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Dienstag, 3. April 2012

TRAILER - Filme, die man nicht auf dem Schirm hatte

Hier mal ein paar Trailer zu einigen potenziellen Geheimtipps, von denen man noch nie etwas hörte, einfach nicht überall liest oder sie schlichtweg übersieht – zu Unrecht.

 

The Aggression Scale – Stephen C. Miller
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Pinke Schrift auf schwarzem Grund? Ne, es geht nicht um “Drive”. Allerdings ist dieser Thriller ebenso an die 80er angelehnt.

 

Cycle – Zoltan Sostai
Ungarn, 2011
IMDb | Moviepilot
Sehr spezieller Science-Fiction Stoff aus Ungarn, der demnächst auch auf dem Sci-Fi-London Festival 2012 läuft.

 

C 299,792 km/s - Derek Van Gorder, Otto Stockmeier
USA (?), 2011
IMDb | Moviepilot | Kickstarter
Der Film ist allein schon durch seine Machart äußerst interessant. Einen Einblick gibt es ebenfalls in folgendem “Trailer”.

 

True Skin - Stephan Zlotescu
USA (?), 2012
IMDb | Moviepilot
Zunächst wird wohl ein 12-minütiger Kurzfilm daraus gemacht, jedoch scheint ein Langfilm geplant zu sein.

 

Funeral Kings - Kevin McManus, Matthew McManus
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Schwarze Komödie um ein paar Jungs, die gern älter wären als sie in Wirklichkeit sind und sich verhalten wie die letzten Bastarde. Also irgendwie ein Mix aus “Superbad” und “Stand by Me”.


 

Beyond the Black Rainbow - Panos Cosmatos
Kanada, 2010
IMDb | Moviepilot
Psycho-Thriller mit Sci-Fi Einlage, der den ein oder anderen Mindfuck zu versprechen scheint.

Dienstag, 28. Februar 2012

Kurzreview: "Redline" (2009)

Regie: Takeshi Koike | Cast bzw. Synchronsprecher: Takuya Kimura (Jaron Löwenberg), Yû Aoi (Antje von der Ahe) u.a.
IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon

Redline Poster

Plot:

Alle fünf Jahre findet das härteste und mörderischste illegale Rennen des Weltalls statt: REDLINE. Nur die verrücktesten und verwegensten Fahrer nehmen an diesem Asphalt-Battle teil, so wie JP – ein „Vollkaskonaut“, ein leichtsinniger Draufgänger, dessen spezialangefertigte „TransAm.“ ihm bei den extremen Geschwindigkeiten immer wieder um die Ohren fliegt. Eine seiner Gegnerinnen ist Sonoshee, ein heißer Feger, entschlossen zu tun was auch immer nötig ist, um beim REDLINE auf dem Siegerpodest zu stehen. Vereint im Finale, Kühler an Kühler gereiht, sitzen die abgefucktesten Fahrer in ihren asphaltschmelzenden Maschinen und warten … und dann geht es los!

 

Filmkritik:

Redline still - JP Dieser Anime (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, schundigen Liveaction-Film aus dem Jahr 2007, der nichts mit diesem Werk zu tun hat) bietet Eyecandy vom feinsten und das auch noch im Cyberpunkt-Bereich! Allein dafür gibt’s schon einen dicken Sympathiebonus.
Was ebenfalls verdammt sympathisch daherkommt, ist die Figurenzeichnung. Nicht nur der Protagonist, J.P., ist unglaublich cool und erinnert zuweilen an Spike Spiegel (vielleicht bloß nicht ganz so abgebrüht) aus der legendären Serie "Cowboy Bebop" von Shinichirō Watanabe, sondern selbst die Nebencharaktere versprühen das gewisse Etwas, weisen gewisse Züge auf, die sich einprägen und verkommen nicht nur zu irgendwelchen Füllfiguren, deren Namen man sich während des Films eh nicht merken kann/will, was leider viel zu oft vorkommt.

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Die Action ist, wie es sich für ein derart überdrehtes Rennspektakel gehört, rasant inszeniert und wenn diese erst mal anfängt, so wird das auch nonstop durchgezogen, sodass man bald von einer unglaublichen Bilderflut überrollt wird. Da macht das Zuschauen wirklich einen riesen Spaß.
Natürlich ist alles unglaublich übertrieben und man reizt hier wirklich so Einiges aus, aber das fällt keinesfalls negativ ins Gewicht, da die Inszenierung ebenso abgefahren daherkommt, auch wenn so manch eingespielter Theme-Song zu gewissen Charakteren etwas sehr beknackt erscheinen mag.

Falls jemandem der Zeichenstil bekannt vorkommt, mag eventuell daran liegen, dass Regisseur Takeshi Koike sich für einen der "Animatrix" Kurzfilme ("World Record") verantwortlich zeichnet, den ihr auch auf YouTube schauen könnt, wenn ihr diesem Link folgt. Als Schreiberling ist zudem noch Katsuhito Ishii involviert, Regisseur der Anime Sequenz aus "Kill Bill Vol. 1" von Quentin Tarantino.
Redline Still

Der ganze Film wirkt wie ein extremer, temporeicher und kurzweiliger Trip, der so wahnsinnig schnell vorbeigeht, dass es fast schon wieder ein bisschen schade ist. In den knapp 100 Minuten hat man dafür einen Heidenspaß, ohne dass auch nur irgendeine Länge aufkommt. Allerdings ist man vom japanischen Animationsstudio Madhouse ("Das Mädchen, das durch die Zeit sprang", "Paprika", "Tokyo Godfathers" uvm) mittlerweile auch einen hohen Qualitätsstandard gewohnt. 
Meiner Ansicht nach hätte der Stoff sicher gut mit einer Serie fortgesetzt werden können. Das Potenzial wäre durchaus vorhanden gewesen. Das soll den Eindruck im Hinblick auf den Film aber keineswegs schmälern, denn es kommt einem Film doch sehr zu gute, wenn man anschließend noch mehr von den Charakteren und der Action sehen will. 8.5/10


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Bilder:
red-line.jp
Eigene Screenshots

Freitag, 17. Februar 2012

Awesome Short Film zum Freitag [07/12]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:



von Matthew Savage aus dem Jahr 2009 | Sprache: Englisch | Laufzeit mit Abspann: 05:34 Min - ohne Abspann: 04:53 Min

Ich muss zugeben, dass dieser Kurzfilm vielleicht nicht unbedingt "awesome" ist, aber die Praemisse weiß so verdammt gut zu ueberzeugen - ich meine Noir-Anleihen gepaart mit Cyberpunk. Erinnert zunaechst ein wenig an den Anime "Cowboy Bebop" von Shinichirō Watanabe. Weiterhin ist das Setting und die Optik auch absolut nicht zu verachten. Lediglich der den Detektiv spielende Schauspieler wirkt nicht ganz passend, aber ansonsten wuerde ich gern etwas Aehnliches mal in Spielfilmform sehen. Zu gern.


Plot:

Die 1930er. Dunkle Gassen. Dampfende Gullis. Detektive. Roboter. Verbrechen.
Joe Digby, von Beruf Detektiv, verfolgt und jagt einen zwielichtigen Roboter, der verdaechtigt wird in einen Mord verwickelt zu sein, durch die Stadt.


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view


Bilder:
traileraddict.com

 

Mittwoch, 1. Februar 2012

Review: Dark Planet - The Inhabited Island (2008) / Rebellion (2009)


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Plot:
2157 auf Saraksh, dem sternenlosen Planeten: die Bewohner leiden unter den verheerenden Folgen eines jahrelang andauernden Atomkriegs. Der Frieden ist alles andere als stabil und fünf unbekannte brutale Herrscher regieren den Planeten. Als der junge Maxim Kammerer das Weltall auf der Suche nach fremden Zivilisationen durchstreift, macht er eine Bruchlandung auf dem von Terror und Krieg zerstörten Saraksh…



Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]

Vorweg: Natuerlich wird hier die Originalfassung, bestehend aus zwei Teilen, bewertet, da die internationale Fassung tatsaechlich von urspruenglich insgesamt 228 Minuten auf mickrige 120 Minuten (!) komprimiert wurde. Differenzieren werde ich jetzt nicht zwischen den beiden Teilen oder den Fassungen.

Maxim bei seiner Lieblingsbeschaeftigung:
Bloed gucken & grinsen

Was fast jeder an diesem Film bemaengelt, ist, voellig zurecht, der Hauptdarsteller. Beinahe dauergrinsend laeuft er von Szene zu Szene.  
Gunnery Sgt. Hartman (R. Lee Ermey) aus "Full Metal Jacket" waere verbluefft, dass es noch schlimmer geht als bei seinem emehaligen Untergebenen Private Paula (Vincent D'Onofrio) - er haette dem jungen Russen ordentlich Beine gemacht und ihm sein Grinsen mit Sicherheit aus seiner Sunnyboy-Visage gewischt...
Ernst nehmen kann man Vasiliy Stepanov, der uebrigens nur mehr oder weniger durch Zufall zur Profession des Schauspielens kam, wirklich zu keinem Zeitpunkt. Damit sollte man sich so schnell wie moeglich abfinden.
Nach gut 15 Minuten Laufzeit hat man den Film schon fast abgehackt, bis die optischen Schauwerte durchkommen und wirklich eine beeindruckende futuristische und gleichermaßen heruntergekommene Stadtmetropole praesentieren. Nicht nur hier bekommt der Zuschauer wunderschoene Aufnahmen serviert, auch gibt es atemberaubende Naturaufnahmen, die einen nicht schlecht staunen lassen. Das Drumherum bzw. das Setting ist also groeßtenteils durchaus als gelungen zu bezeichnen, auch wenn manche Szenerien wiederum zu sehr durch schwaechere CGI-Technik gezeichnet sind (bspw.: Windpark, Luftschiff).


Abseits des talentfreien Hauptprotagonisten sollte man fairerweise erwaehnen, dass der restliche Cast durchaus zu ueberzeugen weiß und seine Momente hat. Großartige Leistungen lassen sich trotzdem keine finden, eher noch gelegentliches Overacting bei dem zweiten Hauptdarsteller, aber naja... wenigstens geht die deutsche Synchronisation in Ordnung, auch wenn staendig, wirklich in jedem dritten Satz, das Wort "Massaraksh!" faellt. Untertitel bzw. eine deutsche Uebersetzung gibt es dafuer offenbar keine.
Nach kurzer Recherche fand ich folgendes heraus: Es handelt sich offenbar um eine Eigenkreation der Autoren der Romanvorlage und es bedeutet in etwa "The World is inside out!". Es kann sowohl positiv als auch negativ konotiert sein. Im Groben also: "F*ck!" oder eben auch "F*ck, yeah!"... glaube ich.

Was die Story und die Erzaehlweise betrifft ist das auch wieder so eine Sache. Das Konzept ist auf jedenfall interessant und bietet sicher so Einiges, aber im Film wird das teilweise durch sehr holprige Dialoge, den schlechten Hauptdarsteller und der teilweise abgehackt wirkenden Erzaehlweise eindeutig geschmaelert.

Ein Beispiel (unwichtiger Spoiler):

Mak Sim, Maksim oder auch Maxim, darf man sich hier aussuchen, kommt in den Knast und unterhaelt sich mit zwei Verbuendeten ueber nichts Besonderes - Szenenwechsel zu irgendeinem Nebenplot - Szenenwechsel zurueck zu unserem Helden. Maxim ist urploetzlich mit seinen zwei Buddys ausgebrochen, wovon vorher nichtmal ansatzweise die Rede war. Verfolgt werden sie auch nicht. Sie kaempfen sich einfach nur ein wenig durch Waelder und Oedland. Wie sie dahin gelangt sind, weiß kein Mensch. Ein Ausbruch oder dergleichen wird auch nicht erwaehnt. Alles klar.
Davon gibt es dann oefter noch einige Momente, die den Zuschauer aehnlich verdutzt zuruecklassen.

Die Action kann dafuer aber zeitweise ganz gut ueberzeugen, wobei die Effekte mal richtig gut sind, dann aber auch mal wieder auf TV-Niveau, was doch recht schade ist, da man ja auch sieht, dass es besser geht. Vielleicht hat das Budget nicht ganz gereicht. Too bad. Abwechslung ist allerdings reichlich geboten. Action im Outback, in Waeldern oder auch in der Stadt gestalten das Ganze noch ganz interessant.


Das ist auch der Grund, weshalb trotz der ganzen Kritik, tatsaechlich keine Langeweile aufkam. Man kann sich diesen "huebschen Trash" ganz gut anschauen, obwohl die Laufzeit mit fast vier Stunden natuerlich enorm ist, wobei gerade im letzten Akt schon einige Subplots angerissen werden, dann aber irgendwie einfach links liegen gelassen werden. Kommt einem auch irgendwie spanisch vor.
Das Ende laesst einen ziemlich kalt, da nuetzt auch der letzte Twist nichts mehr, was aber am bereits angesprochenen Problem des Hauptakteurs liegt und man somit nicht ausreichend mitfiebert.

Was bleibt ist ein Film mit wirklich netten Aufnahmen, einer schicken Zukunftsmetropole und teilweise guten Effekten, aber eben auch viele Plotholes, daemliche Dialoge und einem hassenswerten Hauptdarsteller, der zudem noch aussieht wie ein Moechtegern-Anakin Skywalker. Auch wenn man sich jetzt sicher eine niedrigere Wertung vorgestellt haette: Mit viel gutem Willen noch 4.5/10.



Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Capelight:

Der Film kommt in einem aeußerlich sehr stabilen Jumbo-Steelbook (ohne FSK-Logo) daher, welches optisch auch einen netten Eindruck macht. Die innere Verarbeitung laesst leider etwas zu wuenschen uebrig. Alles etwas wackelig, nur aus billigem Plastik und keinerlei Artwork / Inlay oder dergleichen.

Bild: Meine Guete, hier hat Capelight aber was abgeliefert! Im positiven Sinne natuerlich. Bis auf verinzeltes Rauschen in den ersten Minuten ist das Bild nahezu tadellos. Eine klasse Schaerfe, die man sich bei einigen anderen Filmen nur wuenschen kann. 9.5/10

Ton: Auch hier ueberzeugt die Blu-Ray auf ganzer Linie und braucht sich keinesfalls verstecken. Der DTS-HD 7.1 Master reizt das System voll aus und es kommt ein tolles Raumgefuehl in passenden Szenen auf. Sprachen: Deutsch und Russisch, wobei letztere Spur nur im DTS-HD 5.1 Master vorhanden ist. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. 9/10

Extras: Es ist eine Bonus-DVD vorhanden, auf der sich eine Dokumentation ueber den Film befindet. Mit einer Laufzeit von ca. 47 Minuten wird nochmal ein ausfuehrlicher Einblick in die Dreharbeiten geboten. Zwischendurch werden immer wieder Darsteller und Crew interviewt. Wer also Interesse daran hat, so ist die Doku sicher einen Blick wert. 7/10




Bilder:
Eigene Screenshots

Freitag, 18. November 2011

Awesome Short Film zum Freitag [04/11]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:


"ROSA"
von Jesús Orellana aus dem Jahr 2011 | Sprache: - | Laufzeit mit Abspann: 9:50 Min - ohne Abspann: 9:34 Min

Heute ein ganz frischer Film. Eigentlich haette ich letzten Freitag schon darueber berichtet, hatte aber vollkommen vergessen, dass der Film genau an dem Tag, am 11.11.'11, erschienen war - so sparte ich ihn dann aber doch fuer diese naechste Ausgabe auf.

Von Tausenden Menschen weltweit wurde dieser Kurzfilm sehnlichst erwartet, so versprachen die Vorab-Screens und Teaser ein, zumindest visuell, großartiges Erlebnis. Der Film lief bereits auf vielen Festivals und dort konnte der spanische Regisseur auch Leute aus Hollywood beeindrucken. Was das zu bedeuten hat? Dass Jesús Orellana bereits an einem Full-Length-Film arbeitet. Awesome!
Cyberpunk, Science-Fiction, Post-Apocalypse - klingt klasse und ist sowieso immer ein gutes Setting. Von solchem Material kann ich sowieso nie genug bekommen. Es werden auch nicht undeutlich optische Parallelen zu "Ghost in the Shell" deutlich. Die Optik weiß hier aber wirklich zu ueberzeugen. Wiedermal ein Paradebeispiel, was man mit viel Engagement und Enthusiasmus alles erreichen kann, denn von solchen Animationen koennen sich so einige Filme bzw deren Macher, die eine zweifelhafte Popularitaet genießen, noch so Einiges abgucken.
Ich hab mich praechtig amuesiert und wollte nach den zehn Minuten eigentlich nur noch mehr sehen. Umso besser, dass man sich auf einen Langfilm freuen kann.

Rating: 9/10


    Impressionen:
Plot:
In einer nahen Zukunftsvision ist die Menschheit vollkommen vom Planeten verschwunden. Was bleibt sind die Zeitzeugnisse einer scheinbar nicht mehr existenten Zivilisation. Eines Tages erwacht ROSA, eine intelligente Roboter-Dame aus dem sog. KERNEL Projekt. Ihre Aufgabe ist es mit Hilfe von Proben längst ausgestorbener Pflanzen das Ökosystem wieder aufzubauen und zu stabilisieren - ein letzter Versuch der Menschheit das Leben auf dem Planeten Erde zu erhalten. Während ROSA durch die Ruinen einer Stadt wandert, muss sie feststellen, dass sie nicht der einzige Roboter ist, der erweckt wurde und muss um ihr Überleben kämpfen.


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view



Film-Homepage: rosamovie.com
Facebook-Page: facebook.com/rosashortfilm


Bilder: