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Mittwoch, 20. November 2013

Review: After Earth (2013)

Regie: M. Night Shyamalan | Cast: Will Smith, Jaden Smith, Sophie Okonedo, Zoë Kravitz u.a. IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon
 



Plot:
Bei einer Bruchlandung ihres Raumschiffs stürzen Kitai Raige (Jaden Smith) und sein legendärer Vater Cypher (Will Smith) auf die Erde, die aufgrund schwerer Naturkatastrophen seit 1.000 Jahren nicht mehr von Menschen bewohnt wird. Da Cypher verletzt ist, muss sich Kitai allein auf den gefahrvollen Weg machen, um ein Notsignal abzusetzen. Beide müssen lernen, zusammenzuarbeiten und einander zu vertrauen, um nach Hause zurückkehren zu können.

Filmkritik:

[leichte Spoiler enthalten]

Ganz ehrlich... ich tu mich schon fast schwer den Film nicht schlecht zu bewerten. Ich hatte mich auf ziemlichen Murks gefasst gemacht, zumal das der allgemeine Tenor und auch meine MP-Prognose (3.7) sagt. Hinzu kommt, dass mir der alte Smith mit der Zeit zunehmend unsympathisch wird... dessen Spross war mir zudem sowieso noch nie ganz geheuer. Eine weitere Voraussetzung für die Erfüllung meiner niedrigen Erwartungen war natürlich auch Regisseur M. Night Shabalaba, welcher in seinen letzten Jahren ja nicht mehr allzu viel Taugliches zustande gebracht hat (sein mit Abstand bester ist immer noch "Unbreakable", tolles Teil!).

Was soll ich sagen? Trotz allem fand ich den Steifen nicht schlecht. Dass er optisch überdurchschnittlich sein würde, dachte ich mir sowieso, ist aber dennoch hervorzuheben. Sogar die animierten Affen fand ich ganz gut gemacht, ebenso die restlichen Effekte (Monster, Natur, Action).
Die Story ist, nachdem man abgestürzt ist, zwar sehr vorhersehbar, konnte mich allerdings durchweg unterhalten und teilweise sogar packen. Vater-Smith hat mich auch glücklicherweise gar nicht genervt, Ableger-Smith hingegen nur manchmal ein wenig, wenn er mal wieder etwas zu lang wie ein kleiner Teenager-Trauerkloß dreinblickte, dem man am Freitagabend verboten hat auszugehen, aber ansonsten ging es erfreulicherweise. Dass es hier und da noch 'ne Schippe Kitsch (der Raubvogel!) oben drauf gab, störte mich nicht wirklich, hatte ich mich ja eigentlich auf etwas wesentlich Schlechteres eingestellt.

Hätte man eine kompromisslosere, ernstere wie auch düstere Gangart eingeschlagen, dann gäbe es sogar noch mehr Punkte.
Kann allerdings verstehen, dass der Film für die Meisten ein Reinfall war, aber die 100 Minuten hätte ich durchaus schlechter investieren können, daher mal heute Geberlaune. 7/10



Dienstag, 3. April 2012

TRAILER - Filme, die man nicht auf dem Schirm hatte

Hier mal ein paar Trailer zu einigen potenziellen Geheimtipps, von denen man noch nie etwas hörte, einfach nicht überall liest oder sie schlichtweg übersieht – zu Unrecht.

 

The Aggression Scale – Stephen C. Miller
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Pinke Schrift auf schwarzem Grund? Ne, es geht nicht um “Drive”. Allerdings ist dieser Thriller ebenso an die 80er angelehnt.

 

Cycle – Zoltan Sostai
Ungarn, 2011
IMDb | Moviepilot
Sehr spezieller Science-Fiction Stoff aus Ungarn, der demnächst auch auf dem Sci-Fi-London Festival 2012 läuft.

 

C 299,792 km/s - Derek Van Gorder, Otto Stockmeier
USA (?), 2011
IMDb | Moviepilot | Kickstarter
Der Film ist allein schon durch seine Machart äußerst interessant. Einen Einblick gibt es ebenfalls in folgendem “Trailer”.

 

True Skin - Stephan Zlotescu
USA (?), 2012
IMDb | Moviepilot
Zunächst wird wohl ein 12-minütiger Kurzfilm daraus gemacht, jedoch scheint ein Langfilm geplant zu sein.

 

Funeral Kings - Kevin McManus, Matthew McManus
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Schwarze Komödie um ein paar Jungs, die gern älter wären als sie in Wirklichkeit sind und sich verhalten wie die letzten Bastarde. Also irgendwie ein Mix aus “Superbad” und “Stand by Me”.


 

Beyond the Black Rainbow - Panos Cosmatos
Kanada, 2010
IMDb | Moviepilot
Psycho-Thriller mit Sci-Fi Einlage, der den ein oder anderen Mindfuck zu versprechen scheint.

Freitag, 16. März 2012

Awesome Short Film zum Freitag [11/12]


Es geht weiter mit dem wöchentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:

Ruin Poster Wes Ball Oddball Animation 

"Ruin"

von Wes Ball aus dem Jahr 2012 | Sprache: - | Laufzeit mit Abspann: 08:29 Min - ohne Abspann: 07:25 Min

Das zweite Mal, dass ich heute dachte “Dafuq did i just see?”, nur diesmal ist es mehr als nur positiv (das erste Mal bezog sich auf den Trailer zu Tim Burton’s “Dark Shadows”).

“Ruin” ist ein Leckerbissen sondergleichen – auf technischer Ebene habe ich im Animationsfilm-Bereich noch nie etwas besseres gesehen! Ernsthaft, mir fehlen hier eigentlich so ziemlich die Worte, ganz getreu dem Motto “Words cannot describe the awesome”.
Wem das postapokalyptische Setting aus “#9” gefiel, der wird sich ebenso an diesem kleinen Meisterwerk (ja, Meisterwerk!) erfreuen können. Ich hoffe nur, dass sich die Geschichte nochmal wiederholt und aus diesem Kurzfilm irgendwann ein abendfüllender Spielfilm entsteht, wie es auch bei “#9” der Fall war. Jedenfalls sollte man den Abspann, der übrigens sehr stylisch daherkommt, durchlaufen lassen, denn nach dem Abspann gibt es noch was zu sehen und den Hinweis “To be continued”. Freude! Ich konnte mich so schon kaum an den genialen Animationen satt sehen.

Ich bin dann mal weg, um mich die nächsten zwei Stunden an diesem visuellem Mindfuck zu ergötzen!

 

Plot:

Angesiedelt in einer weit entfernten Zukunft, in der die Menschheit zu großen Teilen bereits ausgestorben scheint, sucht ein Mann in den Ruinen einer einst lebendigen Stadt nach bestimmten Informationen, bis sich seine Verfolger wieder an ihn heften können…


Der Film:

Have Fun & please watch in HD + full view

 
Einige Einblicke in die Produktion erhält man hier.


Bilder:
slashfilm

Dienstag, 13. März 2012

Review: Gantz – Die ultimative Antwort (2011)

Regie: Shinsuke Sato | Cast: Kazunari Ninomiya, Ken'ichi Matsuyama, Yuriko Yoshitaka
IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon

Gantz 2 Die Ultimative Antwort Poster Cover

Plot:
Vor fünf Monaten wurde Kato im Kampf gegen die Aliens getötet. Sein Freund Kei aber ist weiter im gnadenlosen Spiel der mysteriösen Kugel GANTZ gefangen. Wenn er genug Punkte sammelt, kann er Kato wieder ins Leben zurückholen. Dabei geht der Kampf gegen die brutalen Aliens in Menschengestalt weiter. Doch dann wird ein neues perfides Spiel eröffnet: Die junge Eriko erhält eine Mini GANTZ Kugel. Von dieser bekommt sie den Auftrag, vier Menschenleben auszulöschen. Auch Keis Freundin Tae steht auf der Liste.

 

“Die Ultimative Antwort” ist nun schon der zweite Live-Action-Film zum gleichnamigen populären Manga. Die Mangas habe ich nicht gelesen, dafür aber den Anime zu gewissen Teilen gesehen.
Vorweg also kurz etwas zum ersten Film “Gantz: Spiel um dein Leben”: Man kann sagen, dass sich der erste Film einigermaßen an die Vorlage hält, auch wenn einige Inhalte recht schnell abgehandelt wurden. Die Action konnte überzeugen und der aus dem Anime bekanntermaßen hohe Gewaltgrad war akzeptabel. Die Effekte wurden gut umgesetzt und wirken nur selten etwas pragmatisch. Leider gab es oft nicht nachvollziehbare Handlungsweisen der Charaktere, die das Bild doch recht uneben erscheinen ließen. Insgesamt bot der Film gute Unterhaltung und machte aufgrund der interessanten Story durchaus Lust auf mehr.

 

Filmkritik:
[kann minimale Spoiler enthalten]

Konnte der Nachfolger die Erwartungen erfüllen? In Japan zumindest war der Film, wie auch sein Vorgänger, ein absoluter Kassenerfolg. Nun, wie verhält es sich also mit der Qualität des Films? Meiner Meinung nach konnte der Film das interessante Grundgerüst nicht besonders gut fortsetzen, um nicht zu sagen: Der Film war bestenfalls gerade noch Durchschnitt, wenn überhaupt. 
Gantz Die ultimative Antwort 3
Eines der größten Probleme des Films besteht darin, dass fast keine der im ersten Teil aufgeworfenen Fragen beantwortet werden. Was ist Gantz? Woher kommen die Aliens? Wieso müssen sie getötet werden? Stattdessen werden einfach neue Charaktere in den Pott geworfen. Dazu eine fragwürdige neue Handlung, die sich von oben genannten Fragen schön entfernt und nur weitere Fragen aufwirft, was diesmal allerdings eher negativ zur Geltung kommt. Hinzu kommt die ungemein lange Laufzeit von 135 Minuten, die das ganze zuweilen ungemein dehnt, was Langeweile aufkommen lässt.

Gantz Die Ultimative Antwort 2 
Daneben gibt es aber auch unterhaltsame Actionparts mit netten Special-Effects, die erfrischend anders daherkommen. Diese kommen teilweise überraschend kompromisslos daher. In beispielsweise einer Szene im Zug, als eine Gruppe Aliens gegen die vermeintlichen Helden kämpft, werden unglaublich viele Zivilisten einfach durch mehrere Schuss-Salven... nunja.. niedergemäht.
Die Kämpfe, sei es mit Samuraischwert oder Feuerwaffe, sind rasant in Szene gesetzt, sehr kurzweilig und können neben den drögeren Passagen, in denen verzweifelt versucht wird eine tiefere Bindung zu den Charakteren aufzubauen, gut unterhalten. Zudem macht der ansprechende Look des Films in seinem Science-Fiction Gewand stets etwas her, wie bereits im Vorgänger.
Komme ich aber zu einem weiteren Problem des Films. Einige Schauspieler neigen zu immensem Overacting, wobei die deutsche Synchronisation, die sich eher auf durchschnittlichem NiveauGantz Ultimative Antwort 1 befindet, dazu sicher noch etwas beigetragen hat. Jedenfalls wirken fast sämtliche Passagen, in denen man die Beziehung(en) zwischen den Figuren intensivieren will, zu aufgesetzt und unglaubwürdig. Ferner nimmt man einigen Schauspielern ihre Rolle auch in keinster Weise ab – der ermittelnde Polizist sieht zum Beispiel eher aus wie ein junger Student mit künstlich wirkendem Bart als ein professioneller Kriminalbeamter.

Nach dem fragwürdigen und etwas kitschigen Ende stellt sich die Frage, die auch während des Films schon auftrat: Was sollte das jetzt? Ich weiß es nicht. Gute Actioneinlagen hin oder her, der Film ist leider Gottes keine wirkliche Fortsetzung, denn man will offenbar gar nicht erst auf irgendwelche Aspekte des Vorgängers eingehen, was verdammt schade ist. So bleibt nur noch ein unnötiger Film mit ein paar netten Szenen und der Grundprämisse des Mangas bzw des Animes über. 4.5/10

 

Zur DVD: Die deutsche DVD von Sunfilm kommt im Amaray mit Wendecover daher. Enthalten ist die deutsche wie auch die japanische Tonfassung, welche ich im Nachhinein definitiv empfehle – deutsche Untertitel sind vorhanden. Als Extras findet man ein kurzes Making-Of und eine Trailershow vor.


"Gantz - Die ultimative Antwort" jetzt bei amazon.de auf Blu-Ray oder DVD kaufen.


Freitag, 9. März 2012

Awesome Short Film zum Freitag [10/12]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:

Möbius Short Film 

"Möbius"

von Vincent Laforet aus dem Jahr 2010 | Sprache: Englisch, Spanisch | Laufzeit mit Abspann: 11:17 Min - ohne Abspann: 09:23 Min

Heute mal ein Kurzfilm, der sich dem mittlerweile bekannten Möbius-Effekt als Thema annimmt, wie der Titel es vielleicht vermuten lässt. Wer weiß was dieser Effekt bedeutet, der hat natürlich schon eine gewisse Ahnung in welche Richtung es gehen wird bzw. wie der Film vielleicht enden wird. Dazu will ich hier nichts spoilern. ;) Das ist allerdings nicht weiter schlimm, denn das Interessante ist immer, wie man vom Ausgangspunkt zum Ende gelangt, nicht der eigentliche “Twist” gegen Ende. Meiner Ansicht nach kann man viel aus der Thematik rausholen und die Verarbeitung ist immer wieder interessant. David Lynch hat sich mit seinem “Lost Highway” ja ebenfalls schon der Thematik angenommen – mehr als gelungen.
Der Kurzfilm weißt eine außerordentliche Optik auf und wirkt wie eine professionelle Big-Budget und steht somit den Hollywood-Produktionen in absolut nichts nach. Inhaltlich wie technisch bewegt man sich also auf sehr hohem Niveau – seht selbst.

 

Plot:

It deals with a photojournalist who stumbles upon a cartel execution and supernatural events in the the "Zone of Silence" in Mexico.


Der Film:

Have Fun & please watch in HD + full view


Hier gibt es noch ein Behind the Scenes Video.

Dienstag, 28. Februar 2012

Kurzreview: "Redline" (2009)

Regie: Takeshi Koike | Cast bzw. Synchronsprecher: Takuya Kimura (Jaron Löwenberg), Yû Aoi (Antje von der Ahe) u.a.
IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon

Redline Poster

Plot:

Alle fünf Jahre findet das härteste und mörderischste illegale Rennen des Weltalls statt: REDLINE. Nur die verrücktesten und verwegensten Fahrer nehmen an diesem Asphalt-Battle teil, so wie JP – ein „Vollkaskonaut“, ein leichtsinniger Draufgänger, dessen spezialangefertigte „TransAm.“ ihm bei den extremen Geschwindigkeiten immer wieder um die Ohren fliegt. Eine seiner Gegnerinnen ist Sonoshee, ein heißer Feger, entschlossen zu tun was auch immer nötig ist, um beim REDLINE auf dem Siegerpodest zu stehen. Vereint im Finale, Kühler an Kühler gereiht, sitzen die abgefucktesten Fahrer in ihren asphaltschmelzenden Maschinen und warten … und dann geht es los!

 

Filmkritik:

Redline still - JP Dieser Anime (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, schundigen Liveaction-Film aus dem Jahr 2007, der nichts mit diesem Werk zu tun hat) bietet Eyecandy vom feinsten und das auch noch im Cyberpunkt-Bereich! Allein dafür gibt’s schon einen dicken Sympathiebonus.
Was ebenfalls verdammt sympathisch daherkommt, ist die Figurenzeichnung. Nicht nur der Protagonist, J.P., ist unglaublich cool und erinnert zuweilen an Spike Spiegel (vielleicht bloß nicht ganz so abgebrüht) aus der legendären Serie "Cowboy Bebop" von Shinichirō Watanabe, sondern selbst die Nebencharaktere versprühen das gewisse Etwas, weisen gewisse Züge auf, die sich einprägen und verkommen nicht nur zu irgendwelchen Füllfiguren, deren Namen man sich während des Films eh nicht merken kann/will, was leider viel zu oft vorkommt.

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Die Action ist, wie es sich für ein derart überdrehtes Rennspektakel gehört, rasant inszeniert und wenn diese erst mal anfängt, so wird das auch nonstop durchgezogen, sodass man bald von einer unglaublichen Bilderflut überrollt wird. Da macht das Zuschauen wirklich einen riesen Spaß.
Natürlich ist alles unglaublich übertrieben und man reizt hier wirklich so Einiges aus, aber das fällt keinesfalls negativ ins Gewicht, da die Inszenierung ebenso abgefahren daherkommt, auch wenn so manch eingespielter Theme-Song zu gewissen Charakteren etwas sehr beknackt erscheinen mag.

Falls jemandem der Zeichenstil bekannt vorkommt, mag eventuell daran liegen, dass Regisseur Takeshi Koike sich für einen der "Animatrix" Kurzfilme ("World Record") verantwortlich zeichnet, den ihr auch auf YouTube schauen könnt, wenn ihr diesem Link folgt. Als Schreiberling ist zudem noch Katsuhito Ishii involviert, Regisseur der Anime Sequenz aus "Kill Bill Vol. 1" von Quentin Tarantino.
Redline Still

Der ganze Film wirkt wie ein extremer, temporeicher und kurzweiliger Trip, der so wahnsinnig schnell vorbeigeht, dass es fast schon wieder ein bisschen schade ist. In den knapp 100 Minuten hat man dafür einen Heidenspaß, ohne dass auch nur irgendeine Länge aufkommt. Allerdings ist man vom japanischen Animationsstudio Madhouse ("Das Mädchen, das durch die Zeit sprang", "Paprika", "Tokyo Godfathers" uvm) mittlerweile auch einen hohen Qualitätsstandard gewohnt. 
Meiner Ansicht nach hätte der Stoff sicher gut mit einer Serie fortgesetzt werden können. Das Potenzial wäre durchaus vorhanden gewesen. Das soll den Eindruck im Hinblick auf den Film aber keineswegs schmälern, denn es kommt einem Film doch sehr zu gute, wenn man anschließend noch mehr von den Charakteren und der Action sehen will. 8.5/10


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Bilder:
red-line.jp
Eigene Screenshots

Freitag, 17. Februar 2012

Awesome Short Film zum Freitag [07/12]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:



von Matthew Savage aus dem Jahr 2009 | Sprache: Englisch | Laufzeit mit Abspann: 05:34 Min - ohne Abspann: 04:53 Min

Ich muss zugeben, dass dieser Kurzfilm vielleicht nicht unbedingt "awesome" ist, aber die Praemisse weiß so verdammt gut zu ueberzeugen - ich meine Noir-Anleihen gepaart mit Cyberpunk. Erinnert zunaechst ein wenig an den Anime "Cowboy Bebop" von Shinichirō Watanabe. Weiterhin ist das Setting und die Optik auch absolut nicht zu verachten. Lediglich der den Detektiv spielende Schauspieler wirkt nicht ganz passend, aber ansonsten wuerde ich gern etwas Aehnliches mal in Spielfilmform sehen. Zu gern.


Plot:

Die 1930er. Dunkle Gassen. Dampfende Gullis. Detektive. Roboter. Verbrechen.
Joe Digby, von Beruf Detektiv, verfolgt und jagt einen zwielichtigen Roboter, der verdaechtigt wird in einen Mord verwickelt zu sein, durch die Stadt.


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view


Bilder:
traileraddict.com

 

Freitag, 10. Februar 2012

Awesome Short Film zum Freitag [06/12]


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Today's short film:



"E.T.A."
von Henrik Bjerregaard Clausen aus dem Jahr 2008 | Sprache: - | Laufzeit mit Abspann: 04:24 Min - ohne Abspann: 03:56 Min


Der daenische Regisseur Henrik Bjerregaard Clausen hat mit "E.T.A." einen netten kleinen Sci-Fi-Short gezaubert, der optisch wirklich sehr gut und vor allem auch detailiert ausschaut. Viel mehr laesst sich dazu jetzt nicht sagen. Keine großartige Botschaft oder dergleiche, muss auch nicht sein. Einfach kurz mal berieseln lassen.

Plot:
Marvin hat den langweiligsten Job im Universum - doch nicht alles ist so, wie es scheint ...


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view





Bilder:

Dienstag, 7. Februar 2012

Review: Dead Space: Aftermath (2011)

Regie: Mike Disa | Cast: Christopher Judge ,Ricardo Chavira, Curt Cornelius u.a.



Plot:
Eine Spezialeinheit von Space Marines rettet die überlebenden Crew-Mitglieder der USG O'Bannon. 
Die Crew der USG O'Bannon erhielt den Auftrag, den Kommunikationsabbruch zu dem Bergbau-Raumschiff USG Ishimura zu untersuchen, welches sich im Orbit des Planeten Aegis VII befand. Was als eine Routinemission begann, entpuppte sich als wahrer Höllentrip. Die Crew der USG O'Bannon stieß auf eine dunkle Macht, die unbarmherzig jede Hoffnung auf ein Überleben zunichtemacht.
 Die Verhörspezialisten der Marines versuchen nun durch die Überlebenden der O'Bannon die genauen Einzelheiten über die grausamen Vorkommnisse auf Aegis VII zu erfahren...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]
Im Voraus sollte erwaehnt werden, dass ich die Spiele nicht gespielt habe. Den ersten Teil habe ich nur mal angezockt, aber auf mehr als 40 Minuten Spielzeit bin ich wohl nicht gekommen, was aber mehr am Zeitmangel lag und nicht an der (sehr hohen) Qualitaet des Spiels.


Gut, die bisherigen Filme "Dead Space: Downfall" und juengst "Dead Space: Aftermath" sollten sowohl Spieler der Versoftungen als auch Neulingen zugaenglich sein. Inwiefern der geneigte Zuschauer das unterschreiben kann, muss er wohl fuer sich entscheiden.
Ich zumindest kam gut mit dem Plot klar und hatte keinerlei Einstiegsschwierigkeiten, da mir die Grundprämisse des "Dead Space"-Universum einigermaßen vertraut war. So viel dazu also.


Gleich in den ersten zwei Minuten wird einem einer der unglaublichen Schwachpunkte des Films eindringlich praesentiert. Die am Computer entstandenen Animationen, wenn man sie so schimpfen kann, sind leider dermaßen schlecht, dass man glatt vermuten koennte, man wuerde erste Konzepte / Modelle eines Space-Shooters aus dem Jahr 2002 sehen. Es kommt einem wahrlich so vor als wuerde man hier nur die "Models" ohne Texturen sehen, so verhaelt es sich zumindest bei den Raumschiffen - diese grauen, eckigen Kloetze.
Die einzelnen Individuen sind aehnlich jaemmerlich animiert - bewegen sich also hoelzern und weisen beinahe keinerlei Mimik auf.
Gott sei Dank ziehen sich diese optischen "Schauwerte" nicht durch den ganzen Film, so beziehen sich die Computergenerierten Animationen lediglich auf cirka 30-40%. Der Rest ist im normalen Zeichentrick- bzw Animestil gehalten. Zwar koennten diese gelegentlich durchaus detailreicher sein, aber das Niveau bewegt sich auf einem ordentlichen Level. Uebrigens ist es mitunter als laecherlich zu betrachten, dass sich die 3d-animierten Protagonisten optisch teilweise drastisch von ihren Zeichentrick-Ebenbildern unterscheiden. Das kann man auch nicht durch die verschiedenen 2d-Animationsstile begruenden - hier wurde einfach schludrig gearbeitet.
Die Gore-Effekte, wovon es in typischer Dead Space-Manier mal wieder reichlich gibt, wissen zu ueberzeugen, auch wenn man im Vorgaenger-Film noch etwas haerter zur Sache ging. Man rechnete beim Vertrieb wohl auch mit einer 18er-Freigabe, jedoch wurde Aftermath ungeschnitten ab 16 freigegeben.


Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Figuren. Teilweise sind diese so nervig, dass man sich wuenscht, dass sie endlich sterben, damit das Gelaber, Gejammere oder was auch immer endlich ein Ende hat. Das fuehrt natuerlich dazu, dass man nie mit den Protagonisten mitfiebert und es lediglich nur noch darum geht den Film ueber sich ergehen zu lassen, waehrend es zwischendurch noch ein paar nette Splattereinlagen zu sehen gibt, die allerdings auch nicht lange haengen bleiben. 
Die Atmosphaere der Spiele wird nichtmal ansatzweise erreicht, das konnte selbst ich, der wie eingangs erwaehnt nur kurz mit dem ersten Teil zu tun hatte, feststellen. Von "Horror" fehlt hier auch jede Spur, wenn man die Metzelszenen einmal außen vorlaesst, da diese ja noch keinen Horror an sich ausmachen.

Die Erzaehlweise schließt sich uebrigens aus Rueckblenden der Ueberlebenden zusammen. Diese formen, mehr oder weniger, ein großes Gefuege, was nach und nach eine Verbingung mit der gegenwaertigen Handlung knuepft um dort zu gipfeln und so die Einleitung fuer den zweiten Teil der Videospielreihe darzustellen - mehr oder weniger wiedermal. Die Geschichte duempelt dann eben so vor sich hin, absolut uninteressant und wenig unterhaltend.

Mit einem absolut unnoetigen Cel-Shading-artigen 3D-Look, einer verkorksten Story und unsympathischen, gar nervigen Charakteren bleibt "Dead Space: Aftermath" ein Aergernis, dass nur durch die teils netten 2d-Animationen und die damit verknuepften Splatter-Einlagen punkten kann. 4/10


Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von I-On New Media und Animaze:

Die Blu-Ray kommt in einem typischen Amaray mit Wendecover daher. Das Bild ist gut, wenngleich dies etwas durch die im Film schwachen Animationen etwas getruebt wird. Was den Ton anbelangt, so gibt es eine deutsche und englische Tonspur, welche jeweils DTS HD 5.1 codiert sind und ebenfalls ueberzeugen koennen, auch wenn man sich hier etwas bedrohlichere Klaenge gewuenscht haette. An Extras gibt es nur eine Trailershow, weiter nichts.




Bilder:
rzmovies.ch
eigene Screenshots 

Mittwoch, 1. Februar 2012

Review: Dark Planet - The Inhabited Island (2008) / Rebellion (2009)


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Plot:
2157 auf Saraksh, dem sternenlosen Planeten: die Bewohner leiden unter den verheerenden Folgen eines jahrelang andauernden Atomkriegs. Der Frieden ist alles andere als stabil und fünf unbekannte brutale Herrscher regieren den Planeten. Als der junge Maxim Kammerer das Weltall auf der Suche nach fremden Zivilisationen durchstreift, macht er eine Bruchlandung auf dem von Terror und Krieg zerstörten Saraksh…



Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]

Vorweg: Natuerlich wird hier die Originalfassung, bestehend aus zwei Teilen, bewertet, da die internationale Fassung tatsaechlich von urspruenglich insgesamt 228 Minuten auf mickrige 120 Minuten (!) komprimiert wurde. Differenzieren werde ich jetzt nicht zwischen den beiden Teilen oder den Fassungen.

Maxim bei seiner Lieblingsbeschaeftigung:
Bloed gucken & grinsen

Was fast jeder an diesem Film bemaengelt, ist, voellig zurecht, der Hauptdarsteller. Beinahe dauergrinsend laeuft er von Szene zu Szene.  
Gunnery Sgt. Hartman (R. Lee Ermey) aus "Full Metal Jacket" waere verbluefft, dass es noch schlimmer geht als bei seinem emehaligen Untergebenen Private Paula (Vincent D'Onofrio) - er haette dem jungen Russen ordentlich Beine gemacht und ihm sein Grinsen mit Sicherheit aus seiner Sunnyboy-Visage gewischt...
Ernst nehmen kann man Vasiliy Stepanov, der uebrigens nur mehr oder weniger durch Zufall zur Profession des Schauspielens kam, wirklich zu keinem Zeitpunkt. Damit sollte man sich so schnell wie moeglich abfinden.
Nach gut 15 Minuten Laufzeit hat man den Film schon fast abgehackt, bis die optischen Schauwerte durchkommen und wirklich eine beeindruckende futuristische und gleichermaßen heruntergekommene Stadtmetropole praesentieren. Nicht nur hier bekommt der Zuschauer wunderschoene Aufnahmen serviert, auch gibt es atemberaubende Naturaufnahmen, die einen nicht schlecht staunen lassen. Das Drumherum bzw. das Setting ist also groeßtenteils durchaus als gelungen zu bezeichnen, auch wenn manche Szenerien wiederum zu sehr durch schwaechere CGI-Technik gezeichnet sind (bspw.: Windpark, Luftschiff).


Abseits des talentfreien Hauptprotagonisten sollte man fairerweise erwaehnen, dass der restliche Cast durchaus zu ueberzeugen weiß und seine Momente hat. Großartige Leistungen lassen sich trotzdem keine finden, eher noch gelegentliches Overacting bei dem zweiten Hauptdarsteller, aber naja... wenigstens geht die deutsche Synchronisation in Ordnung, auch wenn staendig, wirklich in jedem dritten Satz, das Wort "Massaraksh!" faellt. Untertitel bzw. eine deutsche Uebersetzung gibt es dafuer offenbar keine.
Nach kurzer Recherche fand ich folgendes heraus: Es handelt sich offenbar um eine Eigenkreation der Autoren der Romanvorlage und es bedeutet in etwa "The World is inside out!". Es kann sowohl positiv als auch negativ konotiert sein. Im Groben also: "F*ck!" oder eben auch "F*ck, yeah!"... glaube ich.

Was die Story und die Erzaehlweise betrifft ist das auch wieder so eine Sache. Das Konzept ist auf jedenfall interessant und bietet sicher so Einiges, aber im Film wird das teilweise durch sehr holprige Dialoge, den schlechten Hauptdarsteller und der teilweise abgehackt wirkenden Erzaehlweise eindeutig geschmaelert.

Ein Beispiel (unwichtiger Spoiler):

Mak Sim, Maksim oder auch Maxim, darf man sich hier aussuchen, kommt in den Knast und unterhaelt sich mit zwei Verbuendeten ueber nichts Besonderes - Szenenwechsel zu irgendeinem Nebenplot - Szenenwechsel zurueck zu unserem Helden. Maxim ist urploetzlich mit seinen zwei Buddys ausgebrochen, wovon vorher nichtmal ansatzweise die Rede war. Verfolgt werden sie auch nicht. Sie kaempfen sich einfach nur ein wenig durch Waelder und Oedland. Wie sie dahin gelangt sind, weiß kein Mensch. Ein Ausbruch oder dergleichen wird auch nicht erwaehnt. Alles klar.
Davon gibt es dann oefter noch einige Momente, die den Zuschauer aehnlich verdutzt zuruecklassen.

Die Action kann dafuer aber zeitweise ganz gut ueberzeugen, wobei die Effekte mal richtig gut sind, dann aber auch mal wieder auf TV-Niveau, was doch recht schade ist, da man ja auch sieht, dass es besser geht. Vielleicht hat das Budget nicht ganz gereicht. Too bad. Abwechslung ist allerdings reichlich geboten. Action im Outback, in Waeldern oder auch in der Stadt gestalten das Ganze noch ganz interessant.


Das ist auch der Grund, weshalb trotz der ganzen Kritik, tatsaechlich keine Langeweile aufkam. Man kann sich diesen "huebschen Trash" ganz gut anschauen, obwohl die Laufzeit mit fast vier Stunden natuerlich enorm ist, wobei gerade im letzten Akt schon einige Subplots angerissen werden, dann aber irgendwie einfach links liegen gelassen werden. Kommt einem auch irgendwie spanisch vor.
Das Ende laesst einen ziemlich kalt, da nuetzt auch der letzte Twist nichts mehr, was aber am bereits angesprochenen Problem des Hauptakteurs liegt und man somit nicht ausreichend mitfiebert.

Was bleibt ist ein Film mit wirklich netten Aufnahmen, einer schicken Zukunftsmetropole und teilweise guten Effekten, aber eben auch viele Plotholes, daemliche Dialoge und einem hassenswerten Hauptdarsteller, der zudem noch aussieht wie ein Moechtegern-Anakin Skywalker. Auch wenn man sich jetzt sicher eine niedrigere Wertung vorgestellt haette: Mit viel gutem Willen noch 4.5/10.



Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Capelight:

Der Film kommt in einem aeußerlich sehr stabilen Jumbo-Steelbook (ohne FSK-Logo) daher, welches optisch auch einen netten Eindruck macht. Die innere Verarbeitung laesst leider etwas zu wuenschen uebrig. Alles etwas wackelig, nur aus billigem Plastik und keinerlei Artwork / Inlay oder dergleichen.

Bild: Meine Guete, hier hat Capelight aber was abgeliefert! Im positiven Sinne natuerlich. Bis auf verinzeltes Rauschen in den ersten Minuten ist das Bild nahezu tadellos. Eine klasse Schaerfe, die man sich bei einigen anderen Filmen nur wuenschen kann. 9.5/10

Ton: Auch hier ueberzeugt die Blu-Ray auf ganzer Linie und braucht sich keinesfalls verstecken. Der DTS-HD 7.1 Master reizt das System voll aus und es kommt ein tolles Raumgefuehl in passenden Szenen auf. Sprachen: Deutsch und Russisch, wobei letztere Spur nur im DTS-HD 5.1 Master vorhanden ist. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. 9/10

Extras: Es ist eine Bonus-DVD vorhanden, auf der sich eine Dokumentation ueber den Film befindet. Mit einer Laufzeit von ca. 47 Minuten wird nochmal ein ausfuehrlicher Einblick in die Dreharbeiten geboten. Zwischendurch werden immer wieder Darsteller und Crew interviewt. Wer also Interesse daran hat, so ist die Doku sicher einen Blick wert. 7/10




Bilder:
Eigene Screenshots

Samstag, 28. Januar 2012

Review: Attack the Block (2011)

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Plot:
Auf dem Nachhauseweg wird die angehende Krankenschwester Sam in einem Viertel in Süd-London mitten auf einer einsamen Straße von einer Gang maskierter Jugendlicher umstellt. Gewalt liegt in der Luft - und explodiert doch ganz anders als erwartet: Ein Meteorit schlägt direkt neben den Kids in einem Auto ein. Während Sam fliehen kann, wird die völlig überraschte Gang von einem blutrünstigen Alien attackiert. Mit vereinten Kräften können die Kids zurückschlagen und den außerirdischen Angreifer zur Strecke bringen. Doch zum Triumphieren bleibt keine Zeit, denn ein regelrechter Meteoritenhagel über London kündigt an, dass die Invasion jetzt erst richtig beginnt ...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]

Joe Cornish - Den Mann kannte man vor "Attack the Block" nicht wirklich. Als Zombie wurde er mal vor acht Jahren in "Shaun of the Dead" erschossen und in "Hot Fuzz" hatte er eine kleine Nebenrolle inne. Vielleicht sieht man ihn auch noch im letzten Teil der sogenannten "Blood & Ice Cram Trilogy". Vorher gibts aber seinen ersten Spielfilm, der eine aehnliche Gangart wie die beiden zuvor genannten Filme pflegt. 
Man sollte aber vorsichtig sein, denn die Qualitaet der Filme von Edgar Wright erreicht Cornish nur sehr selten, was den Eindruck aber nicht sonderlich schmaelern soll, denn wenn man die Erwartungen schlichtweg ein wenig zurueckschraubt, unterhaelt "Attack the Block" immer noch sehr.

Was bei einer britischen Komoedie, wie dieser oft besonders wichtig ist, ist der Original-Ton. Die deutschen Sprecher an sich sind in Ordnung, aber der Ghetto-Slang wirkt gelegentlich zu kuenstlich und man merkt, dass die Witze auf Englisch besser rueberkommen wuerden, weshalb man auch unbedingt auf die englische Fassung zurueckgreifen sollte - deutsche Untertitel sind bei den Heimkino-Veroeffentlichungen jedenfalls dabei.

Dass der Film mit einem ca. 13 Millionen US-Dollar verhaeltnismaeßig gering dotiertem Budget aufwartet, faellt nur selten auf, denn die optischen Schauwerte wissen durchaus zu ueberzeugen. Die haarigen Aliens, im Film auch bezeichnet als "Wolf-Gorilla-Motherfucker-Aliens", bieten natuerlich nicht gerade die gleiche Faszination wie ein "Predator" oder eben ein "Alien" aus der gleichnamigen Filmreihe, auch wenn sich hier eine kleine Huldigung findet, aber man gewoehnt sich an die Biester mit ihren leuchtenden Beißern, wenngleich etwas Abwechslung nicht geschadet haette. Zumindest sorgen diese des Oefteren fuer den ein oder anderen Moment, indem auch mal Gore zum Einsatz kommt und etwas Blut spritzt, wovon es aber noch mehr haette geben koennen. Hier war man nicht konsequent genug.

Die fast allesamt jugendlichen Darsteller machen zusammen einen soliden Eindruck, sorgen hier und da fuer ein paar Lacher und man fiebert in Actionsequenzen mit ihnen mit, wird aber auch nicht sonderlich mitgerissen, wenn es mal einen erwischt - es ist einem egal. Daneben hat Nick Frost ("Shaun of the Dead", "Paul - Ein Alien auf der Flucht", "Hot Fuzz") eine Nebenrolle als dauerbreiter Kiffer, der, wie gewohnt, durch seine lockere Art einen großen Anteil an Sympathie einheimsen kann. Er sorgt ebenfalls fuer einige amuesante Einlagen, die es von den anderen Akteuren auch ruhig oefter geben koennte. Der Humor bleibt an manchen Punkten etwas auf der Strecke, was etwas schade ist, da man im Voraus einen Film erwartet, der in den gleichen Gefilden unterwegs ist, wie die bereits eingangs erwaehnten beiden Hochkaraeter und somit durch mehr schwarzen Humor punktet.
Dafuer geht es jedoch immer zur Sache und der Film legt ein unglaubliches Tempo an den Tag, sodass die Laufzeit von nichteinmal 90 Minuten wie im Flug vergeht. Verfolgungsjagden, Schießereien und Kaempfe auf engstem Raum lassen dem Zuschauer keine Zeit zum Luftholen und machen einfach irre viel Spaß. 
Gluecklicherweise wurde kein romantischer Subplot oder dergleichen eingebaut, der den Film nur unnoetig ausbremsen wuerde. Man hat sich hier einfach auf das Wesentliche konzentriert: in kurzer Zeit moeglichst viel Spaß haben. 
Dass es sich bei den Jugendlichen eigentlich um Kriminelle aus dem Ghetto handelt wird nicht weiter thematisiert - auch nicht, dass diese letztendlich zu Helden werden. Wieso sollte man auch diesen spaßigen Ritt mit Sozialkritik verderben? Es handelt sich schließlich nicht um einen anspruchsvollen Film, der eine besondere Botschaft vermitteln moechte - da kann man sich vielleicht lieber "Harry Brown" mit Michael Caine anschauen.


"Attack the Block" ist neben anderen Filmen, die in letzter Zeit fremde Spezies auf den Planeten Erde losließen, etwa "Cowboys & Aliens" oder "Battle Los Angeles" eindeutig die beste Wahl. Da konnte das hohe Budget der Hollywood-Produktionen und die Starpower auch nicht ueber diesen Fakt hinwegtaeuschen. Joe Cornish ist somit ein extrem kurzweiliger, sehr spaßiger Film gelungen, der in einer geselligen Runde, wo das Bier nicht fehlen sollte, ordentlich Laune macht! 7/10



Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Capelight:
Amaray mit Wendecover

Bild: Fast durchweg ein sehr gutes und scharfes Bild. Der Schwarzwert ist ebenfalls die meiste Zeit ueber sehr gut, nur manchmal etwas blass und ein wenig zu hell. Gelgentlich nimmt die Schaerfe kurz etwas ab, sodass nicht durchweg HD-Feeling garantiert ist, aber im Großen und Ganzen geht das Bild mehr als in Ordnung. Format: 2,35:1 / 1080p. 8/10

Ton: Ton liegt sowohl im englischen (DTS-HD Master 5.1) als auch im deutschen (DTS-HD Master 7.1) vor. Schade, dass die der englische Ton nicht auch in 7.1 vorliegt, wo sich dieser Film im Original so anbietet. Bei beiden Varianten geht der Ton auch hier mehr als in Ordnung, Klaenge sind klar und Baesse kommen ebenfalls wuchtig rueber. 9/10

Extras: Hier gibts auch massig zu sehen und zu hoeren. Drei Audiokommentare und fuenf verschiedene Featurettes: Behind the Block, Creature Feature, Meet the Gang, It's a Rap, Unfilmed Action. Dazu natuerlich die obligatorische Trailershow. Gibt also noch viel nach dem Film zu sichten. 7.5/10



Bilder:

Donnerstag, 12. Januar 2012

Review: E.T. - Der Außerirdische


E.T. Poster / Artwork Collection
































Plot:

Ein kleines, außerirdisches Wesen, E.T. genannt, verirrt sich auf die Erde. Dort lernt es Elliott, einen zehn Jahre alten Jungen kennen, der ihm vor allem zeigt, dass Freundschaft keine irdischen Grenzen kennt. Doch die Erwachsenen machen den Beiden das Leben schwer. Dabei will doch E.T. nur eines und das schnellstmöglich: Nach Hause. Doch so einfach ist das nicht und das Wesen aus fernen Welten darf vor allem nicht entdeckt werden, was sich als unheimlich schwierig gestaltet – vor allem für Elliott...


Filmkritik:
Ich muss gestehen, dass ich diesen, mittlerweile nostalgischen, Klassiker der Filmgeschichte gestern zum ersten Mal gesehen habe. Wie ich es geschafft habe, so lange, ohne guten Grund, einen Bogen um den Film zu machen, kann ich mir selbst nicht erklaeren. Aehnlich war das mit "Die Goonies", welchen ich ebenfalls erst vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen habe. 
Tja, damit "Super 8" demnaechst noch mehr Spaß auf Blu-Ray macht, hatte ich mir vorgenommen, diverse Filme zu sichten, die J.J. Abrams u.a. als Vorbild und Inspiration dienten.


Von Beginn an wird man reingezogen in diese besondere Atmosphaere, die einen irgendwie nochmal in die Zeit zurueckversetzt und gleichzeitig an eigene Abenteuer erinnert. Vor allem kommt dieses Gefuehl auf, wenn Elliot allein mit seinem Rad in den Wald faehrt. Wenn ein Film sowas beim Zuschauer bewirken kann, hat er im Prinzip schon gewonnen. Es kann natuerlich auch der Fall sein, dass man sich mit keinem der Charaktere identifizieren kann und E.T. eher als einen laecherlichen kleinen, pummeligen Sack sieht. Gluecklicherweise gehoere ich nicht zu dieser Fraktion.


Man kann sich relativ frueh ausmalen, wie der Film in etwa verlaufen wird. Das macht aber gar nichts, da man von dem Film einfach aufgesogen wird und schlichtweg mitfiebert, waehrend man eventuell in eigenen Erinnerungen schwelgt oder diese mit dem Film in Verbindung setzt. Die Charaktere sind beinah alle durch die Bank sympathisch, lediglich die hier noch sehr junge Barrymore hat mich einerseits mit ihrem Gekreische teilweise tierisch genervt und andererseits regten mich ihre Handlungen teilweise auf, was aber auch einfach am Mitfiebern gelegen haben koennte, da sie zeitweise Stolpersteine fuer Elliot und E.T. darstellt.

Elliot (Henry Thomas) und E.T. beim Größenvergleich
E.T. selbst erinnert heute am ehesten an den sogar optisch aehnlichen animierten Roboter Wall-E. E.T. ist ein unbekanntes Wesen mit Herz und Seele. Man ist schnell fasziniert von diesem kleinen Außerirdischen, der sich nach und nach immer mehr entfaltet. Dadurch entstehen noch mehr Emotionen, wenn es zum Klimax kommt und der boese erwachsene Mensch daherkommt, der zu Beginn wie in alten Zeichentrickserien nie ganz gezeigt wird. Man sieht kein Gesicht, aber mein weiß: Er ist eine Bedrohung. Der geneigte Zuschauer schlaegt sich folglich zwingend auf die Seite der Kinder, die neutral mit der Situation umgehen und keinerlei Hintergedanken hegen, weil ihnen sowas ueberhaupt nie in den Sinn kommen wuerde. Es geht also um ein altbekanntes Thema, was hier in einem ungewoehnlichen Szenario behandelt wird: Toleranz. Die Antagonisten wollen E.T. erforschen, ergruenden und das Wesen zuordnen koennen, weil das Unbekannte eine Angst ausloest, die sie nicht dulden koennen, waehrend die Protagonisten noch den Reiz des Unbekannten erkennen koennen und vorbehaltlos mit dem unbekannten Besucher interagieren, um eine Harmonie zu schaffen.
Spielberg bringt all das so simpel wie moeglich, aber doch so unglaublich effektiv auf die Leinwand, was "E.T. - Der Außerirdische" zu einem seiner besten Filme macht.


Fazit:
Mit viel Sympathie fuer die Figuren gewinnt Spielberg das Herz der Zuschauer und ueberzeugt zudem mit Witz und einer genial verpackten Botschaft. Dieses Abenteuer ist zurecht kult und ich bereue es wahrlich den Film nicht schon mit Kinderaugen gesehen zu haben. 8/10


PS: Ich habe die Special Edition gesehen. Auch wenn Ich schon oft gehoert habe die Ur-Fassung sei die Beste, so kann ich sagen, dass mich der CGI-Einsatz nicht sonderlich gestoert hat. Lediglich in der Szene, als man E.T. das erste Mal so richtig sieht (im Maisfeld) wirkt die Computeroptik etwas zu kuenstlich. Ansonsten haette sicher nicht ueberall ein neuer CGI-E.T. hergemusst, aber wie gesagt, stoert mich das nicht so wirklich. Das macht den Kohl eben auch nicht fett. [Hier der Schnittbericht.]

PPS: Ist euch folgendes schonmal in den Sinn gekommen?

Koennte Wall-E aus Johnny Five und E.T. entstanden sein?