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Freitag, 6. April 2012

Awesome Short Film zum Freitag [13/12]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:



von Adrián Cardona, Rafa Dengrá und David Muñozaus dem Jahr 2010 | Sprache: Spanisch (mit engl. UT) | Laufzeit mit Abspann: 15:00 Min - ohne Abspann: 13:20 Min

Viele werden diesen total abgedrehten Splatterkurzfilm bereits kennen, besticht er doch durch die wahnsinnige Brutalität und dem ordentlichen Trashfaktor, was das Ganze so unterhaltsam macht. Für Zartbesaitete ist das wirklich Nichts. Viel mehr muss man dazu auch nicht sagen. Ach, beim Abspann nicht gleich wegschalten - ist in Hangover-Manier gehalten.


Plot:
Mr. Olivares ist schon wieder fast gesund, aber jetzt braucht er noch einen Urlaub für das letzte Quäntchen Erholung.


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view



Dienstag, 3. April 2012

TRAILER - Filme, die man nicht auf dem Schirm hatte

Hier mal ein paar Trailer zu einigen potenziellen Geheimtipps, von denen man noch nie etwas hörte, einfach nicht überall liest oder sie schlichtweg übersieht – zu Unrecht.

 

The Aggression Scale – Stephen C. Miller
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Pinke Schrift auf schwarzem Grund? Ne, es geht nicht um “Drive”. Allerdings ist dieser Thriller ebenso an die 80er angelehnt.

 

Cycle – Zoltan Sostai
Ungarn, 2011
IMDb | Moviepilot
Sehr spezieller Science-Fiction Stoff aus Ungarn, der demnächst auch auf dem Sci-Fi-London Festival 2012 läuft.

 

C 299,792 km/s - Derek Van Gorder, Otto Stockmeier
USA (?), 2011
IMDb | Moviepilot | Kickstarter
Der Film ist allein schon durch seine Machart äußerst interessant. Einen Einblick gibt es ebenfalls in folgendem “Trailer”.

 

True Skin - Stephan Zlotescu
USA (?), 2012
IMDb | Moviepilot
Zunächst wird wohl ein 12-minütiger Kurzfilm daraus gemacht, jedoch scheint ein Langfilm geplant zu sein.

 

Funeral Kings - Kevin McManus, Matthew McManus
USA, 2012
IMDb | Moviepilot
Schwarze Komödie um ein paar Jungs, die gern älter wären als sie in Wirklichkeit sind und sich verhalten wie die letzten Bastarde. Also irgendwie ein Mix aus “Superbad” und “Stand by Me”.


 

Beyond the Black Rainbow - Panos Cosmatos
Kanada, 2010
IMDb | Moviepilot
Psycho-Thriller mit Sci-Fi Einlage, der den ein oder anderen Mindfuck zu versprechen scheint.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Film- / Serienreview: "Sherlock - Eine Legende kehrt zurück" Staffel 1

Creator(s): Mark Gatiss, Steven Moffat | Cast: Benedict Cumberbatch, Martin Freeman
IMDb | OFDb | Moviepilot | Amazon

Sherlock staffel 1 poster blu-ray front cover

 

 Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) meldet sich zurück und ist jünger und energetischer denn je! In der ebenso originellen wie spannenden Neuauflage des klassischen Stoffes nach Sir Arthur Conan Doyle begibt sich Holmes mit Smartphone und Notebook bewaffnet auf große Verbrecherjagd im London des 21. Jahrhunderts. Unterstützung erfährt er in Dr. John H. Watson (Martin Freeman, „Hot Fuzz“), einem posttraumatisierten Kriegsveteranen, der Holmes bei dessen Ermittlungen nicht von der Seite weicht.

 

Mit der britischen Serie “Sherlock” hat man mit etwas Altem mal etwas angenehm Frisches geschaffen. Der weltbekannte Detektiv und sein Kollege Watson machen eine Zeitreise ins 21. Jahrhundert – dabei werden viele bekannte Gepflogenheiten, die man von den Charakteren bereits kennt, ebenfalls ins Hier und Jetzt transportiert. Sherlock Holmes raucht keine Pfeife, er benutzt Nikotinpflaster. Watson schreibt statt eines Tagebuchs einen Blog. Das kommt schon ganz amüsant rüber, wenn man das so sieht.

Den von Robert Downey Jr. verkörperten Sherlock kann Benedict Cumberbatch (“Dame König As Spion”, “Gefährten”) mit seiner Leistung in der Serie locker in die Tasche stecken. Er ist sarkastischer, scharfsinniger, witziger, ohne ins Alberne abzudriften und hält sich, trotz des Zeitsprungs, näher an Arthur Conan Doyle’s ursprünglichem Holmes. Die Analysen des Meisters suchen seinesgleichen und begeistern jedes Mal wieder aufs Neue und lassen den Zuschauer oft vor lauter Staunen letztlich nur noch mit einem Schmunzeln zurück.

sherlock und watson - serie
So, wie man die Rolle in der Serie zu sehen bekommt, kann man dazu neigen einen Vergleich zu Hugh Laurie’s Dr. House zu ziehen, was nicht völlig abwegig ist, so haben beide einen ausgeprägten Hang zum Sarkasmus, halten sich für äußerst intelligent (was, ja nicht abwegig ist) und werden von dem Zwang verfolgt alles und jeden zu analysieren und sämtliche Fälle, mit denen sie in Kontakt treten zu lösen. Anders als der verbitterte Arzt, ist der Meisterdetektiv hier hingegen kein Mensch, der alles und jeden hasst oder zumindest so tut als ob. 

Martin Freeman, der angehende Bilbo Beutlin (“Der Hobbit”), spielt Dr. Watson, den ewigen Kumpanen Sherlocks. Man tat gut daran, John Watson eine gebührende Einleitung zu geben und dort anzusetzen, wo Sherlock und Watson noch keine Partner sind, sondern sich erst noch kennenlernen. Watson ist zwar Arzt, jedoch ein Kriegsarzt, der traumatisiert aus Afghanistan zurückkehrt und an seinen traumatischen Erlebnissen zu nagen hat.
Jedoch bleibt dafür nicht allzu viel Zeit, nachdem er Sherlock Holmes kennengelernt hat und erkennt, dass er eben genau diesen aufregenden und gefährlichen Teil seines Lebens zu vermissen scheint. Die Freundschaft der beiden wird von einigen Running-Gags dominiert und man entwickelt ungemeine Sympathien für die beiden Freunde. Dr. John Watson stellt dabei den Identifikationscharakter dar, wesentlich geerdeter als sein Partner, während dieser den Begeisternden Part vollkommen einnimmt. Hier wird sich nicht großartig in den Vordergrund gespielt, wobei die Titelrolle natürlich ein klein wenig mehr Platz einnimmt. Mit einem geschätzten 55:45 Verhältnis ist das allerdings als relativ ausgewogen zu betrachten.

sherlock ermittlungen echtzeitDie Inszenierung geht zuweilen locker über das typische Serienniveau hinaus und könnte auch als Filmproduktion durchgehen. Ebenfalls wartet die Serie mit dem ein oder anderen weiteren originellen Kniff auf. Man sieht beispielsweise häufig “Live-Texteinblendungen”, um dem Zuschauer zu zeigen, was jemand beispielsweise gerade mit seinem Smartphone macht oder eben auch die über den Bildschirm wuselnden Gedankengänge Holmes’. Das ist insofern als positiv zu werten, da man als Außenstehender dadurch besser mit in die Handlung einbezogen wird und anfängt mitzurätseln, da Holmes oft nicht gleich seine längst gezogenen Schlüsse preisgibt. Die Spannung bleibt somit oft bis zum Schluss erhalten, auch wenn man vielleicht schon Teilschlüsse ziehen konnte, so wartet nicht selten immer noch eine Überraschung auf den Zuschauer.

Es ist unglaublich wie schnell man sich daran gewöhnt, dass das Geschehen im heutigen Zeitgeschehen - mit Computern, dem Internet, Smartphones uvm - stattfindet. Bereits ab dem zweiten Film bzw. der zweiten Episode oder viel mehr spätestens dann erachtet man dies für selbstverständlich, was wohl auf die hervorragenden Drehbuchautoren, die erstklassige Inszenierung, die beiden wunderbaren Hauptdarsteller und ihre durchweg guten Nebendarsteller zurückzuführen ist. Der Transfer ist gelungen, die Zeitreise ist geglückt. “Sherlock” ist ein voller Erfolg – bitte noch viel mehr davon!

 

Episoden im Überblick:

Ein Fall von Pink (OT: A Study in Pink), Regie: Paul McGuigan8/10

Der blinde Banker (OT: The Blind Banker), Regie: Euros Lyn8/10

Das Große Spiel (OT: The Great Game), Regie: Paul McGuigan9/10

 

Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Polyband:

Die Blu-Ray kommt als Amaray verpackt in einem Pappschuber daher – leider beides mit einem dicken, nicht ablösbaren Flatschen behaftet.

Bild: Was die optischen Werte betrifft, so weiß das Bild durch eine überaus gute Schärfe und Kantenzeichnung zu punkten. Der Schwarzwert ist ebenfalls sehr gut, während die Farben etwas schwächer wirken, kraftlos. Dies scheint allerdings durchaus gewollt zu sein. Ansonsten tritt in manchen dunkleren Szenen gelegentlich etwas Filmkorn auf und gelegentlich macht sich eine gewisse Weichzeichnung breit, wobei ich nicht sagen kann ob das gewollt ist oder nicht. Serientypisch kommt das Format im Vollbild daher (1,78:1). 8/10

Ton: Vorhanden ist die englische Originaltonspur und die deutsche Synchronfassung – beides in DTS HD 5.1. Erquickenden Surroundsound braucht man hier nicht erwarten, da es sich eben um eine Serie handelt und dies meist der Fall ist. Sprachwiedergabe, Musik und sonstige Geräuschkulissen sind gut verständlich und klingen ordentlich. 7/10

Extras: Neben dem ausführlichen Booklet findet sich auf den Discs der ursprüngliche Pilotfilm der Serie, der knapp eine Stunde Laufzeit beträgt, jedoch nur im Originalton vorhanden ist. Weiterhin gibt es zwei Audiokommentare und ein Making-Of (30 min), welches leider ebenfalls nur auf Englisch vorliegt. 7/10

 

"Sherlock - Staffel 1" jetzt bei amazon.de auf Blu-Ray oder DVD kaufen.

Bilder:
polyband.de
f.a.z. fernsehblog

Samstag, 28. Januar 2012

Review: Attack the Block (2011)

ImageBanana - retroposterattacktheblock.jpg

Plot:
Auf dem Nachhauseweg wird die angehende Krankenschwester Sam in einem Viertel in Süd-London mitten auf einer einsamen Straße von einer Gang maskierter Jugendlicher umstellt. Gewalt liegt in der Luft - und explodiert doch ganz anders als erwartet: Ein Meteorit schlägt direkt neben den Kids in einem Auto ein. Während Sam fliehen kann, wird die völlig überraschte Gang von einem blutrünstigen Alien attackiert. Mit vereinten Kräften können die Kids zurückschlagen und den außerirdischen Angreifer zur Strecke bringen. Doch zum Triumphieren bleibt keine Zeit, denn ein regelrechter Meteoritenhagel über London kündigt an, dass die Invasion jetzt erst richtig beginnt ...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler beinhalten]

Joe Cornish - Den Mann kannte man vor "Attack the Block" nicht wirklich. Als Zombie wurde er mal vor acht Jahren in "Shaun of the Dead" erschossen und in "Hot Fuzz" hatte er eine kleine Nebenrolle inne. Vielleicht sieht man ihn auch noch im letzten Teil der sogenannten "Blood & Ice Cram Trilogy". Vorher gibts aber seinen ersten Spielfilm, der eine aehnliche Gangart wie die beiden zuvor genannten Filme pflegt. 
Man sollte aber vorsichtig sein, denn die Qualitaet der Filme von Edgar Wright erreicht Cornish nur sehr selten, was den Eindruck aber nicht sonderlich schmaelern soll, denn wenn man die Erwartungen schlichtweg ein wenig zurueckschraubt, unterhaelt "Attack the Block" immer noch sehr.

Was bei einer britischen Komoedie, wie dieser oft besonders wichtig ist, ist der Original-Ton. Die deutschen Sprecher an sich sind in Ordnung, aber der Ghetto-Slang wirkt gelegentlich zu kuenstlich und man merkt, dass die Witze auf Englisch besser rueberkommen wuerden, weshalb man auch unbedingt auf die englische Fassung zurueckgreifen sollte - deutsche Untertitel sind bei den Heimkino-Veroeffentlichungen jedenfalls dabei.

Dass der Film mit einem ca. 13 Millionen US-Dollar verhaeltnismaeßig gering dotiertem Budget aufwartet, faellt nur selten auf, denn die optischen Schauwerte wissen durchaus zu ueberzeugen. Die haarigen Aliens, im Film auch bezeichnet als "Wolf-Gorilla-Motherfucker-Aliens", bieten natuerlich nicht gerade die gleiche Faszination wie ein "Predator" oder eben ein "Alien" aus der gleichnamigen Filmreihe, auch wenn sich hier eine kleine Huldigung findet, aber man gewoehnt sich an die Biester mit ihren leuchtenden Beißern, wenngleich etwas Abwechslung nicht geschadet haette. Zumindest sorgen diese des Oefteren fuer den ein oder anderen Moment, indem auch mal Gore zum Einsatz kommt und etwas Blut spritzt, wovon es aber noch mehr haette geben koennen. Hier war man nicht konsequent genug.

Die fast allesamt jugendlichen Darsteller machen zusammen einen soliden Eindruck, sorgen hier und da fuer ein paar Lacher und man fiebert in Actionsequenzen mit ihnen mit, wird aber auch nicht sonderlich mitgerissen, wenn es mal einen erwischt - es ist einem egal. Daneben hat Nick Frost ("Shaun of the Dead", "Paul - Ein Alien auf der Flucht", "Hot Fuzz") eine Nebenrolle als dauerbreiter Kiffer, der, wie gewohnt, durch seine lockere Art einen großen Anteil an Sympathie einheimsen kann. Er sorgt ebenfalls fuer einige amuesante Einlagen, die es von den anderen Akteuren auch ruhig oefter geben koennte. Der Humor bleibt an manchen Punkten etwas auf der Strecke, was etwas schade ist, da man im Voraus einen Film erwartet, der in den gleichen Gefilden unterwegs ist, wie die bereits eingangs erwaehnten beiden Hochkaraeter und somit durch mehr schwarzen Humor punktet.
Dafuer geht es jedoch immer zur Sache und der Film legt ein unglaubliches Tempo an den Tag, sodass die Laufzeit von nichteinmal 90 Minuten wie im Flug vergeht. Verfolgungsjagden, Schießereien und Kaempfe auf engstem Raum lassen dem Zuschauer keine Zeit zum Luftholen und machen einfach irre viel Spaß. 
Gluecklicherweise wurde kein romantischer Subplot oder dergleichen eingebaut, der den Film nur unnoetig ausbremsen wuerde. Man hat sich hier einfach auf das Wesentliche konzentriert: in kurzer Zeit moeglichst viel Spaß haben. 
Dass es sich bei den Jugendlichen eigentlich um Kriminelle aus dem Ghetto handelt wird nicht weiter thematisiert - auch nicht, dass diese letztendlich zu Helden werden. Wieso sollte man auch diesen spaßigen Ritt mit Sozialkritik verderben? Es handelt sich schließlich nicht um einen anspruchsvollen Film, der eine besondere Botschaft vermitteln moechte - da kann man sich vielleicht lieber "Harry Brown" mit Michael Caine anschauen.


"Attack the Block" ist neben anderen Filmen, die in letzter Zeit fremde Spezies auf den Planeten Erde losließen, etwa "Cowboys & Aliens" oder "Battle Los Angeles" eindeutig die beste Wahl. Da konnte das hohe Budget der Hollywood-Produktionen und die Starpower auch nicht ueber diesen Fakt hinwegtaeuschen. Joe Cornish ist somit ein extrem kurzweiliger, sehr spaßiger Film gelungen, der in einer geselligen Runde, wo das Bier nicht fehlen sollte, ordentlich Laune macht! 7/10



Zur Blu-Ray Veroeffentlichung von Capelight:
Amaray mit Wendecover

Bild: Fast durchweg ein sehr gutes und scharfes Bild. Der Schwarzwert ist ebenfalls die meiste Zeit ueber sehr gut, nur manchmal etwas blass und ein wenig zu hell. Gelgentlich nimmt die Schaerfe kurz etwas ab, sodass nicht durchweg HD-Feeling garantiert ist, aber im Großen und Ganzen geht das Bild mehr als in Ordnung. Format: 2,35:1 / 1080p. 8/10

Ton: Ton liegt sowohl im englischen (DTS-HD Master 5.1) als auch im deutschen (DTS-HD Master 7.1) vor. Schade, dass die der englische Ton nicht auch in 7.1 vorliegt, wo sich dieser Film im Original so anbietet. Bei beiden Varianten geht der Ton auch hier mehr als in Ordnung, Klaenge sind klar und Baesse kommen ebenfalls wuchtig rueber. 9/10

Extras: Hier gibts auch massig zu sehen und zu hoeren. Drei Audiokommentare und fuenf verschiedene Featurettes: Behind the Block, Creature Feature, Meet the Gang, It's a Rap, Unfilmed Action. Dazu natuerlich die obligatorische Trailershow. Gibt also noch viel nach dem Film zu sichten. 7.5/10



Bilder:

Freitag, 20. Januar 2012

Trailer: "Project X" - Unglaublich abgefahrener Partyfilm

Eben durch die Fünf Filmfreunde auf den mittlerweile zweiten Trailer zur Komödie "Project X" gestoßen. Bisher hatte ich davon noch nichts von gehoert. Produziert wird der Film unter anderem von Todd Phillips (Regie: Hangover I und II) und Joel Silver. Die Regie wird von dem 34-jährigen Neuling Nima Nourizadeh uebernommen.
Der Streifen kommt in den USA am 2. Maerz diesen Jahres in die Kinos.


Zum Plot sei so viel gesagt:
Drei Highschhol-Freunde veranstalten eine riesige Party, um sich einen Namen zu machen. Als sich das rumspricht und unerwartet viele Partygaeste erscheinen, droht das Ganze mehr und mehr zu eskalieren.

Der Trailer praesentiert auch genau das, denn da gehts wirklich ziemlich heiß her. "Wie 'Superbad' auf Crack" heißt es dort zudem, was einiges verspricht. Meine Neugier ist jedenfalls mehr als geweckt.

Hier nun der neue Trailer und nachfolgend auch der etwas aeltere Erste:

Trailer 2:



Trailer 1:

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Review: Rare Exports - Eine Weihnachtsgeschichte (2010)

Regie: Jalmari Helander | Cast: Onni Tommila, Jorma Tommila, Rauno Juvonen u.a.


Plot:
Tief in der finnischen Eiswüste schlummert das uralte Geheimnis vom wahrhaften Weihnachtsmann. Bis jetzt, denn der zwielichtige Riley (Per Christian Ellefsen) und seine amerikanische Firma führen im Berg hinter dem Dorf nicht bloß Probebohrungen durch. Als der kleine Pietari (Onni Tommila) und sein Vater Rauno (Jorma Tommila) kurz vor dem Fest eine ganze Herde toter Rentiere vorfinden und den Einheimischen so der gesamte Fleischbestand flöten geht, schwören sie Rache. Eines Nachts tappt ein nackter, bärtiger Wilder in ihre Falle. Dieser scheint jedoch nicht allein zu sein. Als nach und nach alle Kinder spurlos verschwinden, ahnen Pietari und die Dorfbewohner Böses …


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler enthalten]

Nach "Saint" (Review hier) nun der naechste Weihnachtsfilm mit einem aehnlichen Grundthema - einem boesen Weihnachtsmann. Ob der Film schlechter, gleichwertig oder gar besser ist, wird man im Folgenden nachlesen koennen.
Im Jahr 2003 sorgte der Kurzfilm "Rare Exports Inc." fuer Aufsehen. Regisseur Jalmari Helander schuf mit dem acht Minuten langen Werk, einen Film, der sich schnell großer Beliebtheit erfreuen konnte. Zwei Jahre spaeter folgte Teil 2, "The Official Rare Exports Inc. Safety Instructions", wieder ein Kurzfilm. Nicht mehr ganz so gut wieder der Vorgaenger, aber trotzdem noch sehr, sehr unterhaltsam. Beide Filme kann man uebrigens mittlerweile auf youtube & co. gucken, siehe hier Teil 1 und hier Teil 2.
Wieder fuenf Jahre spaeter wurde es dann Zeit fuer den ersten abendfuellenden Spielfilm des Finnen. Eine Spielfilm-Version seines "Rare Exports". Als ich zum ersten Mal davon hoerte, war die Vorfreude groß, da mir die Kurzfilme jeweils sehr zusagten. Letztes Jahr im Dezember lief der Streifen in den Lichtspielhaeusern und vergangenen Monat war es dann auch mit der Heimkino-Auswertung soweit.


Zur Freude des geneigten Fans der Kurzfilme, stellt man fest, dass alle Darsteller aus den Kurzfilmen wieder mit von der Partie sind. Naja, fast alle, denn der Weihnachtsmann wird von jemand anderem, Peeter Jakobi, verkoerpert.
Wie bereits gesagt, war die Vorfreude groß, denn ich war ziemlich gespannt, wie ein Langfilm aussehen wuerde, da die drei Hauptprtoagonisten wirklich interessant waren. Leider musste ich beim Langfilm feststellen, dass man den kleinen Jungen, bereits bekannt aus dem zweiten Kurzfilm, zum Hauptdarsteller gemacht hatte. Man koennte nun fragen "Wieso leider?", aber das klaert sich bereits nach cirka 20 Minuten Laufzeit, denn die Rolle des jungen Pietari ist schlichtweg extrem nervig. Sowas gibt es eben von Zeit zu Zeit - hier ist es eben so ein Fall. Es handelt sich nicht um so einen Extremfall wie bei Jar Jar Binks, aber man guckt schon des oefteren mal skeptisch drein. 

Was die drei aelteren Herren angeht, die in den Kurzfilmen noch drei etwas duestere, argwoehnisch wirkende und irgendwie auch coole Typen mimten, so sind sie dies hier gewiss nicht, was aber wohl am Plot liegen mag, denn die Geschichte orientiert sich offenbar eher vor den Ereignissen der Kurzfilme. Die drei Akteure machen ihre Sache aber ganz ordentlich und sind sympathisch, spricht nichts dagegen, aber herausragend und erinnerungswuerdig ist auch was anderes.


Die Inszenierung stimmt auch. Die Weiten der Schneelandschaften werden schoen dargestellt, da stellt sich bei mir sowieso immer so eine besondere Winterstimmung ein. Atmosphaere kommt hier und da auch oefter auf, jedoch auch nur in Ansaetzen, denn das Ganze verpufft wieder zu schnell, wenn es gerade gut wird. Der Film versucht zu Teilen witzig zu sein, was aber nur extrem selten gelingt, wobei das Grundgeruest dafuer ja vorhanden ist. Mysterios oder dergleichen erscheint der vermeintliche Weihnachtsmann bzw. seine Helfer leider auch nicht wirklich, was mich zu einem weiteren Kritikpunkt kommen laesst. Man haette den Fokus mehr auf die Kinderfangenden Weihnachtsmaenner legen sollen bzw. ihnen mehr Spielraum geben koennen, statt alles aus der Sicht der Dorfbewohner zu erzaehlen. Man bekommt zwar durch die drei Hinterwaeldler und dem kleinen Jungen noch die ein oder anderen Gags in Bezug auf die Lage und wie sie denn damit umgehen  sollen serviert, aber man wuenscht sich, dass einfach mehr passiert.

Mir kamen die Kurzfilme einfach zu oft in den Sinn, was mich daran erinnerte, was aus dem Film haette werden koennen. Viel verschenktes Potenzial. Anders als Bei "Saint" wird hier nicht auf Splatter- bzw. Goreeffekte gesetzt, was gepasst haette, um dem Film ein besseres Tempo und einen hoeheren Unterhaltungswert zu geben. Hier ist man allgemein etwas zu zimperlich gewesen, sehr schade!



Natuerlich finden sich auch positive Aspekte an dem Film. Nach gut 40 Minuten gewinnt der Film richtig an Fahrt und faengt auch an, wenn auch in Schueben, richtig Spaß zu machen, wenngleich einige Szenen etwas boeser haetten sein koennen. Technisch punktet der Film durch die Optik und die im letzten Drittel netten Actioneinlagen und das Ende wuerdigt auch nochmal die Kurzfilme und wertet den Film glatt nochmal ein wenig auf. Fuer diejenigen, die die Kurzfilme gar nicht kennen und vorhaben sich den Film ohne vorheriges Sichten dieser anzusehen, koennte der Film durchaus eine ganze Ecke besser sein, da man somit nicht zu viele Gedanken daran verschwendet, was man in Anlehnung dieser auch haette erreichen koennen.


Fazit:
Alles in allem muss man sagen, dass es sich bei "Rare Exports" um eine Enttaeuschung handelt. Es gibt nette Ansaetze, aus denen man aber mehr haette rausholen koennen. Sozuagen ein Fest der verpassten Moeglichkeiten, was Fans der Kurzfilme besonders aufregen wird. Der Film braucht zu lange um in die Gaenge, zu kommen, trotz der mit ca. 75 Minuten bereits knappen Laufzeit.
Fuer zwischendurch kann man sich den Film allemal ansehen, zumal er natuerlich einen netten Kontrast zu den ueblichen Weihnachtsfilmen wie dem dreiundvierzigsten Teil von Santa Clause mit Tim Allen bietet.
Ohne das augenzwinkernde Ende waere ich somit auch nicht mehr ganz auf 6/10 gekommen, die wohl eher meinem Wohlwollen entspringen duerften.




Bilder:

Freitag, 9. Dezember 2011

Awesome Short Film zum Freitag [07/11]


Es geht weiter mit dem woechentlichen Kurzfilm zum Freitag, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Today's short film:

ImageBanana - lovesick.jpg

von Kevin Lacy aus dem Jahr 2011 | Sprache: Englisch | Laufzeit mit Abspann: 4:32 Min - ohne Abspann: 4:00 Min

So, dieser Kurzfilm duerfte noch nicht allzu vielen Internetnutzern bekannt sein. Handelt sich um eine nette Komoedie mit einem aeußerst naiven Hauptcharakter. Besagte Naivitaet aeußert sich auch manchmal im wahren Leben, wenngleich nicht unbedingt in dieser ausartenden Form. ;)
In Anbetracht dessen also ein netter Kurzfilm, der das Thema "Liebe auf den ersten Blick" auf sympathische Weise etwas auf die Schippe nimmt.
Rating: 8/10


Plot:
Es geht um Toby, der glaubt seine Traumfrau auf der Straße entdeckt zu haben. Diese steigt jedoch gerade in die Straßenbahn und Toby versucht alles, um sie einzuholen. Schließlich handelt es sich um die Frau, oder?


Der Film:
Have Fun & please watch in HD + full view




Bilder:

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Der erste Trailer zu "The Three Stooges" direkt aus der Hölle!


W H Y ?


Eigentlich berichte ich ja nur selten ueber Trailer etc, da es dafuer genug andere Ressourcen gibt, aber das hier - Wow! Ich bin wirklich baff. Dieser Trailer, wirklich... dieser Trailer ist dermaßen schlecht, schundig und zum fremdschaemen! Der Film scheint direkt aus dem Dixi-Klo der Hoelle zu kommen, so ein Unbehagen loest er bei mir aus. Ist das Zelluloid nicht wert. Mir fehlen immer noch ein wenig die Worte, daher viel Spaß mit diesem Schund. Ich muss mich erstmal erholen.


Dienstag, 22. November 2011

Review: Saint (2010)




Plot:
Advent – Zeit der Beschaulichkeit? Nicht für Inspektor Goert. Vor 32 Jahren wurde er in der Nacht zum 6. Dezember Zeuge eines grausamen Massakers, während dessen ein berittener Sankt Nikolaus und seine teuflischen Handlanger Goerts gesamte Familie zerstückelten. Jahrzehnte schon befasst sich der mittlerweile als einfacher Polizist Wache schiebende Mann damit, den Spuren jener mythischen Bestie zu folgen. Und nun, wo der Feiertag erstmals wieder im Zeichen des Vollmonds steht, mehren sich die Anzeichen auf eine Rückkehr des unseligen Bischofs. Natürlich hat niemand je dem Inspektor die verrückte Geschichte geglaubt. Als es jetzt den jungen Frank erwischt, der erleben muss, wie der Nikolaus persönlich seine Clique abschlachtet, ist dies das Signal für Goerts langersehnten Einsatz! Entschlossen blasen die beiden ungleichen Schicksals-genossen zur letzten Jagd auf den Todespatronen.


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler enthalten]

Kommenden Sonntag haben wir bereits den 1. Advent - schon! Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug, unheimlich ist das. Jedenfalls gehts dann auch langsam los mit vorweihnachtlichen Filmen, die man wieder ausgraebt oder auch im TV schaut. Vor kurzem habe ich schon "Die Glücksritter" (OT: Trading Places) im Fernsehen gesehen - ein wirklicher Klassiker, den ich mir neben einigen anderen Filmen dieser Gangart immer wieder um diese Zeit anschaue. Dazu gehoeren uebrigens auch "Kevin - Allein zu Haus" + Nachfolger "Kevin - Allein in New York", "Schöne Bescherung" oder der Klassiker "Ist das Leben nicht schön?". Daneben gibt es auch die Vertreter, die sich gar nicht direkt mit der Thematik beschaeftigen, sondern das Weihnachtsszenario nur im Hintergrund bedienen, wie z.B. der Klassiker "Stirb Langsam". Zu meinen Favoriten gehoert jedoch ohne Frage ein ganz großer Film. Bitterboese, voll schwarzem Humor - die Rede ist von "Bad Santa" - der wird vermutlich jeden Adventssonntag einmal geschaut! Da komm ich nicht drum rum.

Neben diesen verschiedenen Filmen, die sich alle mehr oder minder der besinnlichen Zeit widmen, gibt es auch die Art Filme, die das Fest etwas umkehren. Hier wird der Weihnachtsmann ("Santa's Slay", "Rare Exports") oder z.B. der Schneemann ("Jack Frost") zum absoluten Boesewicht. So auch in diesem Film, nur dass es hier um den guten Nikolaus geht, der in Dick Maas' "Saint" als tobender Zombie-Verschnitt wiederkehrt, um sich immer wieder auf's Neue zu raechen.

 

Der Ansatz der Geschichte wird gut erklaert und es zeigt sich, dass der gutmuetige Nikolaus hier vollkommen auf der Strecke bleibt. Traditionen wie den Stiefel vor die Tuer stellen werden vollkommen umgekrempelt - hier wird der Nikolaus mit Gaben besaenftigt, damit er seine saditistische Ader ja nicht ausleben kann und seine Mannen auf die Bewohner hetzt, um Chaos zu stfiten. Derartige Braeuche oder Gewohnheiten werden hier des oefteren mit dieser schwarz-humorigen Note auf die Schippe genommen. 
Das weiß durchaus zu gefallen, merkt man aber auch, dass in den Niederlanden das Nikolaus-Fest wohl etwas ausgepraegter gefeiert wird, als hierzulande. Das soll zumindest den deutschen Zuschauer aber nicht weiter stoeren, wissen wir schließlich worum es im Großen und Ganzen geht. In den USA wird St. Nikolaus hingegen gar nicht gefeiert (außer in wenigen Staedten, die stark von deutschen EInwanderern gepraegt wurden), hier gibt es ansonsten nur die Erfindung von Coca Cola - den Weihnachtsmann, der uebrigens erst Cola-Claus hieß. Die Amis koennten sich also etwas schwerer mit dem Thema tun, worauf sogar kurz im Film verwiesen wird - netter Einwurf.

Dass der Film nun in keiner Weise ernst genommen werden muss, sollte sich bei der Story selbst verstehen. Dick Maas liefert hier einen sehr kurzweiligen Spaß mit einigen Splattereinlagen und amuesanten Nuancen ab. Leider bleibt der Humor ab und an etwas auf der Strecke und man vermisst die Witze - auch waehrend einiger Splatterszenen. Das ist in der Tat etwas seltsam, aber vielleicht liegt das auch an der deutschen Synchronisation, die sonst eigentlich ganz ordentlich war. Ferner gibt es auch den ein oder anderen Gag, der deutlich uebertrieben ist und Gedanken wie "Jetzt wirklich?" aufkommen laesst. Zum Glueck ist das nur zwei, drei Mal der Fall. 


Die etwas brutaleren Szenen haben dagegen durchaus ihren Unterhaltungswert und sind nett anzusehen, besonders fuer Genrefans. Die 16er-Freigabe wundert mich tatsaechlich etwas, da hab ich schon weniger brutale Filme gesehen, die mit dem roten Flatschen abgestempelt wurden. Schließlich werden hier zuhauf Gliedmaßen abgetrennt, Koepfe abgeschlagen oder Gegner durchbohrt.

Zur Inszenierung laesst weiterhin sich sagen, dass Maas seinen Job hier wirklich zufriedenstellend erledigt hat. Die winterliche Atmosphaere kommt in den beiden Rueckblenden und allgemein in den naechtlichen Szenen klasse rueber. Da will man sich direkt den ersten Gluehwein genehmigen. 
Darueber hinaus baut sich, trotz der flotten Erzaehlweise, von Zeit zu Zeit echte Spannung auf. Auch wenn diese auf gaengigen Klischees basiert (drohende Stimmung, Protagonist schoepft Verdacht und prueft die Lage), wirkt dies nicht zwingend laecherlich, aufgrund der stimmigen Atmosphaere.
Actionmaeßig kommt der geneigte Zuschauer ebenfalls auf seine Kosten, auch wenn die CGI-Effekte nicht immer erste Sahne sind und diese ab und zu einen etwas zu offensichtlich animierten Eindruck hinterlassen. Trotzdessen macht es Spaß den wutentbrannten Nikolaus auf seinem Pferd, gejagt von Polizisten, ueber die Daecher des heutigen Amsterdam reiten zu sehen.


Der Nikolaus sieht zudem klasse aus. Herrlich duester, sogar das Pferd ist ein echtes Biest. Die Gehilfen sehen in Relation dazu leider eher schlecht als recht aus, aber zum Glueck stehen sie nicht allzu stark im Fokus.
Was die fuehrenden und Nebencharaktere anbelangt, so wird man hier auf nichts Besonderes stoßen. Typische Teenies, wie man sie schon hundertfach in Filmen gesehen hat und den einen Alleingaenger, dem keiner zuhoeren will, obwohl er der Einzige ist, der den Dreh raus hat.

Fazit:
Hat sich der Film als boesartiger, vorweihnachtlicher Slasher nun behaupten koennen? Grob gesehen: Ja. Abzuege gibt es lediglich, aufgrund des teilweise mangelnden Witzes und der zu blassen und einfarbigen Charaktere. Ansonsten kann man diesen kurzweiligen Spaß vorbehaltlos empfehlen, wenn man sich einfach mal berieseln lassen moechte. 6.5/10

Nun bleibt abzuwarten, wie es sich mit dem finnischen "Rare Exports" verhaelt und ob dieser besser oder schlechter abschneidet.



Zur Blu-Ray von WVG Medien GmbH / Entertainment One:
Amaray ohne Wendecover

Bild:  Die Schaerfe ist in vielen Szenen wirklich 1A und es kommt echtes HD-Feeling auf, aber dann und wann verringert sich diese auch etwas, was schade ist. Die Kontraste sind gut, wie auch der Schwarzwert. Format: 1,78:1 (1080p). 8/10

Ton:
Es gibt eine deutsche, niederländische und französische Tonspur, die jeweils DTS-HD Master Audio 5.1 codiert sind. Klangmaeßig ist alles gut verstaendlich. In den Action-Szenen wissen die Soundeffekte durchaus zu ueberzeugen, wenngleich der Wow-Effekt ausbleibt. 7,5/10

Extras: Als Bonusmaterial gibt es lediglich ein paar Trailer und ein Making-Of, welches aber auch nur okay ist. 3,5/10


An dieser Stelle herzlichen Dank an die WVG Medien GmbH fuer das Rezensionsexemplar!


Bilder:

Dienstag, 1. November 2011

Review: Burke & Hare - Wir finden immer eine Leiche (2010)



Plot:
In Edinburgh sind Leichen knapp. Im Epizentrum des medizinischen Fortschritts herrscht in den 1820er Jahren besonders zwischen den führenden Doktoren Monroe und Knox ein erbitterter Kampf um jeden Toten. Es dürfen nämlich nur Körper von Kriminellen für die medizinische Forschung verwendet werden. Doch die beiden irischen Einwanderer Burke und Hare nehmen es mit den Gesetzen nicht so genau und beginnen, frisch Bestattete wieder auszugraben. Ein gutes Geschäft und die Doktoren fragen nicht weiter nach. Doch der Bedarf ist immer noch nicht gedeckt.
Also greifen die beiden Lieferanten zu drastischeren Mitteln ... warum warten, bis jemand gestorben ist? Da kann man doch nachhelfen. Ein legendäres Serien-Killer-Duo startet seine Tod bringende Laufbahn...


Filmkritik:
[kann leichte Spoiler enthalten]
 

John Landis, einst ein gefeierter Regisseur von Klassikern wie "Blues Brothers", "American Werewolf" oder "Animal House", meldet sich endlich mal wieder mit einem vernuenftigen Film, "Burke & Hare", zurueck, nachdem er sich jahrelang nur an TV-Produktionen beteiligte und auch zuvor schon einige eher fragwuerdige Filme abgeliefert hatte ("Blues Brothers 2000", "Beverly Hills Cop III").


Mit "Burke & Hare" hatte er nun eine erfrischende Idee in der Filmlandschaft.. oder zumindest ist die Sparte, in die der Film faellt, noch nicht allzu verbraucht.
Eine britische Komoedie, angesiedelt im Schottland zu Beginn des 19. Jahrhunderts, sollte es also werden - das laesst sehr viel hoffen, so beweisen die Briten nicht selten ihren bitterboesen, schwarzen Humor (zuletzt mit: "The Guard", "Four Lions"). Ich kann gleich sagen, dass der Film leider ein wenig enttaeuschte, was aber an der hohen Erwartungshaltung liegen mag, die man nach dem Trailer nicht ganz zu Unrecht an den Tag legt.
Nichtsdestotrotz macht der Film durchweg Spaß und wird zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise langweilig. Der Mix aus schwarzem Humor, Slapstick, Situationskomik gewuerzt mit einer Prise Horror passt gut zusammen und weiß sehr zu ueberzeugen - ebenfalls stoert es nicht wirklich, dass zusaetzlich noch eine klassische Romanze eingebaut wird, auch wenn diese zeitweise etwas zu ueberbordend erscheint.
Leider verliert der Film im weiteren Verlauf zunehmend seinen Biss, er koennte einfach noch "boeser" sein und man haette vielleicht mehr riskieren sollen. Man haette sogar den Gewaltgrad etwas anziehen koennen, das haette die makabere Note des Films besser zur Geltung gebracht.
Dass im Verlauf des Films nebenher noch die ein oder andere Anekdote (Stichworte: Fotografie, Darwin, Bestattungsinstitut) zu wichtigen Erfindungen und Entdeckungen eingefaedelt wird, ist ebenfalls nettes Beiwerk.

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John Landis konnte hier einen beachtlichen Cast fuer seine britische Komoedie um sich scharen, der mit Simon Pegg und Andy Serkis bereits zwei stets sympathische Zugpferde vorzuweisen hat, was die wohl groeßte Staerke des Films ist. Man sieht den beiden an, dass sie offensichtlich Spaß an dem Film hatten und das uebertraegt sich einfach auf den Zuschauer, was die Grundstimmung derer stets positiv zu stimmen weiß. Neben den brillanten Nebendarstellern von Tom Wilkinson ("Michael Clayton") ueber Tim Curry ("The Rocky Horror Picture Show") bis Isla Fisher ("Hot Rod") und Jessica Hynes ("Shaun of the Dead"), hat der Film aber noch ein besonderes Schmankerl auf Lager - so gibt es zahlreiche Cameos zu entdecken, die fuer die ein oder andere amuesante Szene sorgen duerften - verraten moechte ich an dieser Stelle dazu jetzt nichts.


Fazit:
Schlussendlich laesst sich sagen, dass man mit dem Film trotz kleinerer Ecken und Kanten durchaus seinen Spaß haben und sich an so manch skurriler Szene, einigen Running-Gags, aber auch dem detailgetreuen Setting des damaligen Edinburghs erfreuen kann. Zum Ende hin kann man den Film beim Abspann wunderbar ausklingen lassen und dabei den Proclaimers und ihrem Hit "I'm gonna be (500 Miles)" lauschen. Klasse.
Bleibt zu hoffen, dass Herr Landis sich nicht wieder ganze 12 Jahre Zeit laesst, um einen abendfuellenden Spielfilm zu realisieren. 7/10

Gelegentlich wurde im Netz ein Vergleich zu dem Film "I Sell The Dead" gezogen, der ein aehnliches Thema behandelt. Ich jedenfalls werde mir den, hoffentlich bald, auch nochmal ansehen.


Zur Blu-Ray von Ascot Elite:
Amaray mit Wendecover

Bild: Die Schaerfe des Bildes bewegt sich die meiste Zeit auf einem guten Niveau, wenn auch sicher keine Referenzqualitaeten erreicht werden koennen. Negativ fiel hingegen der Schwarzwert auf - viel zu blass und einfach nicht dunkel genug! Format: 16:9 / 2,35:1. 7.5/10

Ton: Es gibt eine deutsche und englische Tonspur, die jeweils DTS-HD Master Audio 5.1 codiert sind. Beide Spuren sind relativ ordentlich, es ist alles sehr gut verstaendlich. Ein Klangfeuerwerk braucht man bei einem derartigen Film natuerlich nicht erwarten. 8/10

Extras: Hier bekommt man massig zu bieten. Interviews mit vielen Darstellern, die zusammen fast eine Stunde ausmachen und dazu auch noch sehr informativ und interessant anzusehen sind. Weiterhin gibt es ein Feature mit Regisseur John Landis (Ankuendigung (2:28) / Fragen & Antworten (23:52) / Presseinformationen (23:57)), Deleted Scenes, B-Roll und immer gern gesehen: Outtakes. Dazu gibt es eine uebliche Trailershow. 8.5/10



An dieser Stelle herzlichen Dank an Ascot Elite fuer das Rezensionsexemplar!

Montag, 15. September 2008

Review: Adams Äpfel (2005)

Regie: Anders Thomas Jensen | Cast: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nicolas Bro u.a.
IMDb-Link

Hier also mal wieder ein mehr oder weniger ausfuehrliches Review zur daenischen, schwarzen Komoedie Adams Äpfel. Ich waere ohne meinen ehemaligen Physik-Lehrer wohl nicht auf den Film gekommen. Aufgrund von Demotivierung wollte er nicht unterrichten, hatte jedoch zwei DVDs dabei - Adams Äpfel und Das Leben des Brian. Da ihm unsere Meinung wurst war, wurde geschaut, leider nicht ganz bis zum Ende, was mich echt wurmte. Hat sich aber gelohnt, soweit ich das behaupten konnte.
Vor ein paar Tagen lief der Film dann mal auf arte
. Hab mir den Streifen dann mal komplett in aller Ruhe ansehen koennen.

Es geht um den überzeugten Gutmenschen Ivan, ein Landpfarrer in der dänischen Provinz, dessen Barmherzigkeit vor nichts und niemandem Halt macht. Ivan resozialisiert in seiner Oase der Nächstenliebe überführte Straftäter. Als es den überzeugten Alt-Neonazi Adam, einen 40-jährigen Erbärmling, in Ivans Kirche verschlägt, sind die Rollen klar verteilt – scheinbar. Doch in Anders Thomas Jensens Filmen kommt es häufig anders als man denkt. Schon sehr bald wird deutlich, dass Adam, der eigentlich unter der wohligen Behaglichkeit seiner Hitlerbildchen die Resozialisierungsmassnahme aussitzen will, der ignoranten Gutmütigkeit des Pastors nicht gewachsen ist.

Trailer:


Im ersten Viertel des Films fragte ich mich eigentlich nur was ich von dem FIlm halten soll. Ein Pfarrer und ein Neonazi in einem Auto, die "How Deep Is Your Love" von Take That hoeren. Seltsam? Ist es auch. Sehr sogar. Zunaechst dachte ich ja, dass es sich tatsaechlich um ein Drama handeln wuerde. Aber diese ungewohnt, komischen Situationen, die ich sonst noch nirgends gesehen hatte, wow. Beispiele koennt ihr ja im Trailer sehen.

Als reine schwarze Komoedie ist Adams Äpfel nun aber auch nicht zu sehen, sicherlich ist auch der dramaturgische Faktor des Films passend vorhanden. Eine froehlich, lockere Stimmung kommt bei Adams Äpfel jedoch nicht auf, was hier positiv zu sehen ist. So kommen die ueberaus stumpfen Witze und die Situationskomik noch ueberraschender und wirkt gleich doppelt. In Gewissen Szenen gibt es sogar Punkte, wo man wirklich nicht genau weiß ob man nun Lachen soll, da ernste Themen auf eine ernste Weise total ins Laecherliche gezogen werden, was positiv aufzunehmen ist (Beispiel: Szenen mit Ivan's Sohn und dessen Erlaeterungen dazu).

Das ganze wird von einem angenehm ruhigen Score untermahlt. Zwischendurch laeuft auch immer mal wieder "How Deep Is Your Love". Sehr amüsant.
Die deutsche Synchronisation kann sich durchaus sehen lassen, wirkt Sie doch bei allen Charakteren glaubhaft. Bis auf eine Ausnahme - die Nebenrolle des Arabers Khalid
wird zu gekünstelt und klischeehaft gesprochen, leider. Das faellt in einigen Szenen schon ziemlich auf, schade drum.
Die darstellerische Leistung hat mich echt umgehauen. Besonders Mads Mikkelsen, Darsteller des Pfarrers Ivan, hat mich ueberzeugt. Die Ignoranz, die der Charakter benoetigt wird bestens ruebergebracht und man kommt einige Male wirklich ins Staunen. Ich hoffe, Mikkelsen
wird international noch erfolgreicher, sodass wir Ihn oefter auch in unseren Kinos sehen koennen. Sein Koennen hat er ja bereits im letzten Bond-Film Casino Royale als Boesewicht beweisen koennen, wenn er dort auch etwas zu kurz kam.



Der Hauptdarsteller Ulrich Thomsen (spricht uebrigens fließend Deutsch) weiß ebenso zu ueberzeugen, was sich in seiner hin- und hergerissenen Rolle auch zeigen kann. Ihn kann man im kommenden, ersten groeßeren Film von Tom Tykwer, The International, sehen. Ist meines Wissens seine erste Rolle in einer großen Hollywood Produktion.
Der Rest des Casts ist auch in Ordnung, aber jetzt nicht so erwaehnenswert, dass man genauer darauf eingehen muesste.
Der Film bietet uns also eine tolle Geschichte, wobei Adam, unser Hauptcharakter, beim Brechen von Ivan's Glauben feststellen muss, dass er an sich selbst zweifeln muss und an dem was er tut. Adam ist also mit Sicherheit nicht nur ein tumber Neo-Nazi, sondern erweißt sich als aeußerst intellektuell. So weiß er gewiss was er tut und wie er es gegen andere ausspielen kann.

Das Ende des Films, oder besser das letzte Viertel wartet mit einigen Wendungen auf, mit denen man so nicht gerechnet haette. Dabei will der Regiesseu auf keinen Fall zu viel, es passt alles. Nur wirklich gegen Ende hin, war bereits absehbar wie der Film sich fortsetzt, was jedoch nicht sonderlich schlimm sein sollte.

Fazit:
Alles in allem ist Anders Thomas Jensen eine tolle, tiefschwarze und auch dramatische Komoedie gelungen, die ich persoenlich so noch nicht gesehen habe. Fuer mich ist das in jedem Fall Anlass, mich mehr dem daenischen bzw. skandinavischen Film zu widmen.
Aus diesem Bereich habe ich ansonsten nur In China Essen Sie Hunde
gesehen (ebenfalls eine pechschwarze Komoedie). 8,5/10.