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Montag, 19. Dezember 2011

Trailer: THE DARK KNIGHT RISES (HD)



Koennte verdammt genial werden, auch wenn dieser Trailer mir jetzt immer noch mehr wie ein Teaser vorkommt. ;)

Sonntag, 4. Dezember 2011

Steve Buscemi als "Commissioner Gordon" in Batman

Steve Buscemi war gestern der Host von Saturday Night Live, wo er u.a. in einem Skit "Gordon" aus dem aktuellen Batman Franchise spielt. Sehr zu seinem Leidwesen wird er dabei immer wieder von Batman ueberrascht. Ich hab mich vor lauter Lachen gar nicht mehr einkriegen koennen!

Hier der Clip:


Samstag, 26. November 2011

Review: The Machinist (2004)




Plot:
Der seit einem Jahr an akuter Schlaflosigkeit leidende, abgemagerte Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) führt ein trostloses Dasein. Die einzigen Freuden in seinem tristen Leben sind die Besuche bei der Prostituierten Stevie (Jennifer Jason Leigh) und regelmäßige Gespräche mit der Kellnerin Marie (Aitana Sánchez-Gijón). Als Trevor eines Tages von einem anderen Arbeiter abgelenkt wird, verursacht er einen Arbeitsunfall, bei dem sein Kollege Miller (Michael Ironside) einen Arm verliert. Wenig später erfährt er, dass der andere Kollege offiziell gar nicht existiert und steht kurz vor der Kündigung. Weitere merkwürdige Ereignisse folgen, die Trevor immer tiefer in einen Sumpf der Paranoia und Selbstzerstörung abgleiten lassen...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler enthalten]

Was laesst sich noch zu The Machinist sagen? Den Film sollte mittlerweile fast jeder kennen, der sich einigermaßen regelmaeßig (die richtigen) Filme anschaut. Regisseur Brad Anderson hat hier etwas wirklich geniales vollbracht. Er schuf einen Film mit Noir-Anleihen, vielen Suspense-Elementen und einer Story, die den Zuschauer mehr als klar auffordert mitzudenken. Der Film hat noch eine lange Nachwirkzeit und viele Dinge fallen einem erst retrospektiv auf, sodass der Film mehr als nur einmal zur Neusichtung einlaedt, was immer ein sehr gutes Zeichen ist.

Trevor Reznik (Christian Bale)

Man koennte meinen der Film wuerde von seiner (genialen) Aufloesung leben, was eine Neusichtung quasi bedeutngslos machen wuerde. Dem kann ich absolut nicht zustimmen, denn wenn man sich den Film nochmals ansieht, wird man feststellen, wie viele Hinweise waehrend des Films gestreut werden, die auf den Konflikt des Protagonisten Trevor Reznik, hervorragend gespielt von Christian Bale, oder auch andeutungsweise auf das Finale hinweisen. Selbst bei einer Dritt-Sichtung fielen mir noch reichlich neue Verweise / Anhaltspunkte ins Auge, die den Plot auf gewisse Weise antreiben koennen. Das wiederum macht einen deutlichen Reiz aus, all diese Ver- bzw Hinweise entdecken zu wollen.

Ohne das geniale Drehbuch von Scott Kosar und die einwandfreie Regie von Anderson wuerde das alles aber gar nicht funktionieren. Ab der ersten Minute wird bereits die Spannungsschraube angezogen und waehrend des Filmverlaufs geschieht dies immer kontinuierlicher und staerker. Gepaart mit den staendig neuen aufkommenden Raetseln und Mysterien, neue sich auftuende Abgruende wird der Zuschauer von dem Film aufgesogen bzw. sprichwoertlich in einen Abgrund aus Paranoia,
Tristesse und staendiger Bedrohung gestoßen, was die Atmosphaere permanent auf dem Maximum-Level wandeln laesst - ganz groß!
Der Thriller beinhaltet zusaetzlich eindeutige Elemente des Film Noir und kann daher als Neo Noir bezeichnet werden. Zurueckzufuehren ist dies auf die kalte Farbgebung, die sich durch den Film zieht und ihn beinahe wie einen Schwarz-Weiß-Film erscheinen laesst, waere da nicht das feuerrote Gefaehrt Ivans, [SPOILER VORAUS] was den direkten Blick in Trevors Vergangenheit darstellt - eine vermeintlich bessere Zeit. [SPOILER ENDE]

 
Der Soundtrack von Roque Baños weiß die negative Stimmung mehr als passend zu untermahlen. Dieser orientiert sich zudem an einem ganz besonderen Werk - an Bernard Herrmann's Soundtrack zu Hitchcock's "Vertigo". Dazu gesellen sich einige klangvolle Melodien, die man mit alten Horrorfilmen der 50er-Jahre verbinden kann. Besonders das stets wiederkehrende Thema Trevors zieht einen in seinen Bann. Wahrlich ein Genuss sondergleichen!

Christian Bale. Der gute Christian Bale. Ist er fuer die einen der Kerl mit nur einem Gesichtsausdruck, so ist er gleichzeitig fuer die anderen einer der Hoffnungstraeger des guten Schauspiels, weiß er doch sowohl durch sein Mimik-Spiel zu ueberzeugen, als auch durch seine physischen Leistungen. Ich zaehle mich selbst zu den Bevorfuerwortern Bales. 

Durch Bale kam es vermutlich erst dazu, dass der Begriff "Method-Acting" in aller Munde war. Fuer "The Machinist" hungerte er sich auf ca. 52kg runter - bei einer Koerpergroeße von 1,83m. Das sieht genauso schlimm aus wie es klingt. Die Haut scheint nur noch ein duennes Netz zu sein, sodass man die einzelnen Knochen bereits zaehlen koennte. Hier schießen einem automatisch Bilder von Konzentrationslagern durch den Kopf.

Trevor (Christian Bale) und Stevie (Jennifer Jason Leigh)

Dass allein macht natuerlich nicht die gesamte Leistung von Bale aus, so weiß er doch immer die Verzweiflung, Angst und Panik glaubhaft darzustellen. Er macht zudem den gesamten Film ueber einen extrem unheimlichen Eindruck, dem man sich so nicht entziehen kann. 
Sein Charakter macht in dem Film eine Entwicklung durch, bei dem seine Welt durch eine Reihe von Ereignissen erschuettert wird und er sich mit seiner bisher mehr oder minder erfolgreich verdraengten Vergangenheit stellen muss und dabei verschiedene Stadien durchlaeuft. Vor allem das Thema der Bewaeltigung findet hier großen Spielraum. Hinzu kommt die Vereinsamung Trevors, was dem Charakter einen zusaetzlichen Reiz gibt.
Uebrigens: Nicht, dass seine Leistung in "The Fighter" nur ordentlich oder dergleichen waere, hier spielte er auch authentisch und gut, aber fuer die Rolle des Trevor Rezniks haette er meines Erachtens nach eher einen Oscar verdient.


Die Komponente dem Zuschauer stets falsche Faehrten zu legen und in neue Veriwrrspiele zu locken mag nur beim ersten Mal zu funktionieren, dafuer aber auch außerordentlich gut, sodass viele bereits von einem "Mindfuck" sprechen, wozu auch Filme wie "Memento", "Fight Club" oder einige Werke von David Lynch zaehlen duerften.
Wie bereits erwaehnt, erschließt sich nach der Sichtung jedoch die neue Komponente bzgl. ders Entdeckens von kleinen Hinweisen. Mal sind sie eindeutig dargestellt, mal sind es einfach bestimmte Bilder bzw. Einstellungen, die sich auf bestimmte Weisen interpretieren lassen.


Fazit:
Was bleibt ist ein abstruses, duersteres Verwirrspiel, dass es gilt zu loesen - ein Mix aus Psychodrama, Thriller und einer leichten Prise Horror. Brad Anderson hat mit "The Machinist" einen zutiefst atmosphaerischen Noir-Thriller abgeliefert, der mit einer grandiosen Story ueberzeugen kann und dabei viel Wert auf den Hauptdarsteller legt. Ein Film, der seine Zuschauer gut 95 Minuten vollkommen in seinen Bann zieht und auch nach dem Abspann noch nicht loslaesst. Das Potenzial zu einem Lieblingsfilm ist auf jedenfall gegeben. 9.5/10


Zur Blu-Ray Veröffentlichung von 3L-HomeVideo: 
Amaray mit Wendecover

Bild: Sehr gutes Gesamtniveau was die Bildqualitaet betrifft. Durchweg eine gute Schaerfe, manchmal ein bisschen FIlmkorn, was aber nicht großartig stoert. Schwarzwert ist einwandfrei. Format: 2,35:1 (1080p). 8/10

Ton: Deutsch und Englisch in DTS-HD MA 5.1 - Im Prinzip einwandfrei. Genrebedingt ist hier kein Optimum zu erwarten. Der Soundtrack kommt sehr gut rueber und akkustisch ist auch alles 1A zu verstehen. 8/10

Extras: Nur eine Trailershow, was besonders schade ist, da es bereits auf einer aelteren DVD-VÖ reichlich Specials gab. 1/10


An dieser Stelle herzlichen Dank an 3L-HomeVideo fuer das Rezensionsexemplar!

"The Machinist" jetzt auf DVD oder Blu-Ray bei amazon.de kaufen! 



Bilder:
Eigene Screenshots


Freitag, 22. Oktober 2010

Review: Rescue Dawn (2007)


Werner Herzog
nimmt sich mit seinem Abenteuer-Kriegsdrama „Rescue Dawn“ bereits ein zweites Mal die wahre Geschichte von Dieter Dengler, einem deutsch-stämmigen Amerikaner, an. Zuvor hatte er im Jahr 1997 die äußerst interessante Dokumentation „Little Dieter needs to fly“ (oder: „Flucht aus Laos“) realisiert.

Plot:
Der Deutsch-Amerikanische Pilot Dieter Dengler (Christian Bale) stürzt 1965 über Laos ab. Er überlebt zwar unverletzt, gerät jedoch bald in Kriegsgefangenschaft. Gequält von unmenschlichen Lebensbedingungen, plant er zusammen mit den übrigen Inhaftierten eine Flucht. Als diese schließlich gelingt, muss er feststellen, dass der Dschungel das eigentliche Gefängnis ist. Hungernd und entkräftet kämpft er mit einem der Anderen ums Überleben...


Wenn man sich bisherige Werke vom deutschen Ausnahmeregisseur ansieht könnte man vermuten „Rescue Dawn“ sei ein Film, der etwas mehr auf die breite Masse zugeschnitten ist – das mag auf den ersten Blick stimmen, aber so findet man doch reichlich Herzogsche Gewohnheiten wieder, wie beispielsweise der allgemeine Hang zum Extremen oder die unglaublichen Naturaufnahmen, die schlichtweg perfekt eingefangen wurden.

Christian Bale gibt in diesem Film wirklich eine klasse Performance ab, nicht bloß weil er, wie schon des öfteren körperlich, sehr weit geht und seine Grenzen auslotet um eine gute und authentische Darbietung abliefern zu können, sondern auch schauspielerisch. Meiner Meinung nach stellt dies eine seiner bisher besten Leistungen dar. Weiterhin ist anzumerken, dass er in diversen Szenen, in denen er widerwärtiges Krabelzeug und Ähnliches vertilgen musste, nicht allein dastand. Ein interessanter Fakt diesbezüglich ist der, dass Werner Herzog der Ansicht war, zumindest teilweise das gleiche Leid teilen zu müssen wie sein Hauptdarsteller - so hat er es sich bei den ganzen Leckereien, die Bale verdrücken musste, nicht nehmen lassen kurzerhand mit zu speisen. Er wollte damit suggerieren, dass er nicht einfach der Regisseur sein wollte, der solche abnormen Dinge fordert, aber selbst nur der Befehlende ist.

Die Nebendarsteller können hingegen auch sehr überzeugen. So stellt Jeremy Davies den fast immer neben sich bstehenden, verzweifelten und psychisch kaputten Gefangenen ausgezeichnet dar, was man ihm ebenfalls körperlich stark ansieht – er macht hier zumindest einen noch abgemagerten Eindruck als Christian Bale in „The Machinist“. Weiterhin wird von ihm die Verzweiflung und das Resignieren im Film verkörpert, so hat er nie das richtige Vertrauen und bemängelt immer diverse Aktionen. Von Bale wird hier das Gegenteil rübergebracht – die nie endende Hoffnung auf Flucht und Rettung bzw. der menschliche Überlebenswille in Extremsituationen. Steve Zahn reiht sich perfekt in das Trio ein und hinterlässt ebenfalls einen überraschend guten Eindruck. Der Rest des Casts macht seine Sache auch durchweg gut, muss aber nicht zwingend noch detailiertere Erwähnung finden.

Storytechnisch gesehen kann der Film auch komplett überzeugen. Alles wirkt, nicht nur durch die guten Darsteller, sehr authentisch. So weißt der Film keinerlei Längen auf und die Spannung bleibt einem stetig erhalten. Besonders im letzten Drittel fiebert man wirklich mit den zwei Hauptcharakteren mit.
Der Score steuert in diesem Fall einen nicht unwesentlichen Teil bei, so unterstreicht er in gewissen Momenten die aussichtslose Situation immens, wodurch noch mehr Atmosphäre aufkommt.
Gegen Ende kann man dem Film etwas an Pathos nicht wirklich negativ anrechnen, da man eben bedenken sollte, dass es sich immer noch um eine wahre Begebenheit handelt.

Visuell überzeugt der Film durch die Bank dank Herzog's Stammkameramann Peter Zeitlinger. Man kommt in den Genuss von fulminanten Landschaftsaufnahmen (gedreht wurde in Thailand) und der Eindringlichkeit des Dschungels, was für den Zuschauer beim Begleiten der Hauptakteure nur von Vorteil ist. Auf technischer Seite lässt sich erwähnen, dass Herzog bei „Rescue Dawn“ das erste Mal in seiner Karriere CGI-Effekte nutzen musste, weil bestimmte Flugzeuge der Zeit nicht mehr zur Verfügung standen und die letzten in Museen untergebracht waren – das ist aber auch das Einzige, was man im Film an CGI zu sehen bekommt, also nur ein sehr, sehr kleiner Teil.

Alles in allem erhält man hier einen ausgezeichnetes, mitreißendes Kriegsdrama, dass gut in Erinnerung bleiben wird und seinen Platz, trotz des verhältnismäßig geringen Budgets von 10 Million US-Dollar, neben den großen Werken des Genres verdient hat, wenn es auch ein eher "kleinerer" Film ist. 9/10.