Posts mit dem Label Kino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 15. März 2012

Review: The Grey - Unter Wölfen (2012)

Regie: Joe Carnahan | Cast: Liam Neeson, Frank Grillo, Dallas Roberts, Dermot Mulroney u.a.
IMDb | OFDb | Moviepilot
Deutscher Trailer



The Grey Unter Wölfen Poster Deutsch



Plot:
John Ottway (Liam Neeson) ist in Alaska bei einem Ölunternehmen angestellt, um dort die Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Er und ein Trupp Männer befinden sich auf dem Rückflug in die Heimat, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Wildnis abstürzt. Eisige Kälte empfängt die Männer in einer scheinbar unendlichen Schnee-Hölle. Die acht Überlebenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen sich in Richtung Süden durchzuschlagen -- doch Hunger und Kälte sind nicht die größte Gefahr: Die Absturzstelle liegt inmitten eines Jagdreviers von Wölfen. Das Rudel hat die Männer bereits entdeckt und nimmt die unerbittliche Verfolgung auf.

In einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit liefern sich Mann und Wolf ein gnadenloses Duell um Leben und Tod. Nur gemeinsam als Gruppe können die Männer jetzt überleben. Jeder Fehltritt, jede Schwäche eines Einzelnen, kann sie das Leben kosten.

 
Filmkritik:
[kann minimale Spoiler enthalten]
Vor einiger Zeit, als ich das erste Mal etwas über den Film gelesen hatte und kurz darauf einen ersten Trailer sah, war ich doch sehr skeptisch. Der Film schien sich selbst überaus ernst zu nehmen, obwohl mittlerweile jeder wissen sollte, dass Wölfe nicht auf Menschen losgehen, geschweige denn diese jagen, um sie zu verspeisen.

Umzingelt von Wölfen
Nun gut, mit dieser Skepsis im Hinterkopf schaute ich mir den Film dann trotzdem an. Es fängt behäbig an, Liam Neeson's Charakter wird etwas eingeführt und man merkt, dass der Film eindeutig fast komplett nur auf ihn zugeschnitten ist, was ja auch nichts Schlechtes sein soll, ich meine Neeson ist ein verdammt genialer Schauspieler. Wenn es dann irgendwann zur Sache geht und erste Wolfsattacken zu sehen sind und daraufhin sogar das Thema über angreifende Wölfe angesprochen wird und dies mit zwei fadenscheinigen Erklärungssätzen abgetan wird, sollte einem klar sein, dass man den Film absolut nicht ernst nehmen sollte, um hier seinen Spaß zu haben. Alles klar, damit The Grey Unter Wölfen - Astronaut Liam Neesonkonnte ich mich abfinden. Wer das an diesem Punkt noch nicht konnte, dem wird das wohl bewusst werden, wenn Liam Neeson einem Wolf im Kampf gegenüber steht und ihn Motherfucker nennt. Jep, die Wölfe werden hier des öfteren als "Motherfucker" oder wahlweise auch als "Son of a Bitch" personifiziert. Irre gut! Mich hats tierisch amüsiert, auch noch nach dem 10. Mal! In MacGyver-Manier erfindet Liam 'THE MAN' Neeson hier Wolf-Motherfucker-Killing-Gadgets, damit sein Trupp  und er bei einem monströsen Blizzard, der übrigens kein Special Effect ist, wie der gute Liam es in einem Interview verriet (ich glaube er ist hier der wahre bad Motherfucker), unbeschadet weiterwandern können.

Wie man es bei so einem Film erwarten kann, wird die Gruppe immer kleiner und kleiner, aber dabei wird den anderen Gruppenmitgliedern hinter den zu Beginn noch unwichtig erscheinenden Figuren noch ein Gesicht verliehen - Neeson stellt sich dann mal kurz zurück. So wird jedem noch etwas Tiefe verliehen - kommt gut und passt.
Die Spannung bleibt nicht einen Moment auf der Strecke und ist zum zerreißen! Carnahan inszeniert den Film einwandfrei. Nicht mal die sonst so störende Wackelkamera (Grüß dich Paul Greengrass!) hat mich hier stören wollen. Dazu noch atmosphärische von atemberaubender Schönheit gefilmte Landschaftsaufnahmen eines im Schnee versunkenen Kanada mit seinen gleichermaßen faszinierenden wie bedrohlichen Wäldern. Man mag schon fast meinen, dass das zu schön für einen derartigen Film ist, der definitiv etwas von einer B-Movie Prämisse in sich trägt, dafür jedoch ohne Frage mit einem Big Budget ausgestattet ist.


The Grey Unter Wölfen - Schöne Aussichten I


Ein kleiner Makel äußert sich noch in der Darstellung der Wölfe. Nope, ich rede nicht von der moralischen Darstellungsweise, sondern von der rein optischen. Es wurde teilweise mit echten Wölfen gedreht, teils mit Attrappen und auch mit CGI-Effekten. In manch einer Szene erscheinen einem die Bewegungen der Wölfe etwas seltsam und künstlich. Aber hey! Wen interessiert das, wenn es um einen Film geht, in dem Liam Neeson als Pendant zum Alpha-Wolf wird und sich gegen ein Wolfsrudel stellt, um es fertig zu machen? Richtig, niemand!
Ansonsten wird der sehr positive Gesamteindruck gelegentlich leicht gedrückt, wenn durch das ein oder andere Gespräch der Protagonisten eine gewisse Ernsthaftigkeit und Tiefe suggeriert werden soll. Das passt nicht so ganz, da man den Film sowieso nicht ernst nehmen kann/sollte. Etwas deplatziert, aber nicht allzu schlimm.


The Grey Unter Wölfen - Flugzeugabsturz
"Uncharted" lässt grüßen

Was bleibt zu sagen? Der Film hat mich überrascht. Ich bin froh, dass ich mich schnell mit dem Umgangston des Films anfreunden konnte und ich die vorangegangene Skepsis schnell über Bord werfen konnte, denn sonst hätte ich nicht so verflucht viel Spaß mit diesem wahrlich männlichen Survival-Actionthriller haben können. Geiles Teil! 8/10


Bilder:
Cinemaxx.de
Eigene Screenshots


Mittwoch, 7. März 2012

Alte neue Poster zu neuen alten Filmen im Retrolook

Wat fürn Ding?! 
Die Poster sollten selbsterklärend sein, aber nochmal zum mitschreiben: Hier wurde aus aktuellen Filmen eine Reihe von Postern erstellt, die zeigen, wie sie ausgesehen hätten, wenn sie zu damaligen Zeiten (z.B. den 50s) ausgesehen hätten.
Statt einem Ryan Gosling sieht man hier bspw. James Dean in DRIVE oder Frank Zappa statt Jeff Bridges in THE BIG LEBOWSKI. Ebenfalls wäre es durchaus interessant, wenn Dean Martin, Jack Lemmon und Jerry Lewis die Rollen der drei Chaoten aus THE HANGOVER eingenommen hätten.
Geniale Idee jedenfalls. Check the awesome:

 

drive poster james dean retro

 

big lebowski poster frank zappa retro fifth element fünfte element poster sean connery retro

hangover poster dean martin retro 

Ein paar mehr findet man noch auf collider.

Freitag, 20. Januar 2012

Trailer: "Project X" - Unglaublich abgefahrener Partyfilm

Eben durch die Fünf Filmfreunde auf den mittlerweile zweiten Trailer zur Komödie "Project X" gestoßen. Bisher hatte ich davon noch nichts von gehoert. Produziert wird der Film unter anderem von Todd Phillips (Regie: Hangover I und II) und Joel Silver. Die Regie wird von dem 34-jährigen Neuling Nima Nourizadeh uebernommen.
Der Streifen kommt in den USA am 2. Maerz diesen Jahres in die Kinos.


Zum Plot sei so viel gesagt:
Drei Highschhol-Freunde veranstalten eine riesige Party, um sich einen Namen zu machen. Als sich das rumspricht und unerwartet viele Partygaeste erscheinen, droht das Ganze mehr und mehr zu eskalieren.

Der Trailer praesentiert auch genau das, denn da gehts wirklich ziemlich heiß her. "Wie 'Superbad' auf Crack" heißt es dort zudem, was einiges verspricht. Meine Neugier ist jedenfalls mehr als geweckt.

Hier nun der neue Trailer und nachfolgend auch der etwas aeltere Erste:

Trailer 2:



Trailer 1:

Montag, 18. April 2011

Review: Sucker Punch (2011)



Plot:
Man hat Babydoll gegen ihren Willen eingesperrt. Aber sie gibt nicht auf und kämpft um ihre Freiheit: Sie drängt vier weitere Mädchen – die freimütige Rocket (Jena Malone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens), die treu ergebene Amber (Jamie Chung) und die zurückhaltende Sweet Pea (Abbie Cornish) –, gemeinsam gegen das schreckliche Schicksal aufzubegehren, das ihre Wächter Blue (Oscar Isaac), Madam Gorski (Carla Gugino) und High Roller (Jon Hamm) für sie vorgesehen haben.
Unter Babydolls Führung starten die Girls einen fantastischen Feldzug gegen Widersacher wie Samurais und Feuerdrachen, wobei sie jederzeit über ein virtuelles Waffenarsenal verfügen können. Gemeinsam müssen sie entscheiden, welche Opfer sie bringen wollen, um ihr Leben zu retten. Nur dann haben sie eine Chance, mithilfe eines Weisen (Scott Glenn) ihre Freiheit wiederzuerlangen.

"Sucker Punch" ist -die- Symbiose aus Videospielen und Comics - auf Zelluloid gebannt!
Mit den passenden Erwartungen kann man hier richtig Spaß haben. Audiovisuell ist der Film einfach hervorragend. Atemberaubendes (CGI)-Setting, was man so noch nicht erlebt hat. Die Action wird ungemein von dem tollen Soundtrack unterstuetzt, der sich mehrfach in den Vordergrund draengt und den Zuschauer nachdruecklich in den Sessel pressen laesst.

Was die Story anbelangt, die fuer viele wohl der Kritikpunkt schlechthin zu sein schein, so kann ich dazu sagen, dass diese fuer mich eben mehr als eine Art Geruest diente - mehr war auch einfach nicht noetig. Eine staerkere Bindung zu den Charakteren haette dem Film trotzdem gut getan. So fiebert man bei einigen boesen Schicksalsschlaegen einfach nicht genug mit.

Ferner gibt es natuerlich auch hier und da eine Szene, dessen Gehalt oder Logik man einfach nicht hinterfragen sollte. Der Gesamteindruck wird somit leicht geschmaelert, was aber noch zu verkraften ist. Boese Zungen wuerden darin einen weiteren Kritikpunkt sehen, um den Film niederzumachen – diese saßen aber vermutlich sowieso schon nach 20 Minuten mit ihrem „Facepalm“-Blick im Kinosessel, waehrend ich einen Nerdgasm nach dem anderen hatte.


Dafuer darf man einige Verneigungen vor großen Werken wie "Matrix" oder auch "Der Herr der Ringe" erleben. Ich meine wann wird je wieder ein so großes Spektrum an Genre-spezifischen Figuren in einem einzigen Film abgedeckt werden? Man bekommt deutsche Zombie-Soldaten aus dem Ersten (!) Weltkrieg, Samurais, rebellierende Roboter, Orcs und Drachen geliefert.. und es funktioniert verdammt nochmal!

Fuer mich alles in allem ein Fest mit so viel Eye-Candy, dass ich fast einen Zuckerschock erlitt. 8/10.



Review: Faster (2010)



Inhalt:
Nach mehreren Jahren Haft und diversen überlebten Mordversuchen im Knast schreitet der ehemalige Fluchtwagenfahrer (Dwayne ’The Rock’ Johnson), dessen Namen man nicht erfährt, endlich aus den Gefängnistoren in die Freiheit. Sein einziges Ziel: Rache an den denjenigen, die seinen Bruder nach jenem Bankraub erschossen, bei dem er den Wagen fuhr und für den er einsaß. Während der Racheengel seine Todesliste abarbeitet, heften sich die Cops Humphries (Billy Bob Thornton) und Cicero (Carla Gugino) genauso an seine Fährte wie ein Killer (Oliver Jackson-Cohen), der den zu allem Entschlossenen von seinen Taten abhalten soll…

So will man Dwayne 'The Rock' Johnson sehen! Als harten Draufgaenger, der sich erbarmungslos durch die Gegend kaempft und ballert! Endlich sieht man ihn als eben diesen wieder anstatt in lieblosen, mehr als halbgaren Komoedien à la Zahnfee auf Bewaehrung. Gute Actionszenen mit annehmbaren Gewaltgrad und ein verdammt cooles Muscle-Car - eigentlich perfekte Voraussetzungen fuer so einen Streifen. Leider gibt es doch ein paar kleine Makel.
Der Film startet direkt aeußerst kompromisslos durch und praesentiert einem, was man zu erwarten hat. Nach dem stimmigen Beginn und einer interessanten ersten Haelfte offenbaren sich leider auch einige Laengen und Erzaehlweise ist teils zu zaghaft. Es koennte alles etwas rasanter zugehen. So verfolgt man den gnadenlosen Muskelberg von Ziel zu Ziel bzw. Opfer zu Opfer und darf nebenher ein paar fragwuerdige Nebenplots um einen laecherlichen und so gar nicht professionell wirkenden Profikiller und dessen Freundin 'genießen' oder viel mehr stirnrunzelnd zusehen. Mehr 'Rock' vom 'Fels' waere hier definitiv besser gewesen!
Dazu laesst sich auch noch erwaehnen, dass die Action manchmal ruhig etwas intensiver aber v.a. einfach groeßer haette sein koennen.. eben testosterongeladener, aber vielleicht reichte das Budget hier auch einfach nicht aus.
Die Nebengeschichte zu Billy Bob Thornton's Charakter ist durchgehend simpel, aber doch noch einigermaßen interessant strukturiert [uebrigens fuehlt man sich kurzweilig an 'Bad Santa' erinnert, wenn Thornton mit seinem kleinen, uebergewichtigen Sohn abhaengt ;)], was aber gegen Ende leider wieder aufgrund von Schwaechen im Drehbuch verfliegen sollte.
Dwayne himself muss hier nicht viel schauspielern, so hat er auch recht wenig Text. Die Actioneinlagen bringt er gut + glaubhaft rueber und es wirkt nichts zu uebertrieben oder gar laecherlich.
Das Ende, ja das war eben auch leider einer der groeßeren Schwachpunkte. Der Twist war zwar einigermaßen vorhersehbar, aber trotzdem bleibt einfach ein fader Beigeschmack, weil alles irgendwie zu plump daherkommt.
Fuer zwischendurch kann man sich diesen soliden Actionthriller aber ruhig ansehen - natuerlich nicht mit zu hohen Erwartungen, aber die Hauptsache ist eigentlich, dass man Dwayne Johnson mal wieder ordentlich austeilen sieht. 6/10.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Review: Wolke 9 (2008)

Vor einigen Tagen erreichte mich die Anfrage von dot-friends.com, mir die Filme „Wolke 9“ und „Young@Heart“ kostenlos im Kino anzusehen, um darüber eine Rezension zu schreiben und diese dann in meinem Blog zu veröffentlichen. dot-friends arbeitet im Auftrag der Senator Entertainment
Vielen Dank, dass ich an dieser Aktion teilnehmen durfte.


Wolke 9 Plot-Details:
Die fast 70jährige Inge (Ursula Werner) ist seit 30 Jahren mit Werner (Horst Rehberg) verheiratet. Glücklich. Zufrieden. Eingespielt. Sie ist Schneiderin, sie verdient damit noch immer etwas Geld. Und sie lernt damit zufällig Karl (Horst Westphal) kennen, 76 und allein stehend. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Leidenschaft. Geborgenheit. Sex. Damit habe sie nicht mehr gerechnet, sagt sie. Und es solle ein Geheimnis bleiben, rät ihr die Tochter. Doch Inge kann ihrem Mann nicht länger in die Augen schauen, sie muss ihm die Wahrheit sagen.

Regie: Andreas Dresen | Cast: Ursula Werner, Horst Westphal, Horst Rehberg, Steffi Kühnert u.a.

Mit "Wolke 9" geht Regiesseur Andreas Dresen ("Halbe Treppe", "Sommer vorm Balkon") ein brisantes Thema an, fuer Einige wird dies sicherlich auch einige Tabus brechen. Und zwar: Alte Menschen haben Sex. Viele gestehen aelteren Menschen sicherlich nicht einmal mehr eine Sexualität zu - Dresen fuehrt einem hier klar vor Augen das dem nicht so ist.

Man muss sich selbst vorher wirklich auf den Film bzw. das, was man zu sehen bekommt irgendwie einlassen, da es einfach ungewoehnlich ist zu sehen wie zwei alte, faltig-fleckige Koerper sich so "lieben" und es uns so schonungslos praesentiert wird. Respekt gebuehrt dabei den Schauspielern, sich trotz ihres Alters, so huellenlos zu praesentieren. Das kann den Zuschauer zurecht schon einigermaßen verblueffen.
Das ist es jedoch nicht unbedingt, worauf man seinen einzigen Fokus legen sollte, auch wenn verhaeltnismaeßig viele Sexszenen vorhanden sind. Dresen will deutlich machen, dass "die alten Menschen" nur aufgrund ihres Alters kein langweiliges "Restleben" fuehren muessen.  Der Story haetten zu Beginn jedoch sicherlich 2, 3 weniger Sexszenen gut getan, da sich so gewisse Laengen breit machten.
In Wolke 9 haben die Hauptprotagonisten Inge und Karl ihre Lebensenergie wiedergefunden und fuehlen sich glatt 50 Jahre juenger, was einfach eine gewisse Sympathie fuer diese Charaktere mit sich bringen kann. Was den Charakteren leider nicht ganz zu veruebeln ist, ist die Tatsache, dass die (weitesgehend am Set abgemachten) Texte bzw. Dialogstellen des Oefteren sehr holprig daherkommen und dadurch etwas unecht wirken, was aber sicher nicht ueberall der Fall ist.
Wiederum kann Ursula Werner als Inge insofern sehr ueberzeugen, dass sie die Verzweiflung und Ratlosigkeit ausgezeichnet widerspiegeln kann, in die sie geraet, als sie sich Karl immer mehr naehert und oeffnet. Da, sie damit nicht klarkommt und Werner, ihrem Mann, alles gesteht verkommt es zu einer menschlichen Tragödie. Hier ist es nicht, wie in anderen typischen Liebesdramen, eine junge Liebe die eventuell zerstoert wird, sondern eine ganze Lebensgeschichte - 30 Jahre Ehe. Das bringt wesentlich mehr Dramaturgie in den Film als es in einer ueblichen, dramatischen Romanze der Fall waere.
So exzellent Ursula Werner die Rolle der Inge auch darstellt, man wird das Gefuehl nicht los, dass der Film sich zu sehr auf Inge fixiert, was einen faden Beigeschmack mit sich bringt, wo die anderen Schauspieler doch sicherlich auch zu ueberzeugen wissen und mehr haetten zeigen koennen.

So bleibt ein ungewoehnlicher Film zurueck, der einigermaßen erfolgreich versucht sich von ueblichen Filmen des Genres abzuheben, was er allein aufgrund des Plots schon schafft. Das Ende scheint jedoch zu typisch und bietet leider zu wenig Inovation um dem Rest des Films gerecht zu werden.

7 von 10 Punkten.

Sonntag, 31. August 2008

Review: The Dark Knight

So, mit etwas Verspaetung hab nun auch ich ein Review zum wohl meistgehypten Film aller Zeiten geschrieben. Besitze zwar nicht den sprachlichen Fachjargon wie Redakteure von filmstarts.de & Co aber was solls.

In der nachfolgenden Kritik sind sicherlich einige leichte Spoiler enthalten, sollte aber nicht sehr dramatisch sein.


Das ist er also, der neue Nolan-Film, der neue Nolan-Batman, der meistgehypte Film diesen Jahres, wenn nicht sogar der letzten 5 Jahre. Der Film bricht scheinbar jeden Tag einen neuen Rekord, ganz davon abgesehen haelt der Film sich selbst auf IMDb wacker auf dem dritten Platz der „besten Filme aller Zeiten“. Ob er dies wirklich verdient hat ist eine andere Frage und bleibt jedem selbst ueberlassen. Bereits bei der Vorpremiere am 20. August konnte ich mir selber ein Bild von dem sogenannten Meisterwerk machen.

Dieser Batman sollte nicht als simple Comic-Verfilmung dargestellt werden, nein ganz und gar nicht. The Dark Knight ist viel mehr als das, der Film ist düster, wie es kein anderer seiner Reihe zuvor je war und bietet unheimlich viel Realismus, was an diversen Verhaltensmustern der Pro- und Antagonisten zu erkennen ist.


Der Joker, gespielt von Heath Ledger (seine vorletzte Rolle), wird so grandios dargestellt, ich moechte schon sagen ich habe nie einen besseren Schurken sehen duerfen. Diese ganzen Feinheiten, das Schmatzen, die Gestik und Mimik – einfach makellos wie er das umsetzt und einbringt. Diese Performance Ledger's schreit wirklich nach einem Oscar, keine frage. Da kann man schon verstehen, dass man von ueberall hoert, es wuerde der zweite posthum vergebene Oscar werden. In Nolan’s Batman wird der Joker jedoch anders dargestellt als er uns zuvor bekannt war. Hier ist er ein anarchistischer Kerl, der keine wirklichen Ziele verfolgt, der einfach nur, ja Alfred hat es noch am besten gesagt:
Manchen Menschen sind logische Motive wie etwa Geld absolut fremd.
Man kann sie weder kaufen, einschüchtern, durch Argumente überzeugen noch mit ihnen verhandeln.
Manche Menschen wollen einfach zusehen, wie die Welt in Flammen aufgeht.

Genauso handelt der Joker, voellig plan- und belanglos. Das führt er selber in einer Szene noch einmal schoen aus (Stichwort: Hund). Die Dialoge des Jokers sind natuerlich auch irrwitzig und es ist teils einfach tiefster, schwarzer Humor was er von sich gibt (daher denke ich auch, dass ich mir den Film definitiv noch mal im O-ton ansehen muss, quasi Pflicht). So viel zum Joker.

Das Alter-Ego unseres Bruce Wayne, Batman, veraendert sich im Gegensatz zu dem in Batman Begins drastisch. Batman faengt an seiner Sache zu zweifeln, macht sich unendlich viele Gedanken darueber ob das, was er tut wirklich das Richtige ist etc. Das rafft ihn langsam, immer mehr dahin, was im ganzen Film gut zu sehen ist. Von Bruce Wayne sieht man diesmal leider weniger als in BB, was aber daran liegt, dass „Begins“ einfach vorbei ist. Hier braucht man die Einleitung nicht mehr, wobei man noch viel vom Bruce Wayne sehen konnte, daher ist das ganze also nur logisch und bringt auch keinen Abbruch mit sich. Das einzige was daran als Negativ-Punkt gesehen werden kann ist, dass
Christian Bale so weniger  schauspielerische Glanzleistungen vorweisen kann.

Die dritte Hauptpersonen ist der Lichtblick Batman’s und zugleich, leider, ein Schwachpunkt des Films. Harvey Dent a.k.a. Two Face gespielt von Aaron Eckhart Unser Hauptprotagonist erkennt in Harvey Dent jemanden, der in der Lage ist die Ziele des Batman’s auf legale Weise zu verfolgen – und das erfolgreich. Die Screentime von Dent ist meiner Meinung nach leider etwas zu hoch, da unser Staatsanwalt meist nur am Labern ist. Nicht dass er wirklich nur Schmand von sich gibt, auf keinen Fall – nur ist es auf Dauer einfach zu viel. Was aber sehr positiv ausfaellt sind die Hinweise in der Rolle des Harvey Dent’s auf den kuenftigen Feind des unseres Helden: Two Face.

Die Entwicklung zum Two Face faellt bedauerlicherweise etwas karg und schwach aus, wobei ihm der Joker quasi einfach etwas zuredet und das angeknackste Gewissen Dent’s ausnutzt. Tada – Two Face ist geboren. Die Handlungen unseres neuen Antagonisten spielen sich dann letztendlich auch eher im Hintergrund ab, so ist man doch noch immer auf den Joker fixiert.

Es ist zwar toll was fuer Nebenhandlungen, und vor allem wie viele Christopher Nolan so geschickt in den Film einbaut, jedoch haette Maggie Gyllenhaal und ihre Geschichte wesentlich besser sein koennen. Wollte man einen besseren Ersatz fuer Katie Holmes finden, weil sie in BB aufgrund mangelnder Persoenlichkeit nicht ueberzeugen konnte, so wird der aktuellen Rachel Dawes zu wenig Spielraum geboten. Miss Gyllenhaal ist zwar nicht die Schoenheit, so ist sie aber eine exzellente Schauspielerin (Schräger als Fiktion) und hat einfach mehr verdient als sie hier nur zeigen darf. Das haette ebenso noch eine Katie Holmes bewaeltigen koennen.

Im Fall Alfred, Lucius Fox und Det. Lt. James Gordon durfte man hier nicht zu viel oder zu wenig Screentime erwarten. Sicherlich koennte man sagen, dass ein Michael Caine und ein Morgan Freeman mehr als solche kleinen Rollen spielen koennen, jedoch was soll man erwarten? In BB gab es auch nicht mehr Szenen mit den Beiden. Genauso passt es, die beiden lockern zwischendurch immer die duestere Atmosphaere mit ihrem Witz und Charme auf.
Was Gary Oldman betrifft, war ich sehr positiv ueberrascht. Dass er viel kann, wissen wir ja, doch hat er in TDK viel mehr Screentime erhalten – gut!
So konnte er auch mal wieder mehr, ueberzeugend, von sich zeigen, haette im Vorgaenger auch gemacht werden sollen.

Ein anderer kleiner Kritikpunkt betrifft die Stadt „Gotham“. In Batman Begins hatte diese doch noch klare Wiedererkennungswerte, beispielsweise der Zug, gebaut von Bruce’s Vater. Dieser wurde in Begins auch nicht vollends zerstoert, eigentlich nur ein sehr kleiner Teil, so haette ich mich doch sehr gefreut den Zug in The Dark Knight wiederzusehen. Das macht den Film sicherlich nicht schlechter, waere einfach nur schoen gewesen etwas (hintergruendig-) altbekanntes zu sehen.

Was die gesamte Action des Films betrifft. Durchwegs klasse. Rasante Verfolgungsjagden, ob zu Fuß oder in LKWs, Explosionen, Schießereinen und toll choreographierte Kaempfe. Top! Die Effekte sind ebenfalls sehr gelungen, was einem viele Szenen verdeutlichen, u.a. das Batmobil und vor allen das Batpod! Der Actiongehalt  des Films ueberwiegt sicher nicht, fuer viele koennte es vermutlich auch mehr sein, aber meiner Meinung nach passt das ganze genau.

Fazit:
Mit The Dark Knight haben wir ein duesteres, atmosphaerisch-starkes und realistisches Werk beschert bekommen. Leider kein Meisterwerk, aufgrund weniger Kritikpunkte, die aber locker verschmerzt werden koennen, was bei einem derart gewaltigen Hype aber voellig normal scheint. TDK ist wohl die bisher mit Abstand beste Comic-Verfilmung (mit Sin City) die wir bis dato erleben durften. Perfekt gespielt und inszeniert. Wir duerfen jetzt auf einen dritten Teil hoffen, der hoffentlich einen gleichwertigen Schurken parat haelt und die Trilogie somit wuerdig abschließt (Bestaetigt wurde er ja schon).




Donnerstag, 21. August 2008

Kinobesuch - Vorpremiere

Gestern 20 Uhr.  4 Freunde.  Ein Kino.  Ein Film.


The Dark Knight


Kritik folgt