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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Teaser zu Quentin Dupieux's Neuem: "Wrong"

Quentin Dupieux, der Regisseur von "Rubber" (Review: hier) und das Gesicht hinter Mr. Oizo, arbeitet momentan noch an seinem 2012 erscheinenden Film "Wrong". Dazu ist jetzt anlaesslich des nahenden Sundance Film Fesitvals ein erster Teaser erschienen. Zu sehen sind unter anderem Jack Plotnick, der auch schon in "Rubber" mitspielte, Steve Little und William Fichtner, den viele sicher aus der US-Serie "Prison Break" kennen, wovon ich nebenbei bemerkt noch nie eine Folge gesehen habe.
Dupieux ist hier uebrigens mal wieder nicht nur als Regisseur taetig, sondern auch als: Autor, Kameramann und Cutter. Der Mann hat offenbar viel Zeit.

Zum Plot:
Im Film geht es Dolph (Jack Plotnick), der seinen Hund sucht, der offenbar verschwunden ist. Hilfe bekommt er dabei von einem Polizisten (Steve Little). Auf der Suche nach Paul, dem Hund, trifft Dolph allerlei kuriose Gestalten.

Sieht auf jedenfall wieder arg bizarr / konfus / wirr und allgemein sehr abgefahren aus. Aehnlich wie Rubber also. Gefaellt mir gut. Gefaellt mir sogar sehr gut. Enjoy.


Uebrigens: Dolph scheint hier eine Original Earl-Frisur zu haben. ;)


Donnerstag, 7. Juli 2011

Review: Rubber (2010)


"Rubber" Poster Collection
„Rubber“ – das war also mein erster Killerreifen-Film. Mitten im Nirgendwo, auf einer verlassenen Müllhalde erwacht ein Autoreifen zum Leben und begibt sich auf eine Reise. Er rollt durch die Pampa, in kleine Städte und übernachtet auch mal in einem Motel. Dabei hinterlässt Robert, so der Name des Reifens, eine lange Blutspur – sein Weg ist mit Leichen gepflastert.
So würden viele den Film zunächst beschreiben. Purer Trash, oder? Ich meine: weit gefehlt. „Rubber“ hat viel mehr zu bieten, auch wenn es selbstverständlich einige trashige Anleihen gibt – der Hauptaspekt besteht jedoch darin die Verbindung zum Publikum darzustellen und eben die Willkür in Filmen zu präsentieren, wie es eingangs in einem genialen Monolog, vorgetragen von Stephen Spinella, erklärt wird. Der Film ist also eine Hommage an die Willkür in der Welt des Films.

Regisseur Quentin Dupieux, vielen vielleicht eher unter dem Synonym des „Mr. Oizo“ bekannt – ja, das ist der nette Herr, der vor vielen Jahren u.a. den „Flat Eric“ erschaffen hat, versucht mit seinem nunmehr dritten Spielfilm die fiktionalen Dimensionen zu sprengen und uns, den Zuschauer, mit in das Geschehen einzubinden – quasi die Leinwand zu durchbrechen.
Der Film ist in verschiedene Universen eingeteilt. Einerseits gibt es einen „Film im Film“, der wiederum von (fast) außenstehenden Zuschauern im Film verfolgt wird. Sollen die Zuschauer also uns repräsentieren? Ein klares Nein, denn diese, ohne zu viel verraten zu wollen, greifen später direkt in den „Film im Film“ ein, was uns in gewissermaßen zur dritten Ebene des Films werden lässt. Das mag jetzt alles etwas obskur klingen, ergibt, wenn man den Film denn gesichtet hat, alles schon einen Sinn.

Technisch gesehen sieht der Film auch erstklassig aus. Dupieux versteht es großartige Aufnahmen zu machen und diese so zu präsentieren als wären sie wie gemalt – so kommt man in den Genuss von einigen genialen Panoramas. Beeindruckend ist, dass der Film komplett mit einer digitalen Spiegelreflexkamera, der neuen Canon EOS 5D, gedreht wurde. Wer hätte gedacht, dass ein Film so eine klasse Optik haben kann, obwohl er quasi mit einer „Fotokamera“ entstanden ist?
Ferner ist die technische Umsetzung des durch die Gegend rollenden Autoreifens zweifelsohne lobenswert. Zu keinem Zeitpunkt sieht es gekünstelt aus. Die Effekte bezüglich dessen sind alle analog entstanden – der Reifen wurde ferngesteuert und in manchen Szenen schlichtweg mit der Hand manövriert.

Alles in allem ist „Rubber“ ein Film mit dem man durchaus Spaß haben kann, sich hingegen aber genauso gut drüber unterhalten kann um die Essenz näher ergründen zu können. 8/10.