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Dienstag, 7. Februar 2012

Review: Dead Space: Aftermath (2011)

Regie: Mike Disa | Cast: Christopher Judge ,Ricardo Chavira, Curt Cornelius u.a.



Plot:
Eine Spezialeinheit von Space Marines rettet die überlebenden Crew-Mitglieder der USG O'Bannon. 
Die Crew der USG O'Bannon erhielt den Auftrag, den Kommunikationsabbruch zu dem Bergbau-Raumschiff USG Ishimura zu untersuchen, welches sich im Orbit des Planeten Aegis VII befand. Was als eine Routinemission begann, entpuppte sich als wahrer Höllentrip. Die Crew der USG O'Bannon stieß auf eine dunkle Macht, die unbarmherzig jede Hoffnung auf ein Überleben zunichtemacht.
 Die Verhörspezialisten der Marines versuchen nun durch die Überlebenden der O'Bannon die genauen Einzelheiten über die grausamen Vorkommnisse auf Aegis VII zu erfahren...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]
Im Voraus sollte erwaehnt werden, dass ich die Spiele nicht gespielt habe. Den ersten Teil habe ich nur mal angezockt, aber auf mehr als 40 Minuten Spielzeit bin ich wohl nicht gekommen, was aber mehr am Zeitmangel lag und nicht an der (sehr hohen) Qualitaet des Spiels.


Gut, die bisherigen Filme "Dead Space: Downfall" und juengst "Dead Space: Aftermath" sollten sowohl Spieler der Versoftungen als auch Neulingen zugaenglich sein. Inwiefern der geneigte Zuschauer das unterschreiben kann, muss er wohl fuer sich entscheiden.
Ich zumindest kam gut mit dem Plot klar und hatte keinerlei Einstiegsschwierigkeiten, da mir die Grundprämisse des "Dead Space"-Universum einigermaßen vertraut war. So viel dazu also.


Gleich in den ersten zwei Minuten wird einem einer der unglaublichen Schwachpunkte des Films eindringlich praesentiert. Die am Computer entstandenen Animationen, wenn man sie so schimpfen kann, sind leider dermaßen schlecht, dass man glatt vermuten koennte, man wuerde erste Konzepte / Modelle eines Space-Shooters aus dem Jahr 2002 sehen. Es kommt einem wahrlich so vor als wuerde man hier nur die "Models" ohne Texturen sehen, so verhaelt es sich zumindest bei den Raumschiffen - diese grauen, eckigen Kloetze.
Die einzelnen Individuen sind aehnlich jaemmerlich animiert - bewegen sich also hoelzern und weisen beinahe keinerlei Mimik auf.
Gott sei Dank ziehen sich diese optischen "Schauwerte" nicht durch den ganzen Film, so beziehen sich die Computergenerierten Animationen lediglich auf cirka 30-40%. Der Rest ist im normalen Zeichentrick- bzw Animestil gehalten. Zwar koennten diese gelegentlich durchaus detailreicher sein, aber das Niveau bewegt sich auf einem ordentlichen Level. Uebrigens ist es mitunter als laecherlich zu betrachten, dass sich die 3d-animierten Protagonisten optisch teilweise drastisch von ihren Zeichentrick-Ebenbildern unterscheiden. Das kann man auch nicht durch die verschiedenen 2d-Animationsstile begruenden - hier wurde einfach schludrig gearbeitet.
Die Gore-Effekte, wovon es in typischer Dead Space-Manier mal wieder reichlich gibt, wissen zu ueberzeugen, auch wenn man im Vorgaenger-Film noch etwas haerter zur Sache ging. Man rechnete beim Vertrieb wohl auch mit einer 18er-Freigabe, jedoch wurde Aftermath ungeschnitten ab 16 freigegeben.


Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Figuren. Teilweise sind diese so nervig, dass man sich wuenscht, dass sie endlich sterben, damit das Gelaber, Gejammere oder was auch immer endlich ein Ende hat. Das fuehrt natuerlich dazu, dass man nie mit den Protagonisten mitfiebert und es lediglich nur noch darum geht den Film ueber sich ergehen zu lassen, waehrend es zwischendurch noch ein paar nette Splattereinlagen zu sehen gibt, die allerdings auch nicht lange haengen bleiben. 
Die Atmosphaere der Spiele wird nichtmal ansatzweise erreicht, das konnte selbst ich, der wie eingangs erwaehnt nur kurz mit dem ersten Teil zu tun hatte, feststellen. Von "Horror" fehlt hier auch jede Spur, wenn man die Metzelszenen einmal außen vorlaesst, da diese ja noch keinen Horror an sich ausmachen.

Die Erzaehlweise schließt sich uebrigens aus Rueckblenden der Ueberlebenden zusammen. Diese formen, mehr oder weniger, ein großes Gefuege, was nach und nach eine Verbingung mit der gegenwaertigen Handlung knuepft um dort zu gipfeln und so die Einleitung fuer den zweiten Teil der Videospielreihe darzustellen - mehr oder weniger wiedermal. Die Geschichte duempelt dann eben so vor sich hin, absolut uninteressant und wenig unterhaltend.

Mit einem absolut unnoetigen Cel-Shading-artigen 3D-Look, einer verkorksten Story und unsympathischen, gar nervigen Charakteren bleibt "Dead Space: Aftermath" ein Aergernis, dass nur durch die teils netten 2d-Animationen und die damit verknuepften Splatter-Einlagen punkten kann. 4/10


Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von I-On New Media und Animaze:

Die Blu-Ray kommt in einem typischen Amaray mit Wendecover daher. Das Bild ist gut, wenngleich dies etwas durch die im Film schwachen Animationen etwas getruebt wird. Was den Ton anbelangt, so gibt es eine deutsche und englische Tonspur, welche jeweils DTS HD 5.1 codiert sind und ebenfalls ueberzeugen koennen, auch wenn man sich hier etwas bedrohlichere Klaenge gewuenscht haette. An Extras gibt es nur eine Trailershow, weiter nichts.




Bilder:
rzmovies.ch
eigene Screenshots 

Freitag, 6. Januar 2012

Awesome Short Film zum Freitag [01/12]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:



von Valere Amirault, Jean Delaunay, Sarah Laufer & Benjamin Mattern aus dem Jahr 2010 | Sprache: Englisch [Engl. Untertitel enthalten]| Laufzeit mit Abspann: 06:50 Min - ohne Abspann: 06:05 Min

In diesem von vier Studenten von supinfocom animierten Kurzfilm trifft ein Retro-Videospielheld auf den Boesewicht eines modernen 3d-Videospiels nach aktuellen Standards.
Der Film ist wie ein Bosskampf eines Videospiels aufgebaut. Dabei wird immer wieder zwischen klassischen 2d Sidescroller / Jump'n'Run Ansichten und hochmodernen, rasanten 3d Actionsequenzen gewechselt - je nachdem welcher der beiden Akteure die Oberhand hat. Verdammt clever gemacht und optisch eine absolute Granate!
Bei den Sequenzen, die sich an klassische Sidescroller anlehnen sind zudem vielerlei Reminiszenzen auszumachen (zB "Ghouls 'n Ghosts", "Zelda"), was das Ganze nochmal etwas nostalgischer werden laesst.
Uebrigens lief der Film auch auf dem Sundance Film Festival
Plot:
Retro-Videospielheld versucht seine "Prinzessin" zu retten.
 
 
Impressionen:



Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view



Homepage zum Film: 8bitsmovie.com



Bilder:
eigene Screenshots

Nerdstuff: Eclectic Method - 8 Bit Mixtape


Feel the awesome:


Montag, 14. November 2011

Nerdstuff: 8-Bit meets Real Life

Was, wenn man nichtsahnend auf Space Invader, Bob-Ombs und andere lauter schlecht gelaunter Gegner aus nur zu bekannten Retro-Videospielklassikern trifft? Dieser nett gemachte Clip zeigt ein moegliches Szenario. 
Man beachte auch die anderen Videos des Uploaders - sehr sehenswert und auf jedenfall was fuer den Nerd von heute.



Sonntag, 28. September 2008

Vom Spiel zum Film: Max Payne

Die beiden Spiele sind unter Computerspielern bereits laengst Kult. Ein Cop, dessen Familie getoetet wird, will die Moerder finden und sich brutal raechen - dabei gibt er keinerlei Ruecksicht auf das Gesetz. Die Spiele sind sehr nahe am Stil eines Film Noir gehalten, was eine moerderisch dichte Atmosphaere schafft. Diese wird untermauert durch kalte Monologe des Hauptprotagonisten aus dem Off und ebenso durch die Comic-Strips, die zwischendurch immer wieder auftauchen und die Story mitunter vorantreiben.
Der erste Teil der Max Payne-Spiele wurde hierzulande von der USK fuer zu hart eingestuft und aufgrund dessen indiziert. Der Nachfolger Max Payne 2: The Fall of May Payne war nicht minder brutal und erhielt daher auch Keine Jugendfreigabe.
Nach Erscheinen des zweiten Teils hofften viele auf einen dritten Teil, was jedoch nicht sein sollte. Nun ist ein, von den gleichen Entwicklern (Remedy), neues Spiel in der Mache names "Alan Wake", was atmosphaerisch und vom Aufbau her sehr aehnlich werden soll (Infos: Fansite & Offz. Homepage). 
Dieses Jahr tauchten dann Geruechte auf, Max Payne 3 sei bei Rockstar Games in Planung. So heißt es, dass der Entwickler 2k Games das Spiel entwickeln soll, da Remedy mit Alan Wake beschaeftigt ist.

Bevor man sich auf einen eventuellen dritten Teil aus dem Max Payne-Universum freuen darf, wird erst die Videospielverfilmung von John Moore in unseren Lichtspielhaeusern zu sehen sein.

In den dunkelsten und gefährlichsten Ecken New Yorks ist ein Aussenseiter unterwegs, ein Cop des Drogendezernats auf der Suche nach den Mördern seiner Familie.
Auf der Suche nach Rache wird Max Payne (Mark Wahlberg) zum Hauptverdächtigen am Mord seines Partner und einer unschuldigen Frau. Um sich selbst zu entlasten, muss er nicht nur das Geheimnis hinter den brutalen Morden herausfinden, er muss sich auch Mächten zum Kampf stellen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Ihm zur Seite steht Mona (Mila Kunis), die ihrerseits den Mörder ihrer Schwester sucht.
Max’ Nachforschungen führen ihn immer tiefer in eine Welt aus Drogen, Korruption und Verschwörung bis er erkennt, dass dieselbe Bedrohung die nun die Straßen von New York heimsucht auch für den Tod seiner Familie verantwortlich ist.

Um den Film massentauglicher zu machen drehte man Ihn leider bewusst etwas zurueckhaltender, was den Gewaltgehalt anbelangt. So wollte man ein PG-13 Rating in den USA erreichen. Dies schlug jedoch fehl und der Film bekam trotzdem R-Rating,
was Herrn Moore ziemlich erzuernte. Somit mussten erneut Schnitte vorgenommen werden, die laut Regiesseur aber nicht sehr dramatisch waeren.
In einem Interview versicherte er zudem, das ein auf Gamer zugeschnittener Director's Cut auf  DVD & Blue-Ray zum Film enthalten sein wird. Dies sollte das Gamer-Herz doch mit Waerme fuellen. Bei mir ist es jedenfalls der Fall. 

There's what I call the Gamer Dedicated Cut of the movie. It's a little slower and a little more atmospheric. There are some rougher edges on it, but it's not going to be a bloodfest.

Es wird also nicht einfach eine brutalere Fassung, wie es bei der Videospielverfilmung zum Hitman-Game war, sondern "lediglich" eine atmosphaerisch dichtere Fassung, wodurch der Film etwas "verlangsamt" wird, damit die Story besser auf den Zuschauer wirken kann.Schade natuerlich, dass wir nicht direkt diese Fassung im Kino bestaunen duerfen (wobei das bei uns ja noch gar nicht sicher ist). Wir muessen uns auch noch gute 1 1/2 Monate gedulden, da der Film bei uns erst am 20. November anlaeuft, in Österreich einen Tag darauf.
In den USA startet der Film hingegen schon am 17. Oktober.

Cast:
Mark Wahlberg - Max Payne
Mila Kunis - Mona Sax
Beau Bridges - BB Hensley
Chris 'Ludacris' Bridges - Jim Bravura
Donal Logue - Alex Balder


Fuer diejenigen, die keines der Spiele gezockt haben und sich auch sonst nicht im MP-Universum auskennen gibt es seit kurzem einen Clip, der in 2 Minuten wichtige Details des Max Payne aufklaert.

Das Besondere: Der ganze Clip ist im Comic-Stil der Spiel-Cut-Scenes gehalten, sehr schick.



Hier einmal ein paar Trailer-Links:

- Erster deutscher Trailer
- Zweiter deutscher Trailer
- Internationaler Trailer (Engl.)

Ich hoffe ich konnte Interesse an Film sowohl als auch an den Spielen wecken oder euch einfach nur dazu animieren die alten Spiele mal wieder auszugraben