, darf man sich hier aussuchen, kommt in den Knast und unterhaelt sich mit zwei Verbuendeten ueber nichts Besonderes - Szenenwechsel zu irgendeinem Nebenplot - Szenenwechsel zurueck zu unserem Helden. Maxim ist urploetzlich mit seinen zwei Buddys ausgebrochen, wovon vorher nichtmal ansatzweise die Rede war. Verfolgt werden sie auch nicht. Sie kaempfen sich einfach nur ein wenig durch Waelder und Oedland. Wie sie dahin gelangt sind, weiß kein Mensch. Ein Ausbruch oder dergleichen wird auch nicht erwaehnt. Alles klar.
Davon gibt es dann oefter noch einige Momente, die den Zuschauer aehnlich verdutzt zuruecklassen.

Die Action kann dafuer aber zeitweise ganz gut ueberzeugen, wobei die Effekte mal richtig gut sind, dann aber auch mal wieder auf TV-Niveau, was doch recht schade ist, da man ja auch sieht, dass es besser geht. Vielleicht hat das Budget nicht ganz gereicht. Too bad. Abwechslung ist allerdings reichlich geboten. Action im Outback, in Waeldern oder auch in der Stadt gestalten das Ganze noch ganz interessant.


Das ist auch der Grund, weshalb trotz der ganzen Kritik, tatsaechlich keine Langeweile aufkam. Man kann sich diesen "huebschen Trash" ganz gut anschauen, obwohl die Laufzeit mit fast vier Stunden natuerlich enorm ist, wobei gerade im letzten Akt schon einige Subplots angerissen werden, dann aber irgendwie einfach links liegen gelassen werden. Kommt einem auch irgendwie spanisch vor.
Das Ende laesst einen ziemlich kalt, da nuetzt auch der letzte Twist nichts mehr, was aber am bereits angesprochenen Problem des Hauptakteurs liegt und man somit nicht ausreichend mitfiebert.

Was bleibt ist ein Film mit wirklich netten Aufnahmen, einer schicken Zukunftsmetropole und teilweise guten Effekten, aber eben auch viele Plotholes, daemliche Dialoge und einem hassenswerten Hauptdarsteller, der zudem noch aussieht wie ein Moechtegern-Anakin Skywalker. Auch wenn man sich jetzt sicher eine niedrigere Wertung vorgestellt haette: Mit viel gutem Willen noch 4.5/10.



Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Capelight:

Der Film kommt in einem aeußerlich sehr stabilen Jumbo-Steelbook (ohne FSK-Logo) daher, welches optisch auch einen netten Eindruck macht. Die innere Verarbeitung laesst leider etwas zu wuenschen uebrig. Alles etwas wackelig, nur aus billigem Plastik und keinerlei Artwork / Inlay oder dergleichen.

Bild: Meine Guete, hier hat Capelight aber was abgeliefert! Im positiven Sinne natuerlich. Bis auf verinzeltes Rauschen in den ersten Minuten ist das Bild nahezu tadellos. Eine klasse Schaerfe, die man sich bei einigen anderen Filmen nur wuenschen kann. 9.5/10

Ton: Auch hier ueberzeugt die Blu-Ray auf ganzer Linie und braucht sich keinesfalls verstecken. Der DTS-HD 7.1 Master reizt das System voll aus und es kommt ein tolles Raumgefuehl in passenden Szenen auf. Sprachen: Deutsch und Russisch, wobei letztere Spur nur im DTS-HD 5.1 Master vorhanden ist. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. 9/10

Extras: Es ist eine Bonus-DVD vorhanden, auf der sich eine Dokumentation ueber den Film befindet. Mit einer Laufzeit von ca. 47 Minuten wird nochmal ein ausfuehrlicher Einblick in die Dreharbeiten geboten. Zwischendurch werden immer wieder Darsteller und Crew interviewt. Wer also Interesse daran hat, so ist die Doku sicher einen Blick wert. 7/10




Bilder:
Eigene Screenshots

Montag, 23. Januar 2012

Deutscher Trailer zu "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise"


Hier nun auch der deutsche Trailer zum Hobbit von Peter Jackson.


Einigen wird vielleicht auffallen, dass Gandalf hier einen neuen Synchronsprecher hat. Man koennte vermuten, dass es daran leigt, dass in Trailern oft nicht die endgueltigen Fassungen zu sehen oder viel mehr zu hoeren sind.
Hier ist es aber wohl doch der Fall, da der urspruengliche Sprecher des Zauberers, Joachim Höppner, bereits im November 2006 ueberraschend an einem Herzinfarkt starb - er wurde nur 60 Jahre alt.

Der Film erscheint am 13.12.2012 in den deutschen Kinos. Eigentlich eine Tortur, dass es schon den englischen und jetzt auch den deutsch Trailer so frueh gibt, so muss man sich doch noch fast ein ganzes Jahr gedulden...


Sonntag, 15. Januar 2012

Kurzreview: Conan (2011)
















Plot:
Conan (Jason Momoa), der in der mythischen Welt Hyboria beheimatet ist, wurde auf dem Schlachtfeld geboren während seine Mutter starb. Von Kindesbeinen an ist er ein Krieger, aber er muss hilflos mit ansehen, wie sein Vater (Ron Perlman) bei einem Überfall auf sein Dorf grausam getötet wird. Verantwortlich ist der schreckliche Khalar Zym (Stephen Lang), der mit einer geheimnisvollen Maske zum Gott aufsteigen und die Welt seines Untertanen machen will. Conan streift von da an durch das Land, auf der Suche nach Khalar Zym und dessen diabolischer Hexen-Tochter Marique (Rose McGowan). Als er die genauso schöne wie unschuldige Nonne Tamara (Rachel Nichols) kennen lernt, kommt er seiner Rache so nah wie nie zuvor. Denn Khalar Zym braucht ihr Blut, um sein Ziel zu erreichen.


Filmkritik:

Aufgrund der vernichtenden Kritiken und dem allgemeinen Tenor hatte ich mich wirklich auf ziemlichen Schund eingestellt. Vielleicht gerade durch die niedrigen Erwartungen wurde ich doch noch ueberrascht, denn der neue "Conan" hat mich fast durchweg gut unterhalten koennen. Natuerlich ist es unmoeglich in die gewaltigen Fußstapfen eines Schwarzeneggers zu treten, aber wenn man den Film als alleinstehendes Werk betrachtet, was er im Grunde ja auch ist, dann passt beinah alles.

Sicher gibt es kurz mal den ein oder anderen Durchhaenger, der Charme der alten Filme ist auch nicht wirklich vorhanden und das gewisse Etwas, was einen noch mehr mitfiebern laesst, koennte eine Ecke staerker vertreten sein, aber das taeuscht nicht darueber hinweg, dass Jason Momoa als "Conan" eine ordentliche Figur macht und dass es eben doch Spaß macht ihn durch die Gegend metzelnd zuzuschauen. Der Gewaltgrad sollte bei einem derartigen Film auch nicht gerade niedrig sein und so macht es ebenfalls Freude, dass massig Kunst- bzw. CGI-Blut fließt. Als positiv empfand ich es auch, dass die Actionszenen noch uebersichtlich genug waren und nicht in einem Meer aus hektischen Schnitten unterging.

Die Story ist natuerlich nur eine Alibi-Funktion und dient somit nur als Geruest, aber wen interessiert das? Man kann doch hier wirklich keine tolle Story mit raffinierten Twists erwarten. Alles ist ziemlich vorhersehbar, aber das ist doch absolut nicht von Belang, solange man sich noch an der Action erfreuen kann, denn das ist es, worauf es bei einem Film, in dem der Hauptdarsteller die meiste Zeit mit einem nackten und dazu dreckigem, blutverschmiertem Oberkoerper schwertschwingend durch die Gegend rennt, um waehrenddessen stets grimmig zu gucken, ankommt. Der Film haette vielleicht noch 15 Minuten kuerzer sein koennen, aber hey: Trotz einiger Schwaechen kann man durchaus seinen Spaß mit dem Film haben. Ich hatte ihn jedenfalls. 6.5/10




Bilder:
myfreewallpapers.com
moviecarpet.com

Donnerstag, 12. Januar 2012

Review: E.T. - Der Außerirdische


E.T. Poster / Artwork Collection
































Plot:

Ein kleines, außerirdisches Wesen, E.T. genannt, verirrt sich auf die Erde. Dort lernt es Elliott, einen zehn Jahre alten Jungen kennen, der ihm vor allem zeigt, dass Freundschaft keine irdischen Grenzen kennt. Doch die Erwachsenen machen den Beiden das Leben schwer. Dabei will doch E.T. nur eines und das schnellstmöglich: Nach Hause. Doch so einfach ist das nicht und das Wesen aus fernen Welten darf vor allem nicht entdeckt werden, was sich als unheimlich schwierig gestaltet – vor allem für Elliott...


Filmkritik:
Ich muss gestehen, dass ich diesen, mittlerweile nostalgischen, Klassiker der Filmgeschichte gestern zum ersten Mal gesehen habe. Wie ich es geschafft habe, so lange, ohne guten Grund, einen Bogen um den Film zu machen, kann ich mir selbst nicht erklaeren. Aehnlich war das mit "Die Goonies", welchen ich ebenfalls erst vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen habe. 
Tja, damit "Super 8" demnaechst noch mehr Spaß auf Blu-Ray macht, hatte ich mir vorgenommen, diverse Filme zu sichten, die J.J. Abrams u.a. als Vorbild und Inspiration dienten.


Von Beginn an wird man reingezogen in diese besondere Atmosphaere, die einen irgendwie nochmal in die Zeit zurueckversetzt und gleichzeitig an eigene Abenteuer erinnert. Vor allem kommt dieses Gefuehl auf, wenn Elliot allein mit seinem Rad in den Wald faehrt. Wenn ein Film sowas beim Zuschauer bewirken kann, hat er im Prinzip schon gewonnen. Es kann natuerlich auch der Fall sein, dass man sich mit keinem der Charaktere identifizieren kann und E.T. eher als einen laecherlichen kleinen, pummeligen Sack sieht. Gluecklicherweise gehoere ich nicht zu dieser Fraktion.


Man kann sich relativ frueh ausmalen, wie der Film in etwa verlaufen wird. Das macht aber gar nichts, da man von dem Film einfach aufgesogen wird und schlichtweg mitfiebert, waehrend man eventuell in eigenen Erinnerungen schwelgt oder diese mit dem Film in Verbindung setzt. Die Charaktere sind beinah alle durch die Bank sympathisch, lediglich die hier noch sehr junge Barrymore hat mich einerseits mit ihrem Gekreische teilweise tierisch genervt und andererseits regten mich ihre Handlungen teilweise auf, was aber auch einfach am Mitfiebern gelegen haben koennte, da sie zeitweise Stolpersteine fuer Elliot und E.T. darstellt.

Elliot (Henry Thomas) und E.T. beim Größenvergleich
E.T. selbst erinnert heute am ehesten an den sogar optisch aehnlichen animierten Roboter Wall-E. E.T. ist ein unbekanntes Wesen mit Herz und Seele. Man ist schnell fasziniert von diesem kleinen Außerirdischen, der sich nach und nach immer mehr entfaltet. Dadurch entstehen noch mehr Emotionen, wenn es zum Klimax kommt und der boese erwachsene Mensch daherkommt, der zu Beginn wie in alten Zeichentrickserien nie ganz gezeigt wird. Man sieht kein Gesicht, aber mein weiß: Er ist eine Bedrohung. Der geneigte Zuschauer schlaegt sich folglich zwingend auf die Seite der Kinder, die neutral mit der Situation umgehen und keinerlei Hintergedanken hegen, weil ihnen sowas ueberhaupt nie in den Sinn kommen wuerde. Es geht also um ein altbekanntes Thema, was hier in einem ungewoehnlichen Szenario behandelt wird: Toleranz. Die Antagonisten wollen E.T. erforschen, ergruenden und das Wesen zuordnen koennen, weil das Unbekannte eine Angst ausloest, die sie nicht dulden koennen, waehrend die Protagonisten noch den Reiz des Unbekannten erkennen koennen und vorbehaltlos mit dem unbekannten Besucher interagieren, um eine Harmonie zu schaffen.
Spielberg bringt all das so simpel wie moeglich, aber doch so unglaublich effektiv auf die Leinwand, was "E.T. - Der Außerirdische" zu einem seiner besten Filme macht.


Fazit:
Mit viel Sympathie fuer die Figuren gewinnt Spielberg das Herz der Zuschauer und ueberzeugt zudem mit Witz und einer genial verpackten Botschaft. Dieses Abenteuer ist zurecht kult und ich bereue es wahrlich den Film nicht schon mit Kinderaugen gesehen zu haben. 8/10


PS: Ich habe die Special Edition gesehen. Auch wenn Ich schon oft gehoert habe die Ur-Fassung sei die Beste, so kann ich sagen, dass mich der CGI-Einsatz nicht sonderlich gestoert hat. Lediglich in der Szene, als man E.T. das erste Mal so richtig sieht (im Maisfeld) wirkt die Computeroptik etwas zu kuenstlich. Ansonsten haette sicher nicht ueberall ein neuer CGI-E.T. hergemusst, aber wie gesagt, stoert mich das nicht so wirklich. Das macht den Kohl eben auch nicht fett. [Hier der Schnittbericht.]

PPS: Ist euch folgendes schonmal in den Sinn gekommen?

Koennte Wall-E aus Johnny Five und E.T. entstanden sein?